Die Kurve kratzen

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Wir haben unseren Plan geändert und lassen Galicien und auch Portugal sausen. Warum? Das Wetter ist die nächsten sieben Tage grauselig und Heike hat mir vorgerechnet das eigentlich kaum noch richtig Zeit bleibt für all das was wir uns vorgenommen haben. Also beschließen wir quer runter nach Oliva zu fahren um unsere Freundin Lynda zu besuchen.
Wir suchen uns eine ruhige Route aus auf wir so schätzungsweise einen Schnitt von 50 kmh erreichen. Aber es ist eine wirklich sehenswerte Strecke, bis auf den Dauerregen. Ausgesprochen toll ist der Parque natural de Urbasa-Andia. Von Norden kommen wir auf einer Serpentinen Strecke auf dem Plateau in tausend Metern Höhe an und wir durchqueren Eichenwälder und es gibt hier massig Parkmöglichkeiten. Wir halten aber nicht wegen dem Regen. Weiter südlich wird die Strecke einfacher und wir schaffen mehr Kilometer.
Genau zur Abendruhe erreichen wir den Parkplatz in Almazán auf dem wir bereits letztes Jahr super übernachtet haben. Wir schauen auf das Thermometer und bekommen große Augen als es nur fünf Grad anzeigt. Ich dachte immer in Spanien ist es schön warm und es regnet fast nie. Das Land der Orangen und Zitronen im Dauerregen und a….kalt! Für mich eine ganz neue Erfahrung! Na ja man darf nicht übersehen das Almazán auf fast tausend Meter und die Strecke über auf teilweise tausend siebenhundert Metern liegt.
Unser Ziel ist ein Strandplatz in der Nähe von Valencia, aber vorher halten wir noch an einem Lidl mit angschlossenen Aldi um die Ecke. Hier bekomme ich meine geliebten Heringsfilets in Sahnesauce die ich so gerne zum Frühstück verdrücke. Ich habe dann den ganzen Tag diesen leckeren Heringsgeschmack im Mund, sagt Heike. Jedenfalls reißen wir uns bei etwa zweiundzwanzig Grad erst einmal ein paar Klamotten vom Leib. Der Temperaturunterschied auf fünfzig Kilometer ist enorm!
Jetzt stehen wir zusammen mit einem verlassenen Wohnwagen und gegenüber vier Streifenwagen der Guardia Civil. In einem abgesperrten Gelände haben sie anscheinend jemanden aufgespürt.

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