Und weiter geht’s

Seit dem Mont Saint Michel ist jetzt schon eine ganze Zeit verflogen, aber ich hatte absolut keinen Bock etwas zu schreiben. Wir haben lieber die Sonne genossen.

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Archivbild mit Heike, Jule und Peggy Sue am Cap Fréhel

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Sonnenuntergang über unserer Badebucht

Als ersten Anlaufpunkt haben wir Cap Fréhel ausgesucht. Dort haben wir uns, in dem am zum Cap nächsten, Campingplatz nieder gelassen. Der einzige Stellplatz ist zwar umsonst aber auf dem CP stehen wir viel schöner und haben über die Straße rüber direkten Strandzugang.
Das Cap Fréhel ist wirklich einmalig, die steilen Klippen, das smaragdfarbene Meer, die vielen Meeresvögel und die typische flache Heide machen das Besondere dieser Küste aus. Auf der Westseite finden wir malerische Sandbuchten und zum Fort La Latte dehnt sich die majestätische Felsküste aus. Auf dem Zipfel dominiert die Heide, die in kleine Waldflächen und landwirtschaftliche Nutzflächen über geht. Leider wird hier viel Futtermais angebaut der so hoch ist das man sich, wenn man die Wege entlang radelt, sehr einengt fühlt. Am schönsten ist es aber wirklich im Frühjahr oder im Herbst, wenn frisches Schauerwetter über die Bretagne zieht, dann explodieren die Farben förmlich und hier auf dem Zipfel ganz besonders!

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Die Küste bei Le Diben

Wir machen wieder einen großen Sprung und landen in le Diben, besser bekannt ist der Point de Primel gleich gegenüber. Wir treffen uns hier mit unserer englischen Freundin Lynda auf dem kleinen Campingplatz von Nicole. Die steilen Küsten finden wir hier nicht mehr, aber der GR34, der Küstenwanderweg, windet sich natürlich auch hier hinauf und hinab. Die großen Felsen im Wasser bieten gerade zum Sonnenuntergang ein malerisches Bild. Hier haben sich im Laufe der Zeit die seltsamsten Felsformationen gebildet die die Kreativität unseres Mutterplaneten in ihrer ganzen Schönheit zeigen.

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Felsen und Meer bei Le Diben

Am Hafen bekommt man so um 15:00 bis 16:00 Fisch direkt vom Kutter, was wir aber irgendwie verpennt haben. Am Sonntag ist im nächst gößeren Ort Markt und wir können mit Nicole, Lynda und mit noch einer Campingbesucherin zusammen dort hin fahren. Wir decken uns mit Obst und Gemüse ein und die anderen Damen stöbern zwischen Klamotten, Schuhen und Kupferarmbändern herum. Die nächsten Tage haben wir futtermäßig ausgesorgt und genießen das baden und das Teetrinken unter den Apfelbäumen des Campingplatzes.

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Felsenchaos bei Meneham im Abendlicht

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Das Felsenhaus

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Sonnenuntergang bei Meneham

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XXL Felsen bei Meneham

Jetzt sind wir noch weiter westlich, an Roscoff vorbei, in Meneham gelandet. Es ist für uns der schönste Ort an der Nordküste der Bretagne. Wir hatten vor vielen Jahren in einem alternativen Reiseführer die Geschichte über den Untergang des Supertankers Amoco Cadiz gelesen und dabei den Hinweis auf Meneham als einen gottverlassenen Flecken inmitten einer Felsenlandschaft. So war es auch. Wir konnten direkt auf der Klippe stehen und die Nebenerwerbsfischer brausten mit Trecker und Anhängern, auf denen die Boote lagen, direkt an uns vorbei. Sie begafften uns als wenn wir vom Mars gekommen wären. Die Ruinen der Fischer sind sind in den letzten Jahren liebevoll „überrestauriert“ worden, wie wir finden, und touristisch hochgepuscht worden. Meneham ist jetzt bekannt geworden und dementsprechend ist hier auch Trubel. Im Vergleich zur Chichiküste um Quiberon aber ein Witz.
Wir lassen uns auf dem wiedereröffneten Campingplatz nieder, haben freies WLan, warme Duschen und können Wäsche waschen. Sonst ist hier aber nichts, keine Kneipe, kein Bäcker, ach doch bei den restaurierten Fischerhäusern ist ein Restaurant das jetzt sogar noch auf hat. Da wir aber nicht essen gehen nutzt uns das wenig.
Viel eindrucksvoller sind die vielen Felsen mit ihren erotischen Rundungen. Sie liegen nicht nur im Meer, umgeben von feinstem Sandstrand, nein im Land sind sie auch verstreut und teilweise sind die Häuser direkt dort ran gebaut worden.
Heute ist in Brignogan Plage Markt und wir fahren mit den Fahrrädern die fünf Kilometer direkt an der Küste zum einkaufen. Der Weg führt uns vorbei an dem kleinen Leuchtturm, dem Semaphore und dem alten ehrwürdigem Hotel, bis wir auf verwundenen Wegen Brignogan Plage erreichen. Der Markt ist so wie wir ihn uns wünschen, denn es gibt hier Biogemüse direkt vom Bauern und das bei drei Ständen, ein Traum für Grünzeugsverehrer!
Heute ist es das erste mal etwas bedeckt, das tägliche baden wird wohl ausfallen, ebenso den Sonnenuntergang guggen.

Am Sonntag geht es weiter nach Gourin. Seit sechzig Jahren wird dort ein Fest, oder besser ein Wettstreit unter Musikern, Tänzern und Sängern ausgetragen. Sonntags ist immer der Höhepunkt, bei dem auch meist sehr bekannte bretonische Musiker auftreten. Wer bretonische Musik mag sei dieses Fest empfohlen.

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