Sur le pont d’Avignon

Avignon002

Über den Dächern Avignons

Das ich einmal in Avignon lande hab ich mir auch nicht träumen lassen. Zum Einen bin ich absolut kein Stadttyp und zum Anderen konnte ich mir nicht vorstellen das wir so schön und so dicht etwas zum Stehen bekommen würden.
Den nagelneuen Womo-Stellplatz haben wir abgehakt weil der total abgesoffen ist, laut liegt und auch noch 11 Euro ohne nichts kostet. So stehen wir auf einem Campingplatz auf der Île de Barthelasse, etwa 600 m vom Stadtzentrum entfernt.
Die Sonne scheint von einem fast wolkenlosen Himmel aber es ist kalt, verdammt kalt, denn der Mistral fegt mal wieder mit 6 Bft das Rhonedelta herunter. Das Licht ist aber göttlich und wir saugen die Sonnenstrahlen förmlich auf. An der Promenade sind die Stadtarbeiter dabei den Schlamm des Hochwassers der vergangenen Tage von den Wegen zu spülen. Gestern waren die Wege überhaupt noch nicht zu sehen. Das Hochwasser kommt und geht hier verdammt schnell!
Wir beschließen uns den Papstpallast anzuschauen. Leider ist es mal wieder nicht so wie wir es uns gewünscht haben. Irgendwie sind wir nur durch leere riesige Räume getapert. Nicht einmal ein Plätzchen um die Seele baumeln zu lassen oder etwas zu meditieren haben wir gefunden. Beeindruckend ja, aber das Feeling für die damalige Zeit fehlt gänzlich. Dann sollte man sich lieber den Film Der Name der Rose anschauen, der ist wenigstens in Farbe! Nicht einmal der kleine Garten ist ein Garten, sondern nur ein nicht weiter beachteter Rasen. Die Liebe zum Detail fehlt da total und man merkt das es eine professionelle Einrichtung ist bei der nur Massen an Touris durchgereicht werden, schade! An der frischen Luft werden wir allerdings entschädigt, kein Wunder bei dem tollen Wetter! Wir haben wieder einen grandiosen Blick über die Rhone hinaus bis zu den schneebedeckten Ausläufern der Alpen.
Auf der weltbekannten Brücke Pont Saint-Bénézet (Das Volkslied Sur le Pont d’Avignon) sind wir natürlich auch gegangen und haben das braune Wasser, was hier förmlich vorbeischießt bewundert. Die Brücke ist wirklich ein imposantes Bauwerk, denn immerhin wurde sie bereits im 12 Jahrhundert mitten in die Rhone erbaut und der erhaltene Teil ist nur ein Bruchteil.
Heute Abend sind wir noch einmal am Rhoneufer gewesen und haben Avignon eine gute Nacht gewünscht.

 

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