Versteh ich die Welt nicht mehr?

CapBretone013Ich bin ein Nachkriegskind. Zwölf Jahre nach dem furchtbaren Weltkrieg habe ich das Licht der Erde erblickt, hinein in eine hoffnungsvolle Zukunft. Ich habe nie Not leiden müssen und die Schneekatastrophe war schon ein einschneidendes Erlebnis. Ich bin an der Hippiebewegung lang geschrabt und habe die Friedensbewegung kommen und gehen gesehen. Das waren Bewegungen die auf Hoffnung und Liebe aufgebaut waren. Die Hoffnung, auf das der ewige Frieden und die Freiheit auch auf der Erde einmal Einzug halten mögen.
Die grenzenlose Liebe der Menschen über alle Grenzen hinweg war unser höchstes Streben.
Und jetzt?
Ich sehe sehr viel Hass, Zukunftsangst und Neid um mich herum.
Woher kommt sie und wie sollen wir damit umgehen?
Haben wir uns von den Mitteln demontieren lassen, die wir in den 60/70/80er Jahren so verteufelt haben?
Sind wir uns untreu geworden? Unseren Idealen? Sind wir zu Egoisten degeneriert, die immer erst einmal auf den Anderen zeigen? Sind wir müde geworden? Sind wir schwach geworden? Oder sind wir sogar krank? Vielleicht sind wir sogar infiltriert worden? Sind wir etwa nur noch Marionetten?Von allem etwas glaube ich. Uns wird viel vorgegaukelt was wir schließlich für bare Münze nehmen und unser Leben richten wir danach aus. Wir sind schwach geworden weil wir uns unbeeindruckt leiten lassen ohne es kritisch zu hinterfragen. Statt dessen rennen immer mehr Menschen blindlings irgendwelchen hirnlosen und menschenverachtenden Parolen hinterher. Das ist ja auch schön einfach aber solche Sprüche haben meine Eltern in ihrer Jugend auch von einem gewissen Herren zu hören bekommen und der ihnen letztendlich so viel Leid zugefügt hat!
Statt im Frieden zusammen zu stehen, werfen wir uns also gegenseitig Haßparolen an den Kopf?
Es geht auch anders und ich glaube ganz unbemerkt steigen immer mehr Menschen in eine höhere Bewustseinsebene vor. Es wird nur nicht bemerkt, keine Medien berichten davon, weil nichts zu berichten ist. Es passiert einfach so, lautlos und ohne viel Aufsehen. Es steht auch nicht irgendeine Bewegung oder Überzeugung da hinter, kein Guru und erst recht keine Drogen. Es passiert einfach, es ist einfach so.
Wie das geht? Fange an damit! Wenn du einen Raum betrittst sage einfach bewusst und freundlich lächelnd Guten Tag. An der Kasse beim Einkaufen machst du es genau so. Oder du hilfst jemandem der schwächer ist. Schau den Menschen in die Augen! Du wirst erstaunt sein was du zurück bekommst. Das kann schon ein Einstieg in die neue Welt sein!

Es stimmt, ich verstehe die Welt nicht mehr. Ich brauch und ich will sie auch nicht verstehen, denn das kostet unglaublich viel Kraft! Aber ich werde ein klein wenig aktiv um diese Welt ein klein wenig zu verbessern und jeden Tag wird dieses „klein wenig“ immer größer!

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2 Kommentare zu Versteh ich die Welt nicht mehr?

  1. Iduna sagt:

    Ach Hänschen,
    das hast Du so schön geschrieben.
    Danke, dass es Dich gibt.
    Danke, dass ich zwei so wunderbare Menschen, wie Dich und Heike, kennenlernen durfte.
    Habt eine schöne Zeit.
    Heezliche Grüße,
    Iduna.

  2. Wir sind jetzt fast ein halbes Jahr in Nordamerika unterwegs. Vom 1. Tag an begeistert und erstaunt uns die unglaubliche Höflichkeit und Freundlichkeit der Menschen hier, sowohl untereinander als auch ganz besonders zu uns, den „Gästen“. Immer wieder werden wir in ihrem Land (egal ob USA oder Kanada) willkommen geheißen. Diese freundliche Gelassenheit und Zugewandtheit ist nicht, wie oft unterstellt wird, aufgesetzt, sondern wirklich echt. Irgendwie haben es die Nordamerikaner geschafft, einen Umgang miteinander in Achtung und Akzeptanz aufzubauen und zu erhalten. Und das betrifft nicht nur die Erwachsenen, sondern auch die Jugendlichen und Kinder. Das „Klima“ hier ist sehr wohltuend und steckt an.

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