Alles nicht mehr so schlimm?

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Arrecife de las Sirenas und der Faro de Cabo de Gata

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Die Traumstrände von San José

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Ein neuer moderner „Tomatengroßbetrieb“

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Plastiktütenpanorama

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Zwischen den Gewächshäusern

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Und das wächst hier: Tomaten

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Sperrmüllsiedlung

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Sperrmüllsiedlung

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Sperrmüllsiedlung

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Sperrmüllsiedlung

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Angekokelter Müll bei der Sperrmüllsiedlung

Als wir vor ein paar Tagen zum Vulkankegel fuhren um Granate zu sammeln, kamen wir mitten durch die Plastikplanengewächshäuser hindurch. Mir kam dabei der Gedanke einen Blogbeitrag über die Gemüsezucht in Südspanien zu schreiben.
Wir stehen in San Miguel de Cabo de Gata, etwas abseits von den anderen Wohnmobilen neben dem Friedhof. Als wir gerade schlafen gehen kamen ein paar Autos und die Männer gingen in das Friedhofsgebäude. So ging es die ganze Nacht über und Morgens kamen noch mehr. Wir ahnen das es etwas mit einer Totenfeier zu tun hat und verpieseln uns zu den anderen Wohnmobilen um nicht zu stören. Tatsächlich ist heute Nachmittag dann auch eine Trauerfeier gewesen.
Aber das ist ja nicht das Thema.
Es ist verdammt nebelig und kalt heute Morgen und die liebe Sonne muss ihre ganze Kraft auf bringen um die Suppe aufzulösen. Ich schwinge mich auf das Fahrrad und mache mich auf den Weg zu den Plastiktüten (Gewächshäuser), aber nicht auf dem direkten Weg sondern über den Faro (Leuchtturm) de Cabo de Gata und San José, also die wundervolle Küstenpiste entlang. Die Strecke ist ein Traum aber sehr anspruchsvoll weil die Steigungen über zehn Prozent liegen. Zum Vela Blanca schiebe ich auch rauf weil mir die Kondition fehlt und ich auch so schon beim gehen das schnaufen bekomme. Auf der anderen Seite geht die Piste dann zu den Traumstränden Cala Carbón, Media Luna, Monsul und Playa de los Genoveses herunter bis ich schließlich San José erreiche. Als ich den Naturpark verlasse bin ich auch schon von den Gewächshäusern umgeben. So wie ich es mir aber vorgestellt habe oder besser gesagt in Erinnerung habe ist es aber irgendwie nicht mehr. 2009 lagen noch überall Haufen von vor sich hin gammelnden Tomaten, massenweise Plastikmüll der vom Wind weit fortgetragen wird und Bauschutt das einem warm um das Herz wurde. Anscheinend hat sich das Blatt erheblich gewendet, irgendwie ist hier jemand mit dem großen Besen durchgefegt. Tja, auch die Spanier werden sauberer, so ist jedenfalls mein Empfinden. Allerdings finde ich noch eine Art Siedlung die aus lauter Sperrmüll zu bestehen scheint. Ich denke mir das dort Afrikaner leben die in den Gewächshäusern arbeiten, aber so wie ich es sehen kann sind es Spanier. Nun ja, es ist unser Empfinden und vielleicht sind die Menschen dort sehr glücklich und das sollte dann ja auch reichen.
Viele Gewächshäuser werden auch gerade neu gebaut, und dann in sehr großem Stil. Sie sind eingezäunt auf einer riesigen Fläche. Wer so etwas bauen lässt muß schon ganz schön investieren und es macht den Eindruck das ein paar große Betriebe das Rennen machen und die vielen „Kleinen“ bei dem Preiskampf kaputt gehen. Ob ich das dann gut finden soll? Sind mir kleinere nicht so gepflegt aussehende Anlagen dann nicht doch lieber? Geht da nicht auch wieder ein klein wenig Vielfalt flöten?

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2 Kommentare zu Alles nicht mehr so schlimm?

  1. Iduna Bergert sagt:

    Du hast recht Hans, es geht die Vielfalt verloren.
    Und wir sind immer mehr auf die Konzerne angewiesen. So lange es mir möglich ist, kaufe ich bei den kleinsten Unternehmen, am liebsten vom Bauer selbst. Danke für Deinen schönen Bericht.
    Gruß,
    Iduna.

    • Hans-Herbert Kahl sagt:

      Tja liebe Iduna, es wird uns so schön einfach gemacht, angeblich, aber das was das Leben ausmacht wird immer weiter in den Hintergrund gedrängt. Wir haben das aber erkannt und müssen es nicht zu lassen wenn wir mit gutem Beispiel voran gehen!
      Liebe Grüße
      Hänschen

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