Aufräumen, Ausmisten, weg damit!

Warum fällt uns das Aufräumen eigentlich so schwer? Ich meine hier nicht das Wegräumen, sondern das Ausmisten. Die Trennung von Dingen! Zu erst einmal muss man im Kopf ausmisten. An den ganzen Dingen die wir so um uns herum anhäufen hängen Erinnerungen, Erinnerungen an die Jugend, an schöne Zeiten, aber auch Erinnerungen an: „Was hat das mal gekostet“. Wenn wir uns einmal fragen was wirklich wichtig für uns ist, und ganz ganz ehrlich in uns hinein schauen, dann sind das die Dinge die wir jetzt gebrauchen. Jetzt, das ist hierbei das Schlüsselwort. Unser Leben spielt sich im Hier und Jetzt ab! Nicht in der Vergangenheit und auch nicht in der Zukunft. Wenn wir uns dem Bewusst sein können, dann ergibt sich eine ganz andere Sichtweise auf das Leben.  Wir verstehen plötzlich, das wir nur richtig glücklich sein können, wenn wir im Hier und Jetzt leben, denn das Vergangene ist geschehen und die Zukunft liegt noch vor uns. Nur unsere Gedanken kreisen beständig um das Jetzt herum, sie ignorieren es, sie bewegen sich in den beiden Zeiten, Gestern und Morgen. Wenn wir im Hier und Jetzt sind, können wir viel leichter los lassen, und das brauchen wir für das Ausmisten. Ich höre jetzt schon wieder die Stimmen: „Ja aber………!“ Nix da, „Ja aber….. “ ist total destruktiv, es hemmt und wir werden in der persönlichen Entwicklung gebremst. Sagt mal: „Ja aber vielleicht brauche ich das Ding Morgen!“ Wie fühlt sich das an? Genau, es zieht einen runter und kann einen zum Stillstand bringen.
Ich habe ein wunderschönes Buch von Eckart Tolle gelesen: „Jetzt“ Wer Lust hat sein Leben etwas aufzuräumen, dem sei es wärmstens empfohlen.

Jetzt aber zum Aufräumen, oder besser ausmisten im praktischen Sinne, und wie es bei uns jetzt schon Jahr für Jahr weiter geht.
Etwa eine Tonne Schrott haben wir entsorgt, alles angesammelte Aluplatten, Stahlwinkel und weiß der Himmel was. Mein komplettes Fotolabor habe ich verschenkt und das Videoschnittpult für den Amiga (Computer) ist komplett zur Entsorgung gegangen. Ja, es hat alles viel gekostet, aber ich werde nie wieder einen Film oder Fotos entwickeln und Videoschnitt geht heutzutage ganz einfach am PC.
MinoltaDynax7_001Ganz schwer ist mir aber der Abschied von meinem Objektiv gefallen. Es war ein Soligor 70-210 mm Brennweite APO vergütet und hatte eine Lichtstärke von 2,8. Seit vielen Jahren war mir schon aufgefallen, das die Bilder immer schwammiger wurden, je nach Lichteinfall, mehr oder weniger. Vor zwei Jahren hatte ich mich endlich mal aufgerafft und habe es zu Soligor gegeben. Leider bekam ich das gute Stück mit der Begündung zurück das sie keine Ersatzteile mehr hätten. Na gut, das Teil war über 20 Jahre alt, aber für die 1800 DM hätte ich mir doch etwas mehr Langlebigkeit gewünscht. Weggeschmissen hatte ich es noch nicht, es hat ja viel gekostet, damals! Gestern habe ich es aus der Ecke hervorgeholt und den Entschluß gefasst „entweder oder“. So habe es also auseinandergbaut und bin auch bis zur schwammigen Linse vorgedrungen. Alle harmlosen Mittel wie Alkohol, Benzin, Spiritus haben nichts gebracht. Azeton hat der Linse dann den Rest gegeben, denn es hatte die Beschichtung angelöst. Das war dann der eindeutige Exodus des guten Teils. Ab in die Mülltonne! Verdammt, ich vermisse es, sind mir doch solche tollen Fotos gelungen:

Alan006

Alan Stivell 2007 auf dem Festival de la Danse et Musique Bretonne in Guingamp, Bretagne

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