Les Saintes Maries de la Mer

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Die Kirche von Les Saintes Maries de la Mer

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Cabane

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Roulotte und Camarguepferd

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Markt in Les Saintes Maries de la Mer

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Am langen Strand

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Himmlisches Farbenspiel

Wir haben noch etwas zu erledigen in Les Saintes Maries de la Mer, was wissen zwar auch nicht, aber das Gefühl ist da und so bleiben wir heute noch.
Gestern war Markt und wir haben uns gut eingedeckt. Wir sind ja jedes mal hin und weg wie toll das Gemüse im Süden im Winter schmeckt. Es sind nur wenige Marktstände auf dem Riesenplatz, der im Sommer immer prall voll ist, aber das macht nichts. Wir interessieren uns nur für gutes Gemüse. Die gegrillten Gockel, die Büstenhalter und den Matratzenhändler lassen wir links liegen und wir füllen unsere Taschen mit Grünzeuchs.
Heute fahren wir mit dem Rad mal zum Tiki, das andere Ende der Stadt, wo die kleine Rhone in das Mittelmeer fließt und ein Ausflugsschiff den Fluss erkundschaftet. Jetzt natürlich nicht, Alles ist verrammelt und sieht ziemlicht trostlos aus und die Anwesen liegen wie in einem Dornröschenschlaf. Auf dem Rückweg entdecken wir einen kleinen Reitweg der uns bisher unbekannt war und der hinter den kleinen Cabanes (strohgedeckte Hütten) entlangläuft. Hier steht sogar noch eine Roulotte, ein romantischer Zirkuswagen oder ein Wagen wie die Zigeuner ihn hatte. Ja, in der Tat, Les Saintes Maries de la Mer ist die Stadt der Zigeuner, zumindest Ende Mai bei der großen Zigeunerwallfahrt zu Ehren der Heiligen Sarah. Einmal haben wir es miterlebt und es ist wirklich ein heftiges und lautes Spektakel. So wird es heutzutage sicher immer noch sein.
Die Stadt ist heute, am Samstag sehr viel belebter und die Menschen genießen die schon warmen Sonnenstrahlen, obwohl wir noch diesen eisigen Nord-Ost haben. Am Nachmitag geht es noch einmal mit dem Fahrrad die Piste entlang und wir erinnern uns an die Klärteiche und die brennende Müllkippe die damals ihre unheimlichen schwarzen Rauchwolken über den Strand schickte. Das ist zum Glück vorbei, wo der Müll jetzt aber bleibt wissen wir nicht. Wir entschließen uns am Strand entlang die 5 Kilometer zurück zu schieben. Der Sand ist hier ganz dunkel, dunkelgrau aber sehr fein. Durch den ablandigen Wind haben sich direkt am Meeressaum kleine Sanddünen gebildet über denen die Sandkörner fegen um vom Wasser verschlungen zu werden. Ein Spiel das sich schon seit tausenden Jahren wiederholt. Muscheln finden wir hier nur Wenige, dafür aber viel Treibgut, besonders viel altes Holz aus dem man sicher etwas schönes basteln könnte. Als wir am Wohnmobil ankommen sind wir überrascht wie warm es drin ist, die Sonne hat heute wirklich gute Laune gehabt und sie hat sich mit einem prachtvollen  Abbendhimmel von uns verabschiedet. Wir haben aber Wichtigeres zu erledigen. Es soll Fischfilet auf Mangold geben und mein Magen gibt die ersten Vorwarnungen zum Hungergefühl aus!

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