Ne richtige Mütze voll Wind und ordentlich rumkokeln

CabodeGata016

Die lange Küste von Cabo de Gata

Heute morgen als wir aus dem Fenster schauten sah es so aus als ob Saharasand über das Meer getrieben wurde, es war aber ganz etwas anderes. Es ist ein herrlicher Morgen, die Sonne ist gerade aufgegangen und es durftet nach leckerem Kaffee aus der Hansestadt Hamburg. Wir genießen unser kleines Frühstück bei schaukelndem Wohnmobil, nein es treibt nicht im Wasser, es ist der Wind der an der Karre zerrt wie nichts Gutes. Ich habe beschlossen eine kleine Fahradtour zu unternehmen. Zuerst mit Rückenwind entlang der Küstenstraße bis zum Leuchtturm von Cabo de Gata und dann noch weiter zum Vela Blanca auf 212 m. Der Rückenwind ist ja prima, wie ein E-Bike, aber bei den ersten Steigungen ist das natürlich verpufft. Ich schleppe mich im ersten Gang hoch und die Zunge kommt fast in die Speichen. Die Straße wird an einem Punkt sehr schmal so dass hier nicht mal mehr die Busse durchfahren, die Insassen werden dann auf die Straße geschmissen und ich muss aufpassen das mir Keiner vor das Rad läuft, dafür werde ich mit klatschen und Jubelrufen empfangen, ich glaube die alten Herrschaften hatten ordentlich einen im Tee. ;-). Zum Leuchtturm geht es dann runter im Eiltempo, nur ab und an mal anhalten und die Aussicht genießen, das blaue Meer und die weißen Wellenkämme die heute richtig mächtig auftrumpfen. Den Leuchtturm lass ich rechts liegen, da gibt es in der Bretagne viel Bessere, und schon bginnt der letzte Anstieg zum Vela Blanca. Serpentinen, wieder im ersten Gang und wieder auf die Zunge aufpassen. Die Aussicht wird immer grandioser und ganz oben als Belohnung der Ausblick auf die andere Seite, nach San José rüber zu den Stränden Monsul und Media Luna. Die Aussicht ist umwerfend und genau so umwerfend ist auch der Wind hier oben der fürchterlich an mir herumzerrt. Auf der Rückfahrt nehme ich eine etwas schwierigere Strecke, nämlich den Wanderweg der über eine „Unvollendete“ führt. Eine Unvollendete nenne ich eine Straße deren Bau begonnen aber nie abgeschlossen wurde, derer es hier recht Viele gibt. Also teils schieben, teils fahren und am Schluss ein Taleinschnitt herunter weil die Straße dort unterbrochen ist. Es ist verdammt steil, das Geröll unter den Füßen wiederlich rutschig und das Hinterrad will mich etliche Male überholen. Irgendwann bin ich dann aber wieder auf der schnurgraden Küstenstraße und kämpfe gegen den Wind an. Ja und was ist jetzt mit dem Saharasand? Nein, es ist kein Sand, es ist ein Wald und Buschbrand der in Alhama de Almeria ausgebrochen ist. Da wollen wir Morgen eigentlich hin. Mal sehen was daraus wird…. Ich muss jetzt ja nichts weiter sagen? Müde….Eis…..Bettttttt

 

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