Noch ein mal nach Tibet, aber zu Zweit!

Oselling038aO Sel Ling, das buddhistische Zentrum lässt Heike nicht los, sie möchte zu gerne dort hin, sie möchte die Aussicht und die Ruhe genießen.
Eigentlich wollten wir schon aufgebrochen sein, Richtung nach Hause aber wir verlängern locker noch einmal und so gönnen wir uns diesen Ausflug in die Welt die so anders ist.
Wir nehmen den Linienbus und nach viel Recherche im Internet soll wohl auch einer um 11:15 fahren, Richtung Trevelez. Wenn man dem Fahrer Bescheid sagt würde der uns an der Eremetria de padre Eterno raus lassen, so erzählt man uns.
Wir stapfen also rechtzeitig nach Orgiva hoch und harren der Dinge an der Bushaltestelle. Um 11:15 ist kein Bus weit und breit zu sehen, obwohl er könnte sich ja auch bei dem Osterverkehr verspäten oder fährt er Ostern überhaupt? In und um die Bushaltestelle ist kein Fahrplan zu finden, außer Plakate oder Kritzeleien. Heike spricht mit einer Frau und sie zeigt in das Geschäft zwei Meter von uns entfernt und siehe da, der Fahrplan und zwar so groß das sogar ein Elefant keine Lesebrille braucht! Nach genauer Erkundung des selben erfahren wir dann auch das der Bus um 11:30 abfährt und das auch an einem Sabado (Samstag)!

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Der unauffällige Busfahrplan

Der Fahrer nickt freundlich als ich ihn frage ob er uns bei dem Padre Eterno herauslassen könnte und ich hoffe das er mich auch verstanden hat. Egal, sonst fahren wir nach Trevelez. 🙂
Die Straße ist klasse, denn sie windet sich in vielen Serpentinen immer höher und wenn ich selber nicht am Steuer sitze kann ich die Aussicht so richtig genießen. Vor Carataunas lässt der Busfahrer auch noch an freier Strecke eine Frau raus die so mit Tüten und Rucksack beladen ist das sie kaum laufen kann, na ja es ist Ostern. Wir kommen einiger Zeit an der Eremetria an und wir können uns auf die nächste Etappe, den Fußmarsch freuen.

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Die Eremetria Padre Eterno

Die Piste lässt sich hervorragend laufen, nur der Verkehr, es ist Ostersamstag, nervt doch, da es staubtrocken ist und die Autos natürlich ordentlich von dem Zeugs aufwirbeln. Faulpelze denke ich, wir laufen immerhin zu Fuß! Als wir den Pferdehof mit den toll blühenden Bäumen erreichen denke ich das es ja so langsam mal etwas kühler werden könnte, denn wir sind ja immerhin schon auf 1150 m Höhe. Aber weit gefehlt, es wird gefühlt immer wärmer!

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Die blühenden Bäume

Nach unzähligen Kurven und immer steiler werdendem Weg kommen wir endlich an dem buddhistischem Zentrum O Sel Ling an.

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Heike neben dem Dalai Lama

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Im Eingang!

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Heike freut sich und ich auch!

Es ist wieder so wundervoll ruhig, nur ein paar Vögel zwitschern sonst hören wir nur Stille.

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Eine Gebetsfahne vor der großen Gebetsmühle

Überall wehen die Gebetsfahnen in allen Farben im Wind und strahlen eine Heiterkeit und irgendwie eine Art  Sehnsucht aus.

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Die große Gebetsmühle

Wenn Heike die große Gebetsmühle in Drehung versetzt wird ein kleines Glöckchen angeschlagen, bis sie zur Ruhe kommt, die Glocke der Achtsamkeit!

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Golden throne ich über die Welt

Die Zeit scheint still zu stehen in dieser Ruhe und Abgeschiedenheit

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Die große Stupa

Heike genießt es sehr hier oben zu sein,

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Heikes Weitblick

in der Ruhe, der Einsamkeit und so nahe dem Jetzt!

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Der Blick bis nach Afrika

Die Aussicht in die Ferne, der weite Blick der fast schon hypnotisch wirkt hält uns lange im Bann oder ist es eine tiefe Meditation?

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Fast wie in Tibet

Alles andere erscheint klein und weit entrückt. Hier können wir gedankenlos sein an diesem himmlischen Ort!

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Friede und Lebensfeude!

Die Gebetsfahnen begleiten uns bei unserem Rundgang auf Schritt und tritt.

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Die kleinen Gebetsmühlen

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Die kleinen Gebetsmühlen am Eingang

Wir schauen noch einmal in das Empfangsgebäude das aber noch verschlossen ist. Es öffnet erst in einer viertel Stunde und da wir nicht wissen wie lange wir für den Weg herunter gebrauchen machen wir uns lieber so langsam auf den Rückweg, außerdem ist es irgendwie noch wärmer geworden und ich merke wie meine Nase schon „die Nase voll hat“ von der Sonne. Ganz unten sehen wir wie feuchte Luft von der See in das Land herein zieht und sich wie Nebel in den Tälern verbreitet dort scheint es kühler zu sein?

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Unser Rückweg

Der Rückweg wird richtig hart und selbst ich spüre jeden Schritt, die Sonne brennt auf uns herab, das haben wir komplett unterschätzt. Wir haben Pullover und Regenjacke eingepackt, aber das es so werden würde haben wir nicht gedacht.

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Die blühenden Bäume

Es geht wieder vorbei an den wundervoll blühenden Bäumen, immer weiter herab bis zu der Abkürzung, den Wanderweg nach Soportujar. Wir kommen kurz oberhalb der Abzweigung von der Hauptstraße nach Soportujar heraus und habe nur noch etwa einen halben Kilometer zur Bushaltestelle. Eigentlich müsste gleich ein Bus kommen und irgendwie ist es schon komisch, denn von einer richtigen Haltestelle ist nichts zu sehen nur ein weißgetünschter Bau mit einer Holzbank. Wir sind gespannt und nach nur ein paar Minuten rollt der Bus ein. Er hält mitten auf der Kreuzung wir springen hinein. Das hat dann auf die viertel Stunde geklappt. Maßarbeit! Unten in Orgiva haben wir nur noch die 2,5 Kilometer bis zum Campungplatz nach. Unsere Freundin Lynda kann es gar nicht glauben das es dort oben so heiß war, denn hier unten war es wohl richtig frisch und auch diesig.

Es war ein wundervolles Erlebnis welches wir Zwei hatten und wir sind so dankbar da für!

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