Finca-Caravana

Wir verabschieden uns von Oliva und machen uns auf den Weg zur Finca-Caravana, irgendwo zwischen Caudete, Yecla und Almansa, irgendwo ist genau der richtige Ausdruck für dieses Fleckchen Erde.

Die Finca-Caravana

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Allrad

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Unimog

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Weinstöcke

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Olivenplantage

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Das Finca-Caravana Kochstudio

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Zusammensitzen

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Die geladenen Gäste der Finca-Caravana

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Abschleppdienst

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Reichlich Schnee!

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Franze friert und will nach Afrika

Wir haben uns entschlossen etwas zügiger voran zu kommen und wählen eine Strecke die uns teilweise über die Autovia 7 führt. Die Alternative wäre eine totale Gnidelstrecke, für die wir einiges an Zeit mehr gebraucht hätten. Aber die gewählte Strecke ist auch schön. Bei La Font de la Figuera verlassen wir die Autobahn um ein Dreieck abzuschneiden. Die Idee haben aber auch alle LKW-Fahrer. Aber es sind nur ein paar Kilometer bis zur A31 und dort biegen die LKW’s alle Richtung Süden ab. Jetzt sind wir alleine auf der Straße und bei Caudete biegen wir von der Umgehung auf eine kleine Provinzstraße ein, auf der wir, wegen der Schlaglöcher, maximal 50 kmh fahren können, außerdem ist sie nicht gerade breit. Uns kommt aber nur ein PKW entgegen, mit mehr ist auch nicht zu rechnen. Genau hinter der Landesgrenze Castillien-La Mancha und Murcia geht es rechts zur Finca-Caravana rein. Jetzt sind es nur noch ein paar Meter Schotterpiste bis wir dort sind. Begrüßt werden wir von mehreren Hinweisen zur Finca-Caravana. Als wir auf dem Platz einrollen stehen dort drei oder vier andere Weltenbummler.
Kaum sind wir aufgetaucht kommt Franze uns auch schon entgegen und es gibt eine super Begrüßung und ein kleines Körbchen mit getrockneten Feigen, Pflaumen und Mandeln. Er lädt uns auch gleich zu einem marokkanischen Essen zwei Tage später ein. Das Angebot nehmen wir natürlich gerne an.
Franzes bunter Fahrzeugpark und seine Umbauten beleben das Bild in dieser Einsamkeit gehörig, die Farbkleckse und die vielen liebevollen Utensilien beleben den Platz ungemein. Die Ruhe drückt auf die Ohren, besonders wenn man gerade Auto gefahren ist. Das brauchen wir jetzt auch und wir bemerken so nebenbei wie unruhig es doch an der Küste ist. Wir freuen uns hier zu sein. Es geht alles viel langsamer so scheint es und selbst der Mond lässt sich Zeit, am Abend sein Gesicht über die Berge zu erheben.
Es ist kalt hier oben und ein unablässiger Wind weht über die Hochebene und lässt es noch kälter erscheinen. Mit Sommerklamotten hat man hier im Winter verloren. Unser Ofen läuft die ganzen Tage und Nächte durch. Es ist herrlich mal wieder Temperaturen um den Gefrierpunkt zu erfahren.
Viel unternehmen wir nicht, wir gehen jeden Tag unsere obligatorische große Runde in die südliche Richtung, also Feldwege auf denen wir gemütlich nebeneinander gehen können. Das lieben wir zur Zeit. Es geht zwischen Wein-, Oliven- und Mandelfelder hindurch und der Weg schlängelt sich in rechtwinkligen Kurven durch die Äcker. Richtung Norden ist es auch toll, aber die Wege müssen etwas aufmerksamer gegangen werden.
In einer alten Ruine finden wir einen kleinen Kindertrecker der einfach weggeworfen wurde, und der farblich zu Franzes Fuhrpark passt. Wir überreichen ihn als wir zum gemeinsamen marokkanischen Essen gehen. Franze hat jetzt ein Fahrzeug mehr zu betüddeln. Am nächsten Tag entdecken wir noch den kleinen Liebesdrachen Grisou, er wacht jetzt, zusammen mit ein paar anderen Kumpels, über die Finca Caravana.Es waren wieder sehr schöne Tage hier und der Abschied fällt uns schon schwer, aber wir haben noch weitere Ziele. So beschließen wir ein paar Tage später auf der Heimreise einfach einen kleinen Umweg über die Finca-Caravana zu machen.
Gestern hat Franze uns übrigens ein paar Bilder zugeschickt, denn die Finca-Caravana ist vom Schnee komplett zugedeckt. Irgendwie hätte ich es ja gerne miterlebt, aber der Gedanke daran, das es auch wieder weg taut und eine ziemliche matschige Sauerei hinterlässt, trösten mich dann doch etwas. Auf jeden Fall haben Franze und Roland alle Hände voll zu tun, denn mit ihnen reisen auch noch ein paar Hühner und Kaninchen. Die müssen versorgt werden und auch vor der Kälte geschützt werden. Was noch aufwendiger ist das der steife Wind alles was nicht richtig festgezurrt ist mit der Zeit los rappelt und dann weg weht. Die Beiden halten dann rund um die Uhr Wache. Sie werden aber auch diese Prüfung bestehen. 😉
Upps, ich habe das Essen vergessen. Wir werden mit einer leckeren Suppe versorgt und das Hauptgericht wird aus aus der marokkanischen Tajine serviert. Franze und sein Freund Roland bewirten uns vorzüglich und so verleben wir zusammen mit unseren neuen Freunden ein paar wundervolle gemeinsame Stunden, bevor wir uns alle wieder in verschiedene Himmelsrichtungen auf den Weg machen.

Vielen Dank Franze und Roland für die liebevolle Aufnahme auf der Finca-Caravana

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