Der Sinn des Lebens

michel_033_007Der Mond scheint in das Fenster und erhält das Land in seinem trüben Licht.
Ich bin wach geworden, habe lange nachgedacht, gegrübelt könnte man es auch nennen.
Mir geht es gut und mit meiner lieben Heike mache ich das was wir schon immer wollten. Frei sein, ungebunden, viel Neues sehen, der Sonne folgen. Und trotzdem gibt es Tage an denen ich all das in Frage stelle, weil es doch nicht so ist wie ich mir das vor stelle. Es gibt da einiges, da drüber zu philosophieren würde mich aber auch nicht weiter bringen.
Was ist das denn nun, diese…….., ich finde da nicht einmal einen Namen für, ich nenne es mal „meine Unruhe“? Muß ich das überhaupt heraus finden? Sollte ich es, wie ich es gelernt habe, einfach transformieren? Kein Problem, aber wird mir dieser Transformationsprozess dann helfen? Wird es dann eine Lösung geben die mir das Universum schenkt? Oder ist es einfach gesagt nur das Ego das sich hier mal wieder aufbläst und den großen Macker spielen möchte?
Ich denke gerade an meine liebe Freundin Sonja. Sonja würde wahrscheinlich in einer Meditation ihre Gefühle abwägen. Prima Idee! Ehrlich gesagt weiß ich gar nicht ob ich meditieren kann, denn meine Gedankenwelt ist, so wie ich es empfinde, ziemlich aktiv und es gelingt mir nicht oft etwas Ruhe in mein Oberstübchen zu bekommen. Ich probiere es also einfach mal bei Vollmond und um 5:00 Uhr Morgens bei einem Becher Kaffee. Ja, einfach so, die Augen schließen und an das denken was mich bewegt. Was bewegt mich zu einem frischen, glücklichen Gefühl, was zaubert ein Lächeln auf mein Gesicht und bei welchen Vorstellungen passiert nichts oder ich bekomme ein nicht so schönes Gefühl? Das war’s! Wie? Das War’s? Ja, das war es! Es ist eigentlich nichts passiert, keine Diskussion, keine Recherchen im Internet, kein Coachinggespräch, nichts! Dieses blöde Gefühl, mit dem ich aufgewacht bin, und das mich meine Gedanken hat Achterbahn fahren lassen, hat sich tatsächlich, wie sagt man so schön, transformiert.
Fall gelöst? Nee, sicher nicht, denn wenn nichts passiert, wird mich dieser Zustand, dieses komische Gefühl, sicher wieder überraschen, irgendwann, dann vielleicht in einer Neumondnacht?
Ich muss jetzt in die Hufe kommen, handeln, die Vorstellungen die mir ein Lächeln auf das Gesicht zaubern aufgreifen und weiter verfolgen, mit Leben erfüllen und in bunte Farben eintauchen. Es bedeutet aber auch loslassen, loslassen des bisherigen Weges…. Nein ich nenne es nicht loslassen, ich finde „vom Weg abbiegen“ einfach schöner, denn wenn ich abbiege kann ich auch wieder einbiegen wenn ich möchte. Loslassen hat etwas endgültiges und endgültiges mag ich eigentlich nicht.
Etwas ganz Entscheidendes ist mit in meinem  bescheidenen Leben aber ganz klar geworden: Die Welt verändert sich rasant, rasant wie nie zuvor und wir Menschen sind diesen Veränderungen ausgeliefert, die meisten Schutzlos. Und so irren viele in dieser Zeit umher und suchen nach etwas stabilen, etwas sicheren an das sie sich klammern können. Viel treibt im Meer der Zeit aber nicht mehr herum an das wir uns klammern könnten. Also müssen wir neue Wege suchen und wir finden sie auch, um im Einklang mit dieser verflixt schnellen Zeit zurecht zu kommen. Ganz alleine einen Weg zu finden scheint immer schwieriger zu werden, aber es gibt viele liebe Menschen die auch einen neuen Weg gehen wollen, die auch helfen wollen diese neuen Wege zu beschreiten. Ich glaube das wird auch der Weg in eine friedvolle und glückliche Zukunft sein.

Ich habe jetzt keine Ahnung ob ihr meine Zeilen versteht, denn es ist pur aus mir heraus gekommen und so will ich es auch einfach lassen. Vielleicht hilft es ja dem einen oder anderen.

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