Abschied von ganz Unten

Gibraltar041

Eine Kapelle in der Catalan Bay

Gibraltar042

Abschied vom Affenfelse

Torre_deMar001

Passt!

Torre de_Mar002

Am Strand

HalfMoonBeach001

Half Moon Bay

Torre_delMar001

Die Straße am Meer

Motril001

Motril!

Gestern früh sind wir noch einmal nach Gibralter rüber und wollen zur steilen, also zur Ostseite. Morgens liegt sie noch zur Sonne und von unserer Vortagestour konnten wir Parkplätze mit Wohnmobilen sehen. Der erste Teil des Weges führt durch ein kleines Gewerbegebiet bis zu einer Großbaustelle um dann eine rechtskurve zu beschreiben. Um zur Spitze des Felsens blicken zu können müssen wir wirklich senkrecht in die Höhe schauen und wir kommen uns klein wie Ameisen vor. Die Parkplätze haben wir bald gefunden, aber die dürfen nur von irgendwelchen ¨Berechtigten¨ genutzt werden. Wir rollen in der Catalan Bay ein, ein paar Häuser, Restaurants und Hotels zwischen Strand und unterhalb der Straße. Hier lassen wir uns auf einer Bank nieder, genießen die Morgensonne und schauen dem Treiben der Menschen zu. Als erstes kommt ein Kleinlaster mit Bierfässern. Ein junger Mann und ein Älterer mit einer Figur eines Bierfasses rollen aus dem Fahrerhaus. Der Junge mit dem Lieferschein. Nach dem sie sich diverse male am Hinterkopf gekratzt haben übernimmt der Jüngere die Initiative und macht schon mal die Seitenklappe der Pritsche auf. Mit viel gepolter rollt ein Bierfass nach dem Nächsten auf die Straße. Der Ältere hält die Sackkarre fest und sichert somit schon mal das fortrollen Selbiger. In der Zwischenzeit stößt auch noch ein kleiner Transporter rückwärts vor den Bierlaster. Die Straße ist somit abgeriegelt. Auch aus dem Transporter, dessen Motor noch läuft quetschen sich zwei Mann, von denen der Eine ebenfalls wohl die Lieferscheine in der Hand hält. Siehe da, als sie die Hecktüren öffnen sind da noch zwei weitere dicke Türen zum Kühlbereich. Jetzt werden Kisten hin und hergerückt und Einige landen draußen auf der Sackkarre. Irgendetwas scheint aber unklar zu sein und nach einigem hin und herdrehen der Lieferscheine scheinen sie sich doch endlich einig zu sein das das eine Paket wohl doch da zu gehört. Die Sackkarre setzt sich richtung Restaurant in Bewegung und der mit dem Lieferschein macht die linke Kühltür zu, die Rechte lässt er offen stehen, der Motor läuft immer noch. Nach langen quälenden Minuten kommen die Bierkutscher mit leeren Fssern zurück die unsanft auf der Pritsche landen. Die schwere CO2 Flasche, die der mit den Lieferscheinen schleppt, stellt er gute 50 Meter vor dem Lieferwagen ab um von dem der den Bierfässern so ähnlich sieht abgeholt wird. Der mit den Lieferscheinen ist wieder im Lokal verschwunden. Vielleicht gibt es da ja einen Lüdden für Alle, außer dem der den Bierfässern ähnelt, er räumt nämlich auf der Pritsche auf, so gut es geht. Endlich kommen die anderen Drei, der mit dem Lieferschein und die Beiden Kühlmänner wieder. Jetzt knarren die Scharniere der Pritsche und die Sackkarre wird fachmännisch noch hinten drauf geschmissen. Die Kühlis waren aber nicht untätig und haben es doch tatsächlich endlich geschafft auch die rechte Kühltür zu schließen und die beiden äußeren Türen. Laut palabernd, auf spanisch, steigen sie ein und geben dem armen Transporter die Sporen der sich den steilen Weg haraufquälen muss. Der Bierlaster rollt kurze Zeit später auch hinauf und entschwindet unseren neugierigen Blicken. Schade das noch keine Kneipe auf hatte. Hier hätten wir gerne einen Kaffee getrunken oder einen late morning tea. Das war unsere letzte Aktion auf Gibraltar, es gibt echt viel zu bestaunen hier!
Wir haben uns vor ein paar Tagen entschieden, entweder unten rum und im Westen hoch, also über Portugal oder am Mittelmeer entlang. Wir haben uns für das Mittelmeer entschieden und setzen Portugal auf nächstes Jahr, denn weglaufen kann es ja nicht. 🙂 Wir übernachten wieder am Half Moon Beach und freuen uns das dort ein uralter Setra mit Ratzeburger Kennzeichen steht. Leider ist er abgefahren als wir unsere Strandpatrouille liefen. Der Wind bläst kühl und mit guten 4 Windstärken aus Ost, also genau in die Bucht hinein, schade wir müssen also bald unsere Tür zu machen sonst ist es zu kalt. Wir stehen früh auf und brechen nach einem Abschiedsspaziergang auf, wir würden gerne bis Motril kommen. Unsere Mittagsrast machen wir an einem Strand vor Torre del Mar. Es dauert gar nicht lange und die Polizei steht auf dem Plan: Campen verboten, nur parken und um 21:00 verschwinden. Gut, wir wollen ja eh weiter. Um Torre del Mar, also die Gemeinde Velez Malaga ist den Wohnmobilisten nicht gerade wohl gesonnen, obwohl dort auch wie überall tote Hose ist und eine Bauruine der nächsten folgt. Unterwegs entsorgen wir, bunkern Frischwasser für 3 Euro und waschen unser Wohnmobil bei einer Tankstelle. Als mein Blick auf die Hinterreifen fällt sehe ich das sich das dicke Blechrost der Waschanlage total durchbiegt, also nichts wie zurück um einen halben Meter, dann stehen die Räder wieder auf Beton. Da dort ein Podest ist auf dem man sogar das Dach waschen kann müsste die Anlage ja eigentlich für kleine LKW ausreichend dimensioniert sein.
Jetzt stehen wir frischgeduscht wieder in Motril Plage und so langsam macht sich mein Hungergefühl wieder bemerkbar.

Dieser Beitrag wurde unter Spanien 2014 veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.