Einstimmung auf den Herbst

Die wundervolle Kapelle

Die wundervolle Kapelle

Freier Blick

Freier Blick

Der Blick über die Bucht von Douarnenez

Der Blick über die Bucht von Douarnenez

Abendstimmung

Abendstimmung

Die Traumbucht

Die Traumbucht

Am Pointe de Toulinguet

Am Pointe de Toulinguet

Die Tage werden jetzt merklich kürzer und besonders der Morgen fängt hier sehr spät an. Kein Wunder , denn wir sind ein paar Grad westlich von Greenwich und somit ist bei gleicher Uhrzeit der Tag nach hinten gerutscht. Merken tun wir das natürlich nur wenn wir auf die Uhr schauen. Also lassen wir das, der Tag geht auch ohne Uhrzeit vorbei.
Wir haben Abschied von Quiberon genommen, haben unsere Gemüsevorräte bei Gwenola und Yves aufgefüllt und sind über Lorient an die Bucht von Douarnenez gefahren. Wisst ihr eigentlich das in der Bucht die versunkene Stadt Ys liegen soll? Manchmal hören sogar die Fischer die Kirchenglocken in der Tiefe läuten! König Gradlon war ein guter und sehr beliebter Herrscher und sein Volk lebte in Hülle und Fülle. Seine Tochter Dahout soll sich jedoch mit dem Teufel eingelassen haben, dem sie die Schlüssel der Schleusentore gab. Ys versank daraufhin am nächsten Morgen in den Fluten. König Gradlon konnte sich aber gerade noch retten, in dem er seine verräterische Tochter, auf geheiß einer himmlischen Stimme, in die Fluten zurück stieß. Erst als das Meer Dahut als Opfergabe bekam, zogen sich die Fluten wieder zurück. König Gradlon baute daraufhin die Stadt Quimper mit dem Heiligen St. Corentin wieder auf.
Wenn wir auf die Bucht von Douarnenez schauen, mögen wir uns kaum vorstellen, das hier solche Flutwellen sein können. Bei Flut hebt sich ganz langsam der Wasserspiegel und drängt in die weite Bucht vor, um anschließend wieder ganz langsam und gemächlich zu sinken. Weite Spaziergänge können wir am Strand bei Ebbe machen und die herrliche Dünenlandschaft bewundern. Der Blick auf die Bucht wird malerisch durch das Cap de Chévre und dem Cap Sizun eingerahmt, und die Kapelle hinter den Dünen scheint über das Land und das Meer zu wachen.
Ein paar Kilometer weiter gen Norden kommen wir an dem höchsten Berg der Bretagne, dem Menez Hom, vorbei. Wir lassen ihn aber rechts liegen denn es schifft sowieso wie aus Eimern. In Crozon füllen wir unsere Vorräte etwas auf, da hier der einzige Wochenmarkt zu dieser Zeit ist. Die Regenschirme kommen das erste mal richtig zum Einsatz, wir stehen geduldig an einem kleinen Gemüsestand an und warten bis eine liebe kleine Omi ihren Wochenvorrat eingekauft hat. Es ist kein gewöhnlicher Stand, sondern ein Stand eines Gemüsebauern. Es gibt das zu kaufen was das Land her gibt und die Sellerie sind in Zeitungspapier eingeschlagen. Das hat Stil! Am Stand gegenüber gibt es Bioeier und der langhaarige Typ reibt sich die Arme weil es so ungemütlich feucht und windig ist. Daneben gibt es Ziegenkäse, den wir natürlich auch gerne mit nach Hause nehmen.
Unser Ziel liegt aber noch etwas weiter auf der Spitze, wir fahren nach Camaret und hier bleiben wir auch ein paar Tage. Camaret gehört zu den Highlights. In Camaret gibt es dieses geheimnisvolle „Bretagnelicht“ das wir nur an ein paar Orten finden und das auch Gaugin und viele andere Künstler in ihren Bann zog. Weite Heide überzieht die Caps die jäh und schroff zum Meer herabstürzen. Türkis leuchtet das Meer und schneeweiß sind die Schaumkronen. Es ist ein phantastisches Farbenspektakel!

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