Beauduc, was ist draus geworden?

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Beauduc lebt!

Les Saintes Maries de la Mer, was man hier macht? Baden, Shoppen, Surfen, Fahrradfahren oder die Mücken tot hauen! Ich entscheide mich fürs Fahrrad und zwar nach Beauduc. Beauduc ist eine Ansammlung von illegalen Hütten direkt am Strand gewesen und meines Wissens irgendwann mal geräumt und dem Erdboden platt gemacht worden, weil so etwas darf natürlich nicht sein, schon gar nicht am Strand!. Beauduc liegt weit ab von der Zivilation und ist mit dem Auto nur über eine schlechte Piste erreichbar. Ich hatte mal im Internet geschaut und dort nur etwas über Kiter gefunden die sich über eine auf 2,05 Meter breite Durchfahrtsbegrenzung aufregen. Ich fahre erst mal die 3 Kilomterer lange Piste, die im ersten Bereich mit Wohnmobilen gepflastert ist um dann auf dem Deich weiter zum Phare de la Gacholle zu gelangen. An dem Parkplatz geht dann ein kleiner „Digue“ mit Fahrspur ab, der direkt nach Beauduc führt. Von Weitem sehe ich schon die ganzen Kiteschirme am Himmel tanzen. Es ist dort ganz schön was los, na ja klar, das Wetter ist prima und der erste Mai muss ausgenutzt werden und das bei richtigen Kitewetter! Es ist irgendwie noch so wie ich es in Erinnerung habe, denn ich war vor rund dreißig Jahren schon einmal hier. Ich entdecke sogar noch ein paar Hütten und ein altes Wellblechauto, so nennen wir die Citroentransporter. Ich fahre noch etwas in der Gegend rum und komme um einen Salzseetümpel und staune nicht schlecht als ich noch mehr Hütten entdecke und fahre direkt dort hin. Ich befinde mich auf einer Art Dorfplatz, ringsherum Hütten, nee eigentlich sind es kleine Häuser und es ist Leben hier. Ich freue mich tierisch das Beauduc doch nicht platt gemacht wurde und hier sogar noch richtiges Leben statt findet! Hoffentlich bleibt das auch so. Es ist toll das hier in Europa in solch einer Gegend, zwischen Meer, Sand, Salz und Mücken ohne Strom und Wasser Menschen glücklich und zufrieden leben!
In Saintes Maries tobt natürlich der Wahnsinn. Schon auf der Rückfahrt kommen mir Fahrradfahrer wie Mückenschwärme entgegen. Es ist saugefährlich weil die entweder mit den Gedanken wo anders sind oder ihr Zweirad, trotz Megaoutfit, nicht richtig beherrschen. Die Stadt platz aus allen Nähten und überall ist fürchterliches Gewusel, aber irgendwie ist es auch nett. Als wir im Januar hier waren war es leer, trostlos und fast verwaist. Jetzt ist hier Jubel-Trubel-Heiterkeit, typisch französich halt!

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