Die Zeit läuft langsamer

Der Hafen von Le Diben

Ja, es ist wirklich so. Es gibt Orte an denen die Zeit langsamer vergeht. Sie sind gar nicht so weit entfernt, man muss nur das Gefühl dafür entwickeln sie zu finden und bereit dafür sein diese Zeitbremse zuzulassen.

Ein kleiner Ort in der Nordbretagne, unscheinbar und kaum bekannt, zwischen felsigen Hügeln und romantischem Hafen. Die Wellen umschäumen die Felsen bei Ebbe und bei Flut, die kleinen Kutter fahren hinaus zum Fang zwischen diesem Durcheinander an Wasser und Gestein das man nur kennen kann wen man hier lebt. Der romantische Wanderweg führt entlang der Küste, vorbei an Buchten, wundervollen Häusern und kleinen Waldstücken. Farnkraut, Heidekraut, Schlehen und die Brombeere begleiten den Wanderer. Alles ist eingetaucht in ein Licht das es nur hier gibt, ein sattes Gelb, warm herzlich, leuchtend und klar aber auch mystisch und verhüllend. Wer lauscht kann sie hören die Stille die nur von dem Wellenschlag des Ozeans unterbrochen wird, das andauernde atmen des Meeres.

Steinkunst

Grau sind die Felsen, im Sonnenlicht erwacht aber ein Leuchten in Ihnen und um sie herum und ein angenehmes und warmes gelb-orange scheint aus ihnen zu strahlen. Sie sind überall, im Meer, an der Küste und auch im Land. Oft sind sie zu irren Formationen angehäuft die unwirtlich auf die See hinausstarren, schon seit Menschengedenken tun sie das und sie sagen uns wie klein die Menschen sind, denn sie haben bereits so viel gesehen, so viel erlebt wie wir es gar nicht erfassen können. Es bleibt uns verschlossen, es sind ihre Geheimnisse und so wird es auch bleiben

Frischer Fisch direkt vom Kutter
Frischer Fisch direkt vom Kutter

In einer geschützten Bucht liegt der kleine Hafen. Es ist Ebbe, die Fischerboote dümpeln hier tief unten an der Kaimauer und die Freizeitskipper lassen ein Schlauchboot auf der Slip zu Wasser und freuen sich auf eine Angelfahrt. Ein paar Alte diskutieren über Gott und die Welt. Wenn man zur rechten Zeit hier ist kann man auch eine Fahrt auf einem Ausflugsschiff mit machen das zu der Festungsinsel Château du Taureau in der Bucht vor Roscoff liegt dann ist hier kurzfristig etwas mehr los aber wenn das Schiff den Hafen verlassen hat dann kehrt wieder diese gelassene Ruhe ein.  Aber auch Nachmittags wird es geschäftig wenn die Fischkutter wieder ihren Heimathafen ansteuern. Aus allen Ecken und Enden strömen Menschen herbei, Autos rollen auf den Parkplatz und es deutet auf ein besonderes Ereignis hin. Wochentags, außer Montags, verkauft hier die Fischerfamilie des Kutters  Les Tontons Flingueurs ihre fangfrischen Fische. Für Fischliebhaber ist es ein Paradies!

Kutterfriedhof

Wie sonst auch überall in Europa verschwinden aber auch immer mehr der kleinen Fischkutter. Di ganzen Auflagen, das Risiko und die harte Arbeit schrecken wohl viele Junge Menschen davon ab die Tradition ihrer Väter weiter zu führen. Am Ortseingang liegen zwei imposante Kutter und zerfallen langsam aber sicher. Es ist die typische Ruhestätte für die Boote in der Bretagne und jetzt in der modernen Welt zu Touristenattraktionen aufgestiegen. Wenn einem etwas an diesen Booten liegt, kann man auch eintauchen in die Energie die sie noch ausstrahlen, aus ihrem Leben als stolze Schiffe mit ihren stolzen Fischern!

Gegenüber, auf der Nordöstlichen Seite des Hafens schiebt sich der bekannte Pointe de Primel in das Meer und die rosa Granitblöcke leuchten in der Sonne mit einem fahlen Schimmer und ergänzen sich so malerisch zu dem azurblauen Wasser des Atlantiks.

Allerdings muss man es selber erlebt haben, die Farben wahrgenommen, der Stille und den Wellen gelauscht haben, den Wind in den Bäumen und die Unendlichkeit des Meeres gespürt haben. Mit Worten kann man es nicht beschreiben.

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Von Felsen, Ufern und dem Blick in die Ferne.

Gedanken zum Leben

Umringt von Felsen, der Blick in die Ferne bleibt Dir verwehrt, nur graue schemenhafte Umrisse füllen Deinen Blick. Es engt dich ein, kein kreativer Impuls dringt aus Dir hervor. So kann Dein Leben aussehen aber Du hast es in der Hand es zu ändern. Heraus aus dem Jammertal und hinein in das Leben. Lass das Alte, Gewohnte hinter Dir. Es hat Dich fast dein ganzes Leben eingeengt, es hat dich umschwärmt und eingelullt obwohl ganz tief in Deinem Inneren etwas steckt das heraus möchte. Etwas buntes, etwas schillerndes, das was du als Kind gelebt hast und du im erwachsen werden vergessen hast, nein es wurde Dir abgewöhnt denn es passt nicht in die heutige Zeit , so jedenfalls meinen wir, das meint die Gesellschaft. Lass einfach die Hüllen fallen und sei das was du sein möchtest, ein Pirat, ein Clown, vielleicht auch Pippi Langstrumpf? Das alles darfst du sein, du musst es nur zulassen! 😉

Wenn Du an einem Ort bist an dem Du auf das Meer blicken kannst dann erfüllt dich ein Hauch von Ruhe, denn die Weite die Du erfährst erstreckt sich auch auf Dein Inneres, es weitet sich aus und eine wohlige Wärme, eine Wärme die du nur hier am Meer oder auf einem Berggipfel erfahren kannst. Es ist die Wärme der Unendlichkeit, es ist die Wärme des weiten Universums, der Leere und zugleich auch der Fülle des Gesamten.

Du kannst diese grauen Felsen die Dich umringen, die Dich eingrenzen nicht entfernen, du kannst sie nicht wegfegen das würde nur Deine Kraft kosten und dich zerbrechen lassen. Du kannst sie aber überwinden oder du änderst einfach deinen Kurs und wirst so einen Weg finden der um die grauen Felsen herumführt. Nur Du musst den ersten Schritt gehen, Du musst aktiv werden und auf stehen. Dein Leben ist begrenzt und es ist dafür da gelebt zu werden, so wie du es Dir als Kind vorgestellt hast. Alles andere um Dich herum sind nur Ketten die Dich fesseln und Dir ein Leben bescheren das du eigentlich gar nicht leben möchtest!

Stelle einfach mal deine materiellen Dinge und Wünsche in Frage und schaue tief in Dich hinein und komme so zur Ruhe, erkenne was für Dich wirklich wichtig ist, nur für Dich, nicht für die Anderen!
Du lebst Dein Leben, für Dich und Deine Familie.
Versuche einfach mal zu reduzieren anstatt anzuhäufen.
Räume auf und lass los was du bisher meintest besitzen zu müssen, nicht nur materiell, sondern auch auf der geistigen Ebene!
Du wirst merken wie befreiend es sein kann.
Habe keine Angst den Anderen gegenüber, denke immer daran: Es ist Dein Leben und nicht das der Anderen!
Vielleicht geht auch der eine oder andere aber wahre Freunde, die du vielleicht niemals als diese erkannt hast werden immer zu Dir stehen, auch in nicht so Guten Zeiten.

Mache etwas daraus, denn deine jetzige Lebenszeit ist begrenzt!

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Cap Fréhel und Fort La Latte

Phare du Cap Fréhel
Phare du Cap Fréhel

Das Cap Frehel und das Fort La Latte gehört einfach zu jeder Bretagnereise. Die gewaltige Küste, die Weite, die Heidelandschaft und diese unbeschreiblich schönen Farben des Lichtes machen regelrecht süchtig.

Cap Frehel und der Campingplatz
Cap Frehel und der Campingplatz

Wir stehen wieder auf unserem Lieblingscampingplatz Camping municipal de Cap Fréhel. Es ist ein kleiner süßer Gemeindecampingplatz wie er in Frankreich noch üblich ist, mit einfacher Ausstattung und unschlagbar günstigen Preisen. Hier haben wir zwar keinen Meerblick aber einmal über die Küstenstraße rüber und der Strand liegt vor uns. Je weiter wir zur Spitze des Caps kommen desto steiler und höher wird die Küste und man kommt gar nicht mehr an das Wasser herunter. Der Wanderweg schlängelt sich um jede Bucht, es geht herauf und runter und der Weg an der Straße wäre schneller aber wir haben es ja nicht eilig. Am Cap angekommen fühlt man sich wie am Ende der Welt, es geht nicht weiter , nur noch Abgründe, das Meer, die Vögel und der Leuchtturm. Es geht weiter auf dem Küstenwanderweg GR34, der an der gesamten Küste entlang läuft. Es ist ein schmaler Pfad mit immer neuen Eindrücken. Zuerst haben wir noch freie Sicht über wundervoll blühendes Heidekraut aber bald ist es zum Land hin verbuscht und voller Farnkraut. Brombeeren wechseln sich mit Schlehenbüschen ab und ab und an zeigt sich sogar mal ein Lorbeerbusch. Es geht wieder rauf und runter und immer entlang der tiefen Einschnitte der Küste. So wird der Weg richtig lang, denn wenn man dem Auge folgen könnte wäre es sicher nur ein Drittel so weit. Von Rechts kommt ein Feldweg an dem ein PKW parkt. Hier muß man genau aufpassen und einen Pfad suchen der herunter führt. Die meisten Wanderer bemerken ihn gar nicht und wenn er nicht gerade frisch frei geschnitten wäre hätten wir sicher richtig Probleme ihn zu finden. Es geht steil abwärts, es ist eng und dornig und wir müssen aufpassen wohin wir treten. Doch plötzlich sind wir unten angelangt, an einem verwunschenen Ort der aussieht wie ein kleiner Hafen. Hier liegen auch ein paar Plastiknußschalen und ein paar Hütten gibt es auch noch. Ich erinnere mich noch an vor etwa 25 Jahren als hier noch Leben war. Nebenerwerbsfischer gingen ihrem gemächlichen Geschäft nach. Heute ist dort nur ein verirrter Tourist und in der Bucht liegen zwei Segelyachten vor Anker. Alles wirkt verlassen und auch etwas verfallen.

Fort La Latte
Fort La Latte

Unser Ziel ist aber das Fort de La Latte und von Oben können wir es schon sehen. Direkt vor der Zuwegung zum Fort ist ein großer Parkplatz der die Touristenmassen aufnehmen muß und von hier aus ist es noch ein gutes Stück des Weges. Es kostet Eintritt und der Herr an der Kasse lässt auch nur eine gewisse Anzahl an Besuchern durch, weil es sonst auf der Burg wohl zum Kollaps kommen würde. Das Fort ist wirklich liebevoll restauriert und hat sich seit unserem letzten Besuch, der schon viele Jahre zurück liegt wirklich positiv verändert. Hier bleiben wir eine Zeit lang und genießen die traumhafte Aussicht.
Zurück geht es über Feld- und Wanderwege direkt zum Campingplatz „nach Hause“

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Auf den Spuren der Küstenfischer

Austernbänke, Cancale
Die Austernbänke bei Cancale

Wie geht es denn jetzt mit unserem Blog weiter? So richtig laufen tut es im Moment ja nicht, eine gewisse schreiberische Leere hat mich umgeben, um es mal in Worte zu fassen. Der richtige Kick an Themen war irgendwie nicht da. Heute Abend hat es dann Klick gemacht und das Thema liegt gewissermaßen schon direkt vor mir: „Auf den Spuren der Fischer“. Die letzten zwei Jahre waren wir ja sehr stark durch die kleine Küstenstadt Büsum inspiziert. Büsum ist ein alter Fischereiort und touristisch stark geprägt. In Schleswig-Holstein ist es jetzt wohl der Ort mit den meisten Küstenfischern? Ich weiß es nicht aber es zeigt doch schon welchen Stellenwert die Fischerei in unserem Bundesland noch hat. Das ist auch in Frankreich und Spanien nicht anders, überall geht die kleine Fischerei immer weiter zurück und die Häfen veröden zu reinen Hobbyhäfen in denen viele Segelyachten meist ungenutzt herumdümpeln. Mir gefällt das gar nicht und ich möchte die Fischerei hier in unserem Blog unseren Freunden und Lesern etwas mehr darstellen.
Fangen wir also heute gleich mal an.
Wir sind jetzt wieder in der Bretagne unterwegs und etwa 1200 km Küstenlänge liegen vor uns, da müssen wir ja haufenweise Fischer und Kutter finden?
Wenn wir von Fischerei reden dann gehören die ganzen Krebsviecher und die Muscheln natürlich auch dazu, denn die spielen in Frankreich eine überaus große Rolle. Das merken wir als wir nach dem Mont Saint Michel, in Cancale ankommen. Hier stehen die Austern im Vordergrund und direkt am Strand fallen bei Ebbe die Austernfarmen trocken. In diesem schmalen Zeitfenster müssen die Arbeiten an den Austernbänken erledigt werden und man kann in einem der vielen Restaurants und Buden oder einfach auf der Mole sitzend seine Austern ausschlabbern und dem Treiben im Watt zuschauen. Mit großen Amphibienfahrzeugen, also Boote mit Rädern, fahren die Züchter in ihre Gebiete um ihre Arbeit zu verrichten. Die Drahtgestelle auf denen die Taschen mit den Austern liegen müssen gepflegt werden, die Taschen müssen regelmäßig gewendet und geklopft werden, es ist eine harte Arbeit die bei Wind und Wetter gemacht werden muss. Die Austernzucht ist ein sehr großer Wirtschaftszweig in Frankreich und in der Weihnachtszeit werden die größten Umsätze erzielt. Die Austernbänke werden regelrecht bewacht, weil dort immer sehr gerne rumgeräubert wird und es wird nicht gerne gesehen, wenn man zwischen den Bänken herumläuft. Die Franzosen lieben Austern und für sie ist ein Weihnachten ohne eine Auster wohl nicht denkbar. Der weltweit größte Austernproduzent ist allerdings die Volksrepublik China mit einem Anteil von 78%!

Das Fabrikschiff „Grande Hermine“

Es geht weiter Richtung Saint Malo. Wir waren erst ein oder zwei mal in dieser schönen Stadt, das letzte mal bereits so um 2000 zu einem Konzert von Alan Stivell und wir wollen einmal schauen wie es hier jetzt so aussieht. Es ist natürlich brechend voll, klar denn es ist August und auch noch Wochenende, die Straßen können die Fahrzeugmassen gerade noch so auf nehmen und Geduld ist angesagt. Zum Glück kommen wir mit den Fahrrädern gut voran und auch die Busverbindung, die im Parkpreis enthalten ist, bringt Spaß. Er fährt auch an einem Hafenbecken vorbei wo wir zwei große Fischereifahrzeuge entdecken. Über das AIS (Automatic Identification System) bekommen wir die Information das es der große Fischtrawler Grande Hermine und das Fabrikschiff Joseph Roty II  ist.

Im eigentlichen Fischereihafenbecken entdecken wir auch ein paar der typisch französichen Fischkutter. Da aber Wochenende ist können wir auf irgendwelche Tätigkeiten rund um die Schiffe lange warten.

Die Condor Rapide

Es ist sonnig und herrlich warm und so wandern wir auf der Stadtmauer des ursprünglichen Saint Malos entlang und genießen die Aussicht. An den Stränden unterhalb der mächtigen Mauern tummeln sich Menschen und genießen die warmen Sonnenstrahlen. Überall sind Freizeit- und historische Schiffe unterwegs. Als Höhepunkt legt dann noch die Schnellfähre Condor Rapide ab, die von hier aus Fahrten nach Guernsey und Jersey, zwei britische Inseln im Ärmelkanal, unternimmt.


 Saint Malo hat uns sehr gut gefallen, der martitime Flair ist einfach umwerfend.


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LiFePo4, was ist das denn schon wieder?

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LiFePo4 Akku und das BMS

Man sollte ja annehmen das bei einem Elektriker strommäßig alles so fließt wie es sollte. Weit gefehlt!
Es gibt ja den bekannten Strom, der aus der Steckdose, jeder kennt ihn und jeder weiß ihn zu schätzen und dann gibt es den Strom im Wohnmobil. Das ist auch eine feine feine Sache, fast wie zu Hause aber doch irgendwie anders. Das Stromleben im Wohnmobil wird ja durch so tolle Sachen wie Solarmodule und Wechselrichter ganz easy, so denkt man. Mit den Wechselrichtern hat man sogar Steckdosen mit richtigem Saft im Wohnmobil, fast wie zu Hause. Nur wenn es dunkel wird, was ja in der Nacht meist so ist, möchte man ja gerade dann etwas Licht haben oder am Rechner etwas machen aber da ist es dann ja schlecht mit dem Ertrag der Solarpanel, weil wie gesagt, es ist dunkel. Kein Problem dann nimmt man sich einen anständigen Bleiakku, solche die man sowieso im Auto hat um die Karre zu starten oder so richtig was Spezielles, Akkus für Wohnstrom, ja so etwas gibt es. Nun haben diese sauschweren Teile aber allerhand Nachteile die ich hier gar nicht aufzählen möchte.

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BMS (Batteriemanagement)

Egal, wir hatten uns zwei schön große von diesen speziellen Wohnakkus angeschafft, in der Hoffnung das sie uns lange begleiten würden. Na ja das sie schon sehr früh die Grätsche gemacht haben hatte mich zuerst maßlos geärgert aber man steckt in diesen Kisten nicht drin. Wir brauchten also was Neues. Wie wäre es mit normalen Starterakkus, die sind zwar nicht optimal für diesen Zweck ausgelegt aber schön billig und wenn die hops sind dann gibt es Neue. Das fanden wir aber doof, weil wir eigentlich keine Wegwerftypen sind. Lange Rede kurzer Sinn, wir haben uns nach ein paar Wochen Besinnungspause dazu entschieden die modernste Akkutechnik in das Wohnmobil zu holen. So etwas wie im Smartphone drin ist aber größer und eine spezielle Variante. Ich hatte also mit Andre Bonsch von Amumot.de Kontakt auf genommen und ein paar Tage später war ein Paket da mit einem 90 Ah Lithium-Eisenphosphat Akku und einem Teil, dem Batteriemanagement, das braucht man damit es dem Akku auch immer gut geht.
Wen es interessiert, der möge bei Amumot.de nachlesen, dort findet ihr alle nötigen Info’s und noch viel mehr.

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Akku, Shunt und Trennschalter

Tja, es ist ein tiefer Griff in das Portemonnaie aber wir glauben das es sich gelohnt hat weil die LiFePo4, so heißen die Teile in Kurzform, haben fast nur Vorteile. Wenn ich bedenke das wir fast 80 kG Gewicht auf der Vorderachse eingespart haben, bekomme ich schon ein Grinsen im Gesicht.
Jetzt im Moment stehen wir in Büsum und haben herrlichstes Sommerwetter mit viel Strom von der Sonne, der Akku hat also fast nichts zu tun. Wir sind mal gespannt wie es wird wenn die Sonne sich rarer macht, die Tage immer kürzer werden und die ersten Eisschollen die Elbe hinunter treiben.

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DSGVO Datenschutz-Grundverordnung

Die DSGVO ist zur Zeit ja in aller Munde und fast jeder der im Internet unterwegs ist hat schon davon gehört.
Jede Webseite muß eine DSGVO konforme Datenschutzerklärung aufweisen. Eine Datenschutzerklärung benötigte man auch schon vorher aber jetzt ist sie wesentlich verschärft worden.
Besonders bei der Erhebung personenbezogener Daten muß man als Seitenbetreiber sehr aufpassen alles konform umzusetzen.
Daher haben wir uns entschieden die Registrierungs-, Anmelde-  und Kommentarfunktion im Blog vorerst zu deaktivieren. So werden auf unserem Blog keine personenbezogene Daten erhoben und gespeichert, außer denen die unser Provider des Gesetzeswegen sowieso sammeln muß.
Damit ist der Blog etwas „lebloser“ geworden aber wir sind mehr auf sicherem Boden.
Wenn sich die ganze Sache etwas beruhigt hat und etwas mehr Klarheit im Dschungel erschienen ist, werden wir die Kommentarfunktion sicher wieder aktivieren.
Irgendwelche Likebuttons zu Facebook, Google, usw. werdet ihr hier auch nicht finden und Videos aus YouTube werden nur noch per Vorschaubild verlinkt und nicht eingebettet.
Wenn ihr uns also kontaktieren möchtet dann bitte per Mail (siehe Impressum) oder per Facebook.

Genießt das Frühjahr, den Sommer, die Sonne und das Leben

Herzensgrüße
Heike und Hänschen

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Wenn Du nichts änderst wirst du nicht weiter kommen

Da geht man in den Vorruhestand und denkt das alles so kommt und weiter geht wie wir es uns gedacht haben. Pustekuchen, so viel wie in den letzten Jahren hat sich in unserem Leben bisher nicht verändert und wisst ihr was? Es macht richtig Spaß immer etwas Neues zu entdecken und auszuprobieren aber auch Altes wieder schätzen zu lernen. Das Leben nimmt manchmal schon verworrene Pfade und wenn man offen dafür ist und sich nicht wie Kleister an etwas verklammert dann wird es richtig toll. Auch wenn der Weg mal schmerzt, wenn wir ihn erkennen, akzeptieren und das Positive daraus zu ziehen, dann ist es doch eine wunderbare Lebenserfahrung!

Die große Änderung die wir zurzeit durchlaufen ist die der Ernährung. Der Wunsch etwas zu ändern wartete wohl schon viel länger in uns, bis er jetzt endlich an die Oberfläche gedrungen ist.

Wir haben schon immer darauf geachtet was wir essen, aber so ganz zufrieden waren wir damit nicht. Also gingen wir Beide auf die Suche, zuerst unbewusst und als es sich etwas herauskristallisierte sind wir dann voll eingestiegen in die Umstellung.
Konkret sieht es so aus das wir fast keine industriellen Lebensmittel mehr essen und den Fleischkonsum noch etwas mehr reduziert haben. Wir kaufen, bis auf wenige Ausnahmen, Produkte aus biologischem Anbau ein, bei Fleisch schauen wir dann das die Tiere auch ein vernünftig Leben haben, also bei lokalen Anbietern die wir auch persönlich kennen. Das entscheidende ist aber das wir von den Industrieprodukten wegkommen und so viel wie nur irgend möglich selber herstellen.

Warum wir von der industriellen Ware wegkommen wollen ist einfach. Uns passen die Zutaten und die ganze Art und Weise wie damit umgegangen wird nicht. Ich will jetzt nicht auf die Industrie schimpfen, sie will uns natürlich von ihren Produkten abhängig machen. Das hört sich fies an, aber bedenkt bitte einmal das, wenn ihr etwas verkaufen möchtet dann wollt ihr ja auch das die Kunden wieder kommen oder? Das ist also eine ganz normale geschäftliche Vorgehensweise. Ob da jetzt ethische Grenzen überschritten werden, das möge jeder für sich entscheiden.

Ja, was auch noch ganz wichtig ist das wir jetzt noch bewusster essen, speziell ich hatte bisher sehr oberflächlich gekaut und war mit den Gedanken oft nicht bei der Sache. Das kann man aber nicht von heute auf morgen umstellen, es ist ein richtiger Lernprozess und der dauert ziemlich lange.
Auf jeden Fall habe ich alleine durch diese Umstellung ohne zusätzliche Hilfsmittel oder Sport in den letzten Monaten rund sieben Kilo abgenommen. Ich finde das schon sehr erstaunlich, das es sogar in den bewegungsarmen Wintermonaten so gut geklappt hat. Wir haben ja schon vor etlichen Jahren das Rauchen aufgegeben und seit dem hatte ich ordentlich zu gelegt. Es ist ja klar das sich die ganzen fiesen Stoffe des rauchens im Fettgewebe abgelagert haben und die kommen jetzt wieder an das Tageslicht und daher ist es auch gut das ich die Pfunde langsam verliere damit die Organe damit gut zurecht kommen.

Wir essen jetzt, wie früher zu Hause nur noch etwa einmal in der Woche Fleisch, wir backen unsere Brote und Brötchen alle selber. Brotaufstriche und Frischkäse kommen auch aus eigenen Töpfen. Leider haben wir keinen eigenen Garten aber unsere Kräuterbeete, die wild wachsenden Kräuter und selbst gezogene Sprossen runden unsere Mahlzeiten auf. Wir experimentieren mit alternativem Sauerteig, Wildhefe und fermentieren Gemüse. Die Inspirationen bietet uns dafür das Internet, denn das Rad muss man ja nicht immer wieder neu erfinden.

Wir sind dabei aber auch nicht total verbissen. Bei uns gibt es auch mal ein Eis, eine Fertigpizza oder meine geliebte Currywurst Pommes. Nur nicht ständig. Es ist auch viel schöner wenn man sich dann mal so richtig auf etwas freut.

Eine Sache möchte ich noch los werden!
Es wird heutzutage ja gerne sofort gegen etwas los gepoltert, geschimpft und gewettert, meist ohne richtiges Hintergrundwissen. Nehmen wir einmal das Beispiel Glyphosat in der Landwirtschaft. Es vergeht kaum ein Tag an dem nicht mit einer Petition geworben wird das Zeugs zu verbieten. Ich finde den Einsatz von diesen Giften auch total daneben, aber den Landwirt als Buhmann hinzustellen finde ich gelinde gesagt zum k….. Müssen wir uns nicht als Verbraucher selber an die Nase fassen? Sind wir nicht selber die Buhmänner wenn wir es mit uns machen lassen? Nur wir haben es in der Hand an diesem Kreislauf teil zu nehmen oder aus zu steigen. Wir selber müssen unser Konsumverhalten ändern damit auch ein Wandel statt finden kann! Kommt mir jetzt nicht mit dem Argument das es zu teuer ist auch muß man kein Vegetarier oder Veganer werden, aber wenn Jeder etwas an seinem Konsumverhalten ändert dann ist das doch schon ein guter Schritt in die richtige Richtung!

 

Jetzt habt ihr einmal einen kleinen Einblick in unser neues Leben gewonnen, auch wenn es nur den Part der Ernährung betrifft, wir sind noch auf anderen Ebenen aktiv, aber darüber mehr.
Bis zum nächsten mal. 😊

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Tschüß 2017

Hallo liebe Freunde,

es ist ja irgendwie lustig, ich sitze vor dem PC und scanne alte Dias ein um mal etwas Übersicht zu bekommen und uns von Altlasten zu befreien. Tja und da Dias ja kaum noch gemacht werden könnt ihr auch denken das die Teile ziemlich alt sind, also so etwa zwischen 1980 und 2000. Jetzt aktuell ist gerade Berlin dran, wir waren einmal dort und haben einen Freund besucht. Wann das war weiß ich nicht mehr, aber die Mauer hatte da unsere volle Aufmerksamkeit, so wie auch die ganzen Döner Buden die wir von Schleswig-Holstein so gut wie nicht kannten. Die Grenze wurde 1989 geöffnet, das ist jetzt 28 Jahre her und für uns ist es manchmal nicht leicht zu verstehen das die jungen Menschen die DDR nur noch aus Büchern kennen.
Heute ist wieder einmal der letzte Tag eines Jahres, für uns ist es im Grunde genommen nichts Besonderes mehr und die guten Vorsätze waren noch nie etwas für uns. Wir haben eigentlich jeden Tag wieder neue gute Vorsätze und das macht das Leben ja auch so spannend und energiereich. Zurückblicken tun wir selten, denn das was war ist geschehen und auch das was kommen wird können wir nicht erfassen. Also erfreuen wir uns an dem hier und jetzt, denn hier, genau in diesem Punkt spielt sich das Leben für uns ab. Ich finde das toll, denn es ist im Grunde genommen richtig einfach.

Ich will euch jetzt nicht weiter in euren Silvestervorbereitungen aufhalten und wir, Heike und ich, wünschen Euch ein genußvolles und richtig tolles 2018!

Ein kleiner Jahresrückblick:

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Ein Ausflug in die bunte Welt

Wir wollten ja schon lange, aber jedes mal kam irgend etwas dazwischen, zuletzt war es die Lichtmaschine die nicht wollte und einen Tag Fehlersuche von mir abverlangte, bis ich das gebrochene Kabel gefunden hatte. Heute aber stand unserem Ausflug nichts im Weg, nein kein Weihnachtsmarkt, wir wollten nur mal zum CITTI Park in Lübeck, weil es bei CITTI irgend etwas geben soll was es in Bad Oldesloe nicht gibt. Was es war habe ich vergessen, war da überhaupt etwas oder wollten wir nur mal raus aus Bad Oldesloe? Egal, wir biegen also rechts auf das Gelände und mich trifft tiefes Entsetzen, da wo mein Freiluftparkplatz einmal war ist jetzt ein Überdachter. Ich frag Heike warum die hier wohl ein Dach drüber gebaut haben. „Weil man da oben drauf auch parken kann“. Ihre Antwort fand ich irgendwie einleuchtend, aber gefallen tut mir so etwas nicht. Ich mag keine Parkhäuser, auch wenn dieses Exemplar etwas großzügiger angelegt ist und man nicht nur im Kreis rumeiern muß. Also stapfen wir los, vorbei an einer endlosen und hohen Hauswand mit vielen Türen, die aber nur für das Personal oder im Notfall zu benutzen sind. Also weiter Richtung Norden und endlich, bei ein paar mickrigen Weihnachtsbuden mit Holzhackschnitzel als dekorativer Bodenbelag, kommen wir an den Eingang, der von einem Schwarm paffender und laut labender Menschen belagert wird. Wir sind für Stadtverhältnisse recht früh und die meisten Läden haben noch nicht offen. In der großen Halle, oder sollte ich lieber sagen Gang, blinkert und glitzert es als wenn zehn Weihnachten vor der Tür stehen. Na ja, ehrlich gesagt ist es ja ganz hübsch so ein Glitzerkram aber mir glitzert es entschieden zu viel. Also erst mal zum CITTI rein. Heike schert gleich bei den Keksen aus und kommt mit einer Packung englischer Kekse wieder. Die mag unser Nachbar so gerne und es soll sie nur hier geben. Also gut, dann haben wir ja bereits ein Tagesziel erreicht, die Nachbarkekse. Über uns bammelt ein gigantischer Adventskranz mit mindestens drei Metern Durchmesser. Ich gehe lieber beiseite, man weiß ja nie ob die Spaxschrauben halten. Heike zerrt mich am Ärmel und zeigt mir eine Schokolade, eine Riesenschokolade die mindestens 3 Kilo wiegt, ich verdrehe nur die Augen. Einen Gang dann weiter zerre ich Heike am Ärmel, die Konserven sind erreicht! Hier gab es mal ganz leckere Peperoni, aber die sind schon lange aus dem Programm. Also schnappe ich mir ein drei Kilo Glas, die sind aber richtig scharf, also nix mit locker wegmüffeln. Das Weitere ist eigentlich nicht weiter erwähnenswert, etwas Biogemüse, das Meersalz aus der Guerande im praktischen Pappstreuer haben sie auch nicht und den ganzen Rest bekommen wir mittlerweile auch in Bad Oldesloe. Jetzt wird es interessant, die Geschirrabteilung, den ganzen Krempel den man eigentlich nicht braucht wenn man eine Bratpfanne und einen Topf hat. Na gut, eine Küchenmaschine haben wir auch, die war ein Hochzeitsgeschenk und unseren Powermixer für Smoothies den wir wirklich oft benutzen möchten wir wirklich nicht missen. Wozu man einen Toaster im Retrolook für knapp 300,- € braucht ist mir ein Rätsel oder die Feuerroten Monsterbräter mit wohlklingendem französischem Namen für bummelige 200,- €. Wobei man für den Transport zusätzlich noch eine Sackkarre  braucht. Was wir nicht finden ist ein ganz gewöhnliches Glas um Sprossen zu ziehen, so ein Dingens für 5 Sternentaler. Ich gugg noch bei den Messern, o.k. ich kann mein Geld auch in sinnvollere Sachen investieren und muß dann nicht aufpassen das dem guten Stück die Klinge schartig wird. Ich schaue Heike an und ihr Blick entspricht wohl dem Meinen. Raus hier, aber schnell!. Ich schleppe die paar Sachen, überwiegend Grünzeugs zum Auto und Heike schaut sich derweil im Klamottenladen Hose & Mieder um. Als ich wieder komme ist sie auch schon fertig, die aktuelle Wintermode ist schlichtweg doof. Einen haben wir noch, den Media Markt. Wir brauchen nix, aber guggen schadet ja nicht. Wir zwängen uns an einer Meute im Rentenalter vorbei, die sich an den neuesten Smartphones weiden. Ungläubig stehen wir vor den riesigen TV’s mit Dolbysonstwas Beschallung. Für solch ein Monster braucht man ja einen Tanzsaal damit es einen nicht erschlägt. Nach geschlagenen zehn Minuten ist unsere Geduld zu Ende. Wir schieben zurück zum Auto, vorbei am Wurststand, dem Fotostand bei dem man sich man mit dem Weihnachtsonkel zusammen fotografieren lassen kann, sozusagen ein externes Weihnachtsmannselfie und anderen Ständen die uns gerne etwas aufschwatzen möchten.
Jetzt sind wir wieder zu Hause, mit unseren Keksen, den Pepperonis, dem büschen Grünzeugs und zwei Taschelämpchen und ne Schaumstoffwurst vom Decathlon und haben zufrieden festgestellt das dieser ganze blödsinnige Rummel nix für uns ist.
Ich liebe es, einen Tee, ein paar Kekse am Nachmittag, was wollen wir mehr!

Habt alle einen schönen dritten Advent

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Heimat

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Der Büsumer Hafen

 

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Krabbenkutter im Abendlicht

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Wattwandern im Abendlicht

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Der Büsumer Leuchtturm

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Mittelplate vom Trischendamm in Friedrichskoog

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Von Helgoland zurück

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Fleißige Fischer

Wir sind immer noch in Büsum, wenn wir von einer kleinen Reise nach Flensburg absehen. Für uns hat sich der Begriff Heimat irgendwie neu definiert. Geprägt aus unseren Jugendjahren hatte Heimat immer etwas dunkel anhaftendes, was wohl aus den Jahren herrührte als unsere Eltern jung waren. Heimat war etwas für Spießer, so dachte zumindest ich viele Jahre. Aber die Welt ändert sich und auch unsere Ansichten, Wertvorstellungen und Meinungen sind in einem steten Fluß. Wenn wir unsere Glaubensmuster erkennen und sie auch überdenken wird es ein leicht fließender Prozess, wir können das Alte einfach loslassen und zugleich öffnet sich eine neue Welt. Für mich ist Heimat dort wo ich mich am wohlsten fühle, dort wo ich auch am Leben teil haben kann, wo ich mich in das aktive Leben integrieren kann. Tja, und das habe ich hier in Büsum gefunden. Früher fand ich Büsum immer altmodisch und verstaubt und jetzt fühle ich mich hier sauwohl. Hier haben wir so viele nette Menschen kennen gelernt, Urlauber und auch Büsumer, es ist fast unglaublich. In Bad Oldesloe kennen wir fast keine Menschen. Das liegt natürlich auch da dran das wir uns ziemlich in unsere Projekte vertieft hatten und so kaum Zeit für anderes blieb. Die Jahre danach waren geprägt von den Reisen in den Süden, nach Spanien. Überwintern war das Zauberwort, wobei ich dieses Wort absolut nicht ausstehen kann weil es für mich Flucht bedeutet, flucht vor dem Nassen und Kalten. Ich mag nicht flüchten und ich will auch nicht flüchten und nur im Süden abhängen, mit vielen Gleichgesinnten? Nee, das ist absolut nicht mein Ding! Ich brauche mal die frische kalte Nordseeluft, Finger die vor Kälte weh tun und auch das besondere Gefühl zu haben, das wenn ich die Tür auf  mache und in ein warmes und gemütliches Zimmer eintreten kann. Ankommen, nicht nur im Wohnmobil oder Wohnung, ankommen da wo ich mich wohl fühle, das kann ja eigentlich nur der Sinn sein.
Und was ist jetzt so tolles an Büsum? Genau kann ich es auch nicht sagen, aber es ist wohl alles zusammen genommen. Aber das was mich am meisten reizt ist die Fischerei. Irgendwie habe ich das wohl im Blut, wobei ich keinen direkten Vorfahren kenne der Fischer war. Aber Küstenkinder sind wir beide, Heike und ich und das ist wohl schon einmal sehr prägend. Aber auch sonst ist Büsum eine nette kleine Stadt die fast alles hat und alles bequem zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu erreichen ist. Also genau unser Ding! Und wenn ich mal Bock auf eine Stadt habe, führen die Gleise direkt nach Heide und von dort in die ganze Welt.
Heimat ist auch das was um mich herum passiert, wie sich das Leben entwickelt, die Umwelt, die Nachbarn und Freunde, das was die Politik so verzapft und auch für Sachen kämpfen, für ein gutes und zufriedenes Leben aller Menschen im Einklang mit der Natur, vor allem in meiner Heimat! Das ist mein Traum!

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