Die grand marée rückt näher

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Château Turpault

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Das gefällt ihr 🙂

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Der Fischereihafen

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Die Vindilis kommt von der Belle Île

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Einlaufen im Port Maria

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Die Möwen sehen es gelassen

Nicht ganz einmal im Monat gibt es einen besonders hohen Tidenhub, die grand marée. Bei Flut steigt das Wasser besonders hoch und bei Ebbe verpieselt es sich sehr weit zurück. Es ist ein ganz besonderes Spektakel denn die Franzosen sind bekennende Muschelfreaks und somit finden sich wahre Scharen an suchenden, scharrenden, buddelnden und sammelnden Menschen an den entwässernden Küsten ein. Die Flut ist mehr was für die Touristen die das Abenteuer suchen die Muschelfreaks sind dann mit ihrem Muschel und Krebszeug beschäftigt, das ja irgendwie verarbeitet werden muß.
Am Montag haben wir den höchsten Koeffizienten mit 111 (eine Grand marée beginnt ab 100). Heute fahren wir mal zur Hafenmole, da an ihr in der Regel ein nettes Wellenspektakel ab geht. Es sind 7 Windstärken aus Nordwest angesagt, das könnte ideal sein. Aber leider bläst er zu weit aus Norden, und somit ist ziemlich tote Hose, zumal der Wind höchstens mal auf 6 gekommen ist.
Egal, Motive gibt es immer und es kommt gerade die Vindilis in den Hafen geschippert. Sie gehört zur Fährlinie der Belle Île, die“schöne Insel“, die Quiberon vorgelagert ist. Es macht Spaß ihr beim einlaufen zu zuschauen, ebenso wie die Fischerboote und der Seenotkreuzer, die im Hafen friedlich vor sich hindümpeln. Am Ende der Côte Sauvage (wilde Küste), am Ortseingang ist das Château Turpault, ein Schlösschen das sicher jeder gerne hätte wäre da nicht das Ding mit dem Geldsäckel. Ehrlich gesagt wünsche ich mir solch eine Hütte auf gar keinen Fall, denn mir würden alleine schon die ganzen schaulustigen Menschen total auf die Nerven gehen. Abgesehen von den vielen Verpflichtungen bei solch einem Bauwerk. Wir bleiben dann doch lieber bei unserer mobilen Unterkunft, die ist bezahlt, gemütlich, kuschelig und wir können sie überall mit hin nehmen, oder ist das umgekehrt? Ansonsten ist Quiberon eher eine mehr schmucklose und wuselige Stadt.
Auf dem Rückweg besuche ich unseren alten Kumpel Klaus der auf dem Parking Semaphore arbeitet. Die obligatorische Packung Eis am Stiel in der Fahrradtasche, schlage ich bei ihm auf und wir klönen nett und schlabbern gemütlich das Eis auf. Der Hammer ist das fast der ganze Platz belegt ist und ein Auto nach dem anderen rauf rollt. An diesem Wochenende soll wohl auf der Belle Île ein Marathon statt finden. Dieses Jahr ist wirklich der Hammer, so viele Menschen habe ich noch nie im September hier gesehen.

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