Ein Hotel ohne Betten und eine einsame Straße

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In der Rambla

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Spuren im Sand

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Kakteen

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Garten

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Wilder Thymian

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Das Hotel das hoffentlich nie fertig wird

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Der Blick aus den obersten Fenstern

Es ist ruhig hier, ab und an kommt mal ein Auto vorbei oder Fußgänger die freundlich Holla rufen. Das Meer, die Wellen rauschen unablässig, besonders wenn die großen Kiesel etwas weiter im Wasser übereinander rollen. Der Himmel ist in ein bleiches Rot gehüllt, zum Horizont hin blau. Die Sonne ist untergegangen und das letzte Licht des Tages schwindet langsam um die Nacht willkommen zu heißen. Bald werden die Fischer wieder vor der Küste auftauchen und mit ihren Scheinwerfern die Meerestiere anlocken.
Die Stille ist beeindruckend, sie ist tief, sie ist gewaltig, bis auf das rauschen der Wellen, immer wieder. Es riecht nach Rosmarin und Thymian und die Kakteen zwischen den Schuttbergen zeugen von besseren Tagen. Aber das ist eine andere Geschichte aus einer anderen Zeit. Die Gefahr scheint gebannt aber drohend stehen noch vier Stahlfinger am Berg! El Algarrobico, das Paradebeispiel der irrsinnigen Bauwut steht immer noch drohend am Strand obwohl es längst abgerissen sein sollte!
Wir sind hundemüde. Heike ist heute Morgen alleine in die große Rambla hineingelaufen und ich bin mit dem Fahrrad durch, bis zur Straße und dann nach Caboneras und die Küstenstraße wieder zurück. Als ich wieder zu Hause bin möchte Heike auch noch einmal mit dem Fahrrad in die Rambla. Also auf ein Neues! Noch einmal durch die rumplige Rambla, vorbei an vereinzelt stehenden blühenden Sträuchern. Am schönsten sind die Kräuter, wie Rosmarin, Thymian und Lavendel in denen sich die Bienen tummeln. Am Ende der Rambla ist Heike so durchgepoltert das sie lieber die weitere Strecke auf der Straße zurück möchte. Also auf geht es nach Caboneras. Es ist eine enge Stadt und wir schieben durch die karge Einkaufsmeile und fahren schließlich an der Promenade bis zu einem Café wo wir uns niederlassen, einen Milchkaffee schlürfen und auf das Meer schauen. Gestärkt schieben wir die Küstenstraße rauf und so sehen wir viel mehr und können die Aussicht auf die Stadt viel besser genießen. Der Rest des Weges geht nur noch Bergab und wir können fast bis zum Wohnmobil durchrollen. Jetzt ist es dunkel und nur das Meer ist zu hören.

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