Brest

Fischerboote in Brest
Fischerboote in Brest

Warum wir nach Brest gefahren sind wissen wir gar nicht nmehr so genau, wahrscheinlich weil es dort einen Irischen Laden, den Le Comptoir Irlandais gibt, unsere Quelle für den leckeren Barry’s Tea

Wir kommen von Norden in die Stadt und wollen direkt an den Hafen, dort wo wir vor vielen Jahren schon einmal standen und es klappte sogar. Unser Parkplatz, ein unbebautes Grundstück gibt es zum Glück noch.

Es sind also nur ein paar Meter bis wir an der Kaimauer stehen und die Erinnerungen kommen dann auch sofort wieder. Wir wollen nur hier am Hafen bleiben denn die Stadt selber gibt uns nichts und seit dem Ar Bed Keltiek, ein Geschäft mit keltischen, bretonischen Büchern und CD’s, nicht mehr da ist gibt es wirklich keinen Grund mehr für einen Innenstadt-bummel.

Der Hafen ist sowieso mehr unser Ding, die Sonne scheint und lockt für eine ausgiebige Erkundungstour. Als erstes stürmen wir den
Comptoir Irlandais und versorgen uns mit reichlich irischem Tee. Nebenbei können wir auch mal den echten Harris Tweed befingern, zwar nicht unser Geschmack aber schon etwas Besonderes, very scottish sozusagen. Ich schau auch mal auf die Preisschilder der Kilts.. o.k. stolze Preise, aber die sind wohl auch gerechtfertigt.
Wir schnappen also unseren Tee, die Ginger Marmelade, das Paar Donegal Socken und die Tin Whistle in D Dur, in der Hoffnung das ich da mal wenigstens ein Stück drauf spielen kann.

In den Industriehafen kommt man leider nicht mehr rein aber wir kommen am kleinen Fischerhafen vorbei, an den Lotsenbooten und Schleppern und am letzten zugänglichen Kai liegt die Abeille Bourbon und der Traditionssegler La Recouvrance.
Wir kommen einen Tag zu spät denn bis Sonntag konnte man die Abeille Bourbon besichtigen und auch alle anderen Rundfahrten mit Ausflugsschiffen sind in die Winterstarre verfallen. In der Beziehung sind die Franzosen ganz schön verpennt, denn auch hier öffnen sich die Vor- und Nachsaison.

So bleibt uns nur der Fußmarsch auf die Mole. Von hier aus haben wir einen tollen Blick auf das gegenüberliegende Ufer, das Pointe de Espagnols und den Militärhafen in dem das Aufklärungsschiff A601, die Monge liegt. Es ist ein High-Tech Aufklärer der ganz untypisch für Marinefahrzeuge ganz in weiß gehalten ist. Der weiße Anstrich soll die Oberflächentemperatur so weit wie möglich verringern. Im Hintergrund ist auch der U-Bootbunker auszumachen. Anders als in Saint Nazaire oder Lorient ist dieser Bunker aber nicht zugänglich. Der ganze westliche Hafenbereich ist militärisches Gebiet und verdammt gut abgeriegelt. Von hier aus fährt auch regelmäßig eine Fähre zur Ile Longue, dem Atom U-Boot Stützpunkt der französischen Marine rüber. Natürlich nur für Marinepersonal. Uns bleibt ein sehnsüchtiger Blick an des gegenüberliegende Ufer. Im Hafenbecken tummeln sich friedlich haufenweise stattliche Meeräschen.

Zum Übernachten fahren wir zum Océanopoplis, dort gibt es einen offiziellen Übernachtungsplatz für Wohnmobile. Hier können wir prima und in absoluter Ruhe schlafen bevor die Reise weiter geht.

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Sehnsucht

Phare de Île Vierge
Europas höchster Leuchtturm
Phare de Île Vierge

Was ist Sehnsucht eigentlich? Eine Sucht? Das Sehnen nach etwas?  Das sich sehnen kann vielfältig sein aber es gibt nur diese eine wahre Sehnsucht die tief aus dem Herzen kommt.
Das Meer bietet sich an um Sehnsucht zu haben, nein es ist Sehnsucht, es verströmt Ruhe die ich sofort aufsaugen kann, die sich auf Körper und Geist legt und auch irgendwie heilend wirkt.
Der ewige Wellenschlag der ausgelöst wurde vor vielen Jahrmillionen durch die eine Urwelle um weiterhin gemächlich und unablässig an die vielen Ufer zu rauschen, mal leise und mal mit furchtbarer Gewalt aber immer im gleichen Rhythmus. Da draus entsteht Ruhe und auch Sehnsucht. Nicht die Sehnsucht nach materiellen Gütern sondern einfach nur Sehnsucht.

Ein Leuchtturm ist der Inbegriff für Sehnsucht. Er steht einfach nur da. Am Tage schläft er einen bedächtigen Schlaf um am Abend zu erwachen und seine Lichtstrahlen auf das weite Meer zu schicken.
Er warnt nicht nur die Seeleute da draußen vor den Gefahren der Küste, er sendet aber auch die sehnsüchtigen Grüße hinaus in die Weite der Dunkelheit, wo nichts ist als nur Wasser und Unendlichkeit, von einem Horizont zum Anderen, von der Heimat in die Ferne.

Der Leuchtturm steht auch für Heimat für das wo meine Liebsten auf mich warten. Dort wo eine Kerze steht die mir den Weg weisen soll.

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Küste der Felsen

Felsenküste

Eigentlich kann man die gesamte Nordküste der Bretagne so bezeichnen aber nirgendwo ist sie ausgeprägt wie in Meneham.

Was macht man wenn man einen großen Felsen im Garten hat? Richtig, man lässt ihn besser dort und baut das Haus notfalls drumherum oder zwängt es dazwischen. Ideen sind gefragt und die Ruhe der Felsen wird nicht gestört.
So in etwa denken wir wenn wir hier ankommen. Überall liegen diese tonnenschweren Teile herum und die Menschen beachten sie gar nicht mehr, sie leben ja schon so lange mit ihnen zusammen.

Es ist warm und das Meer liegt uns ganz ruhig zu Füßen wenn wir von der Düne herunter schauen. Blau-grün-türkis in allen Nuancen schimmert es und das Wasser ist warm was hier nicht unbedingt so selbstverständlich ist, denn die Nordküste ist der raue Teil der Bretagne. Wir schauen auf das Meer heraus und genießen diese unendliche Weite, dort wo der Himmel mit dem Meer verschwimmt.
Hier ist alles anders, die Sinne sind empfindlicher und wenn wir uns darauf einlassen schwingen wir mit als wären wir eins, Mutter Erde und wir.

Wir könnten jetzt viel schreiben über diesen wundervollen Landstrich, was war, was ist und was vielleicht sein wird aber ist das so wichtig? Diese Magie die hier herrscht können wir sowieso nicht beschreiben, man muß sie erfühlen, erfahren, erleben. Worte würden hier nur stören!

Genießt die Bilder.

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Von Felsen, Ufern und dem Blick in die Ferne.

Gedanken zum Leben

Umringt von Felsen, der Blick in die Ferne bleibt Dir verwehrt, nur graue schemenhafte Umrisse füllen Deinen Blick. Es engt dich ein, kein kreativer Impuls dringt aus Dir hervor. So kann Dein Leben aussehen aber Du hast es in der Hand es zu ändern. Heraus aus dem Jammertal und hinein in das Leben. Lass das Alte, Gewohnte hinter Dir. Es hat Dich fast dein ganzes Leben eingeengt, es hat dich umschwärmt und eingelullt obwohl ganz tief in Deinem Inneren etwas steckt das heraus möchte. Etwas buntes, etwas schillerndes, das was du als Kind gelebt hast und du im erwachsen werden vergessen hast, nein es wurde Dir abgewöhnt denn es passt nicht in die heutige Zeit , so jedenfalls meinen wir, das meint die Gesellschaft. Lass einfach die Hüllen fallen und sei das was du sein möchtest, ein Pirat, ein Clown, vielleicht auch Pippi Langstrumpf? Das alles darfst du sein, du musst es nur zulassen! 😉

Wenn Du an einem Ort bist an dem Du auf das Meer blicken kannst dann erfüllt dich ein Hauch von Ruhe, denn die Weite die Du erfährst erstreckt sich auch auf Dein Inneres, es weitet sich aus und eine wohlige Wärme, eine Wärme die du nur hier am Meer oder auf einem Berggipfel erfahren kannst. Es ist die Wärme der Unendlichkeit, es ist die Wärme des weiten Universums, der Leere und zugleich auch der Fülle des Gesamten.

Du kannst diese grauen Felsen die Dich umringen, die Dich eingrenzen nicht entfernen, du kannst sie nicht wegfegen das würde nur Deine Kraft kosten und dich zerbrechen lassen. Du kannst sie aber überwinden oder du änderst einfach deinen Kurs und wirst so einen Weg finden der um die grauen Felsen herumführt. Nur Du musst den ersten Schritt gehen, Du musst aktiv werden und auf stehen. Dein Leben ist begrenzt und es ist dafür da gelebt zu werden, so wie du es Dir als Kind vorgestellt hast. Alles andere um Dich herum sind nur Ketten die Dich fesseln und Dir ein Leben bescheren das du eigentlich gar nicht leben möchtest!

Stelle einfach mal deine materiellen Dinge und Wünsche in Frage und schaue tief in Dich hinein und komme so zur Ruhe, erkenne was für Dich wirklich wichtig ist, nur für Dich, nicht für die Anderen!
Du lebst Dein Leben, für Dich und Deine Familie.
Versuche einfach mal zu reduzieren anstatt anzuhäufen.
Räume auf und lass los was du bisher meintest besitzen zu müssen, nicht nur materiell, sondern auch auf der geistigen Ebene!
Du wirst merken wie befreiend es sein kann.
Habe keine Angst den Anderen gegenüber, denke immer daran: Es ist Dein Leben und nicht das der Anderen!
Vielleicht geht auch der eine oder andere aber wahre Freunde, die du vielleicht niemals als diese erkannt hast werden immer zu Dir stehen, auch in nicht so Guten Zeiten.

Mache etwas daraus, denn deine jetzige Lebenszeit ist begrenzt!

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Auf den Spuren der Küstenfischer

Austernbänke, Cancale
Die Austernbänke bei Cancale

Wie geht es denn jetzt mit unserem Blog weiter? So richtig laufen tut es im Moment ja nicht, eine gewisse schreiberische Leere hat mich umgeben, um es mal in Worte zu fassen. Der richtige Kick an Themen war irgendwie nicht da. Heute Abend hat es dann Klick gemacht und das Thema liegt gewissermaßen schon direkt vor mir: „Auf den Spuren der Fischer“. Die letzten zwei Jahre waren wir ja sehr stark durch die kleine Küstenstadt Büsum inspiziert. Büsum ist ein alter Fischereiort und touristisch stark geprägt. In Schleswig-Holstein ist es jetzt wohl der Ort mit den meisten Küstenfischern? Ich weiß es nicht aber es zeigt doch schon welchen Stellenwert die Fischerei in unserem Bundesland noch hat. Das ist auch in Frankreich und Spanien nicht anders, überall geht die kleine Fischerei immer weiter zurück und die Häfen veröden zu reinen Hobbyhäfen in denen viele Segelyachten meist ungenutzt herumdümpeln. Mir gefällt das gar nicht und ich möchte die Fischerei hier in unserem Blog unseren Freunden und Lesern etwas mehr darstellen.
Fangen wir also heute gleich mal an.
Wir sind jetzt wieder in der Bretagne unterwegs und etwa 1200 km Küstenlänge liegen vor uns, da müssen wir ja haufenweise Fischer und Kutter finden?
Wenn wir von Fischerei reden dann gehören die ganzen Krebsviecher und die Muscheln natürlich auch dazu, denn die spielen in Frankreich eine überaus große Rolle. Das merken wir als wir nach dem Mont Saint Michel, in Cancale ankommen. Hier stehen die Austern im Vordergrund und direkt am Strand fallen bei Ebbe die Austernfarmen trocken. In diesem schmalen Zeitfenster müssen die Arbeiten an den Austernbänken erledigt werden und man kann in einem der vielen Restaurants und Buden oder einfach auf der Mole sitzend seine Austern ausschlabbern und dem Treiben im Watt zuschauen. Mit großen Amphibienfahrzeugen, also Boote mit Rädern, fahren die Züchter in ihre Gebiete um ihre Arbeit zu verrichten. Die Drahtgestelle auf denen die Taschen mit den Austern liegen müssen gepflegt werden, die Taschen müssen regelmäßig gewendet und geklopft werden, es ist eine harte Arbeit die bei Wind und Wetter gemacht werden muss. Die Austernzucht ist ein sehr großer Wirtschaftszweig in Frankreich und in der Weihnachtszeit werden die größten Umsätze erzielt. Die Austernbänke werden regelrecht bewacht, weil dort immer sehr gerne rumgeräubert wird und es wird nicht gerne gesehen, wenn man zwischen den Bänken herumläuft. Die Franzosen lieben Austern und für sie ist ein Weihnachten ohne eine Auster wohl nicht denkbar. Der weltweit größte Austernproduzent ist allerdings die Volksrepublik China mit einem Anteil von 78%!

Das Fabrikschiff „Grande Hermine“

Es geht weiter Richtung Saint Malo. Wir waren erst ein oder zwei mal in dieser schönen Stadt, das letzte mal bereits so um 2000 zu einem Konzert von Alan Stivell und wir wollen einmal schauen wie es hier jetzt so aussieht. Es ist natürlich brechend voll, klar denn es ist August und auch noch Wochenende, die Straßen können die Fahrzeugmassen gerade noch so auf nehmen und Geduld ist angesagt. Zum Glück kommen wir mit den Fahrrädern gut voran und auch die Busverbindung, die im Parkpreis enthalten ist, bringt Spaß. Er fährt auch an einem Hafenbecken vorbei wo wir zwei große Fischereifahrzeuge entdecken. Über das AIS (Automatic Identification System) bekommen wir die Information das es der große Fischtrawler Grande Hermine und das Fabrikschiff Joseph Roty II  ist.

Im eigentlichen Fischereihafenbecken entdecken wir auch ein paar der typisch französichen Fischkutter. Da aber Wochenende ist können wir auf irgendwelche Tätigkeiten rund um die Schiffe lange warten.

Die Condor Rapide

Es ist sonnig und herrlich warm und so wandern wir auf der Stadtmauer des ursprünglichen Saint Malos entlang und genießen die Aussicht. An den Stränden unterhalb der mächtigen Mauern tummeln sich Menschen und genießen die warmen Sonnenstrahlen. Überall sind Freizeit- und historische Schiffe unterwegs. Als Höhepunkt legt dann noch die Schnellfähre Condor Rapide ab, die von hier aus Fahrten nach Guernsey und Jersey, zwei britische Inseln im Ärmelkanal, unternimmt.


 Saint Malo hat uns sehr gut gefallen, der martitime Flair ist einfach umwerfend.


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Die Zeit läuft langsamer

Der Hafen von Le Diben

Ja, es ist wirklich so. Es gibt Orte an denen die Zeit langsamer vergeht. Sie sind gar nicht so weit entfernt, man muss nur das Gefühl dafür entwickeln sie zu finden und bereit dafür sein diese Zeitbremse zuzulassen.

Ein kleiner Ort in der Nordbretagne, unscheinbar und kaum bekannt, zwischen felsigen Hügeln und romantischem Hafen. Die Wellen umschäumen die Felsen bei Ebbe und bei Flut, die kleinen Kutter fahren hinaus zum Fang zwischen diesem Durcheinander an Wasser und Gestein das man nur kennen kann wen man hier lebt. Der romantische Wanderweg führt entlang der Küste, vorbei an Buchten, wundervollen Häusern und kleinen Waldstücken. Farnkraut, Heidekraut, Schlehen und die Brombeere begleiten den Wanderer. Alles ist eingetaucht in ein Licht das es nur hier gibt, ein sattes Gelb, warm herzlich, leuchtend und klar aber auch mystisch und verhüllend. Wer lauscht kann sie hören die Stille die nur von dem Wellenschlag des Ozeans unterbrochen wird, das andauernde atmen des Meeres.

Steinkunst

Grau sind die Felsen, im Sonnenlicht erwacht aber ein Leuchten in Ihnen und um sie herum und ein angenehmes und warmes gelb-orange scheint aus ihnen zu strahlen. Sie sind überall, im Meer, an der Küste und auch im Land. Oft sind sie zu irren Formationen angehäuft die unwirtlich auf die See hinausstarren, schon seit Menschengedenken tun sie das und sie sagen uns wie klein die Menschen sind, denn sie haben bereits so viel gesehen, so viel erlebt wie wir es gar nicht erfassen können. Es bleibt uns verschlossen, es sind ihre Geheimnisse und so wird es auch bleiben

Frischer Fisch direkt vom Kutter
Frischer Fisch direkt vom Kutter

In einer geschützten Bucht liegt der kleine Hafen. Es ist Ebbe, die Fischerboote dümpeln hier tief unten an der Kaimauer und die Freizeitskipper lassen ein Schlauchboot auf der Slip zu Wasser und freuen sich auf eine Angelfahrt. Ein paar Alte diskutieren über Gott und die Welt. Wenn man zur rechten Zeit hier ist kann man auch eine Fahrt auf einem Ausflugsschiff mit machen das zu der Festungsinsel Château du Taureau in der Bucht vor Roscoff liegt dann ist hier kurzfristig etwas mehr los aber wenn das Schiff den Hafen verlassen hat dann kehrt wieder diese gelassene Ruhe ein.  Aber auch Nachmittags wird es geschäftig wenn die Fischkutter wieder ihren Heimathafen ansteuern. Aus allen Ecken und Enden strömen Menschen herbei, Autos rollen auf den Parkplatz und es deutet auf ein besonderes Ereignis hin. Wochentags, außer Montags, verkauft hier die Fischerfamilie des Kutters  Les Tontons Flingueurs ihre fangfrischen Fische. Für Fischliebhaber ist es ein Paradies!

Kutterfriedhof

Wie sonst auch überall in Europa verschwinden aber auch immer mehr der kleinen Fischkutter. Di ganzen Auflagen, das Risiko und die harte Arbeit schrecken wohl viele Junge Menschen davon ab die Tradition ihrer Väter weiter zu führen. Am Ortseingang liegen zwei imposante Kutter und zerfallen langsam aber sicher. Es ist die typische Ruhestätte für die Boote in der Bretagne und jetzt in der modernen Welt zu Touristenattraktionen aufgestiegen. Wenn einem etwas an diesen Booten liegt, kann man auch eintauchen in die Energie die sie noch ausstrahlen, aus ihrem Leben als stolze Schiffe mit ihren stolzen Fischern!

Gegenüber, auf der Nordöstlichen Seite des Hafens schiebt sich der bekannte Pointe de Primel in das Meer und die rosa Granitblöcke leuchten in der Sonne mit einem fahlen Schimmer und ergänzen sich so malerisch zu dem azurblauen Wasser des Atlantiks.

Allerdings muss man es selber erlebt haben, die Farben wahrgenommen, der Stille und den Wellen gelauscht haben, den Wind in den Bäumen und die Unendlichkeit des Meeres gespürt haben. Mit Worten kann man es nicht beschreiben.

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Cap Fréhel und Fort La Latte

Phare du Cap Fréhel
Phare du Cap Fréhel

Das Cap Frehel und das Fort La Latte gehört einfach zu jeder Bretagnereise. Die gewaltige Küste, die Weite, die Heidelandschaft und diese unbeschreiblich schönen Farben des Lichtes machen regelrecht süchtig.

Cap Frehel und der Campingplatz
Cap Frehel und der Campingplatz

Wir stehen wieder auf unserem Lieblingscampingplatz Camping municipal de Cap Fréhel. Es ist ein kleiner süßer Gemeindecampingplatz wie er in Frankreich noch üblich ist, mit einfacher Ausstattung und unschlagbar günstigen Preisen. Hier haben wir zwar keinen Meerblick aber einmal über die Küstenstraße rüber und der Strand liegt vor uns. Je weiter wir zur Spitze des Caps kommen desto steiler und höher wird die Küste und man kommt gar nicht mehr an das Wasser herunter. Der Wanderweg schlängelt sich um jede Bucht, es geht herauf und runter und der Weg an der Straße wäre schneller aber wir haben es ja nicht eilig. Am Cap angekommen fühlt man sich wie am Ende der Welt, es geht nicht weiter , nur noch Abgründe, das Meer, die Vögel und der Leuchtturm. Es geht weiter auf dem Küstenwanderweg GR34, der an der gesamten Küste entlang läuft. Es ist ein schmaler Pfad mit immer neuen Eindrücken. Zuerst haben wir noch freie Sicht über wundervoll blühendes Heidekraut aber bald ist es zum Land hin verbuscht und voller Farnkraut. Brombeeren wechseln sich mit Schlehenbüschen ab und ab und an zeigt sich sogar mal ein Lorbeerbusch. Es geht wieder rauf und runter und immer entlang der tiefen Einschnitte der Küste. So wird der Weg richtig lang, denn wenn man dem Auge folgen könnte wäre es sicher nur ein Drittel so weit. Von Rechts kommt ein Feldweg an dem ein PKW parkt. Hier muß man genau aufpassen und einen Pfad suchen der herunter führt. Die meisten Wanderer bemerken ihn gar nicht und wenn er nicht gerade frisch frei geschnitten wäre hätten wir sicher richtig Probleme ihn zu finden. Es geht steil abwärts, es ist eng und dornig und wir müssen aufpassen wohin wir treten. Doch plötzlich sind wir unten angelangt, an einem verwunschenen Ort der aussieht wie ein kleiner Hafen. Hier liegen auch ein paar Plastiknußschalen und ein paar Hütten gibt es auch noch. Ich erinnere mich noch an vor etwa 25 Jahren als hier noch Leben war. Nebenerwerbsfischer gingen ihrem gemächlichen Geschäft nach. Heute ist dort nur ein verirrter Tourist und in der Bucht liegen zwei Segelyachten vor Anker. Alles wirkt verlassen und auch etwas verfallen.

Fort La Latte
Fort La Latte

Unser Ziel ist aber das Fort de La Latte und von Oben können wir es schon sehen. Direkt vor der Zuwegung zum Fort ist ein großer Parkplatz der die Touristenmassen aufnehmen muß und von hier aus ist es noch ein gutes Stück des Weges. Es kostet Eintritt und der Herr an der Kasse lässt auch nur eine gewisse Anzahl an Besuchern durch, weil es sonst auf der Burg wohl zum Kollaps kommen würde. Das Fort ist wirklich liebevoll restauriert und hat sich seit unserem letzten Besuch, der schon viele Jahre zurück liegt wirklich positiv verändert. Hier bleiben wir eine Zeit lang und genießen die traumhafte Aussicht.
Zurück geht es über Feld- und Wanderwege direkt zum Campingplatz „nach Hause“

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LiFePo4, was ist das denn schon wieder?

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LiFePo4 Akku und das BMS

Man sollte ja annehmen das bei einem Elektriker strommäßig alles so fließt wie es sollte. Weit gefehlt!
Es gibt ja den bekannten Strom, der aus der Steckdose, jeder kennt ihn und jeder weiß ihn zu schätzen und dann gibt es den Strom im Wohnmobil. Das ist auch eine feine feine Sache, fast wie zu Hause aber doch irgendwie anders. Das Stromleben im Wohnmobil wird ja durch so tolle Sachen wie Solarmodule und Wechselrichter ganz easy, so denkt man. Mit den Wechselrichtern hat man sogar Steckdosen mit richtigem Saft im Wohnmobil, fast wie zu Hause. Nur wenn es dunkel wird, was ja in der Nacht meist so ist, möchte man ja gerade dann etwas Licht haben oder am Rechner etwas machen aber da ist es dann ja schlecht mit dem Ertrag der Solarpanel, weil wie gesagt, es ist dunkel. Kein Problem dann nimmt man sich einen anständigen Bleiakku, solche die man sowieso im Auto hat um die Karre zu starten oder so richtig was Spezielles, Akkus für Wohnstrom, ja so etwas gibt es. Nun haben diese sauschweren Teile aber allerhand Nachteile die ich hier gar nicht aufzählen möchte.

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BMS (Batteriemanagement)

Egal, wir hatten uns zwei schön große von diesen speziellen Wohnakkus angeschafft, in der Hoffnung das sie uns lange begleiten würden. Na ja das sie schon sehr früh die Grätsche gemacht haben hatte mich zuerst maßlos geärgert aber man steckt in diesen Kisten nicht drin. Wir brauchten also was Neues. Wie wäre es mit normalen Starterakkus, die sind zwar nicht optimal für diesen Zweck ausgelegt aber schön billig und wenn die hops sind dann gibt es Neue. Das fanden wir aber doof, weil wir eigentlich keine Wegwerftypen sind. Lange Rede kurzer Sinn, wir haben uns nach ein paar Wochen Besinnungspause dazu entschieden die modernste Akkutechnik in das Wohnmobil zu holen. So etwas wie im Smartphone drin ist aber größer und eine spezielle Variante. Ich hatte also mit Andre Bonsch von Amumot.de Kontakt auf genommen und ein paar Tage später war ein Paket da mit einem 90 Ah Lithium-Eisenphosphat Akku und einem Teil, dem Batteriemanagement, das braucht man damit es dem Akku auch immer gut geht.
Wen es interessiert, der möge bei Amumot.de nachlesen, dort findet ihr alle nötigen Info’s und noch viel mehr.

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Akku, Shunt und Trennschalter

Tja, es ist ein tiefer Griff in das Portemonnaie aber wir glauben das es sich gelohnt hat weil die LiFePo4, so heißen die Teile in Kurzform, haben fast nur Vorteile. Wenn ich bedenke das wir fast 80 kG Gewicht auf der Vorderachse eingespart haben, bekomme ich schon ein Grinsen im Gesicht.
Jetzt im Moment stehen wir in Büsum und haben herrlichstes Sommerwetter mit viel Strom von der Sonne, der Akku hat also fast nichts zu tun. Wir sind mal gespannt wie es wird wenn die Sonne sich rarer macht, die Tage immer kürzer werden und die ersten Eisschollen die Elbe hinunter treiben.

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DSGVO Datenschutz-Grundverordnung

Die DSGVO ist zur Zeit ja in aller Munde und fast jeder der im Internet unterwegs ist hat schon davon gehört.
Jede Webseite muß eine DSGVO konforme Datenschutzerklärung aufweisen. Eine Datenschutzerklärung benötigte man auch schon vorher aber jetzt ist sie wesentlich verschärft worden.
Besonders bei der Erhebung personenbezogener Daten muß man als Seitenbetreiber sehr aufpassen alles konform umzusetzen.
Daher haben wir uns entschieden die Registrierungs-, Anmelde-  und Kommentarfunktion im Blog vorerst zu deaktivieren. So werden auf unserem Blog keine personenbezogene Daten erhoben und gespeichert, außer denen die unser Provider des Gesetzeswegen sowieso sammeln muß.
Damit ist der Blog etwas „lebloser“ geworden aber wir sind mehr auf sicherem Boden.
Wenn sich die ganze Sache etwas beruhigt hat und etwas mehr Klarheit im Dschungel erschienen ist, werden wir die Kommentarfunktion sicher wieder aktivieren.
Irgendwelche Likebuttons zu Facebook, Google, usw. werdet ihr hier auch nicht finden und Videos aus YouTube werden nur noch per Vorschaubild verlinkt und nicht eingebettet.
Wenn ihr uns also kontaktieren möchtet dann bitte per Mail (siehe Impressum) oder per Facebook.

Genießt das Frühjahr, den Sommer, die Sonne und das Leben

Herzensgrüße
Heike und Hänschen

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Wenn Du nichts änderst wirst du nicht weiter kommen

Da geht man in den Vorruhestand und denkt das alles so kommt und weiter geht wie wir es uns gedacht haben. Pustekuchen, so viel wie in den letzten Jahren hat sich in unserem Leben bisher nicht verändert und wisst ihr was? Es macht richtig Spaß immer etwas Neues zu entdecken und auszuprobieren aber auch Altes wieder schätzen zu lernen. Das Leben nimmt manchmal schon verworrene Pfade und wenn man offen dafür ist und sich nicht wie Kleister an etwas verklammert dann wird es richtig toll. Auch wenn der Weg mal schmerzt, wenn wir ihn erkennen, akzeptieren und das Positive daraus zu ziehen, dann ist es doch eine wunderbare Lebenserfahrung!

Die große Änderung die wir zurzeit durchlaufen ist die der Ernährung. Der Wunsch etwas zu ändern wartete wohl schon viel länger in uns, bis er jetzt endlich an die Oberfläche gedrungen ist.

Wir haben schon immer darauf geachtet was wir essen, aber so ganz zufrieden waren wir damit nicht. Also gingen wir Beide auf die Suche, zuerst unbewusst und als es sich etwas herauskristallisierte sind wir dann voll eingestiegen in die Umstellung.
Konkret sieht es so aus das wir fast keine industriellen Lebensmittel mehr essen und den Fleischkonsum noch etwas mehr reduziert haben. Wir kaufen, bis auf wenige Ausnahmen, Produkte aus biologischem Anbau ein, bei Fleisch schauen wir dann das die Tiere auch ein vernünftig Leben haben, also bei lokalen Anbietern die wir auch persönlich kennen. Das entscheidende ist aber das wir von den Industrieprodukten wegkommen und so viel wie nur irgend möglich selber herstellen.

Warum wir von der industriellen Ware wegkommen wollen ist einfach. Uns passen die Zutaten und die ganze Art und Weise wie damit umgegangen wird nicht. Ich will jetzt nicht auf die Industrie schimpfen, sie will uns natürlich von ihren Produkten abhängig machen. Das hört sich fies an, aber bedenkt bitte einmal das, wenn ihr etwas verkaufen möchtet dann wollt ihr ja auch das die Kunden wieder kommen oder? Das ist also eine ganz normale geschäftliche Vorgehensweise. Ob da jetzt ethische Grenzen überschritten werden, das möge jeder für sich entscheiden.

Ja, was auch noch ganz wichtig ist das wir jetzt noch bewusster essen, speziell ich hatte bisher sehr oberflächlich gekaut und war mit den Gedanken oft nicht bei der Sache. Das kann man aber nicht von heute auf morgen umstellen, es ist ein richtiger Lernprozess und der dauert ziemlich lange.
Auf jeden Fall habe ich alleine durch diese Umstellung ohne zusätzliche Hilfsmittel oder Sport in den letzten Monaten rund sieben Kilo abgenommen. Ich finde das schon sehr erstaunlich, das es sogar in den bewegungsarmen Wintermonaten so gut geklappt hat. Wir haben ja schon vor etlichen Jahren das Rauchen aufgegeben und seit dem hatte ich ordentlich zu gelegt. Es ist ja klar das sich die ganzen fiesen Stoffe des rauchens im Fettgewebe abgelagert haben und die kommen jetzt wieder an das Tageslicht und daher ist es auch gut das ich die Pfunde langsam verliere damit die Organe damit gut zurecht kommen.

Wir essen jetzt, wie früher zu Hause nur noch etwa einmal in der Woche Fleisch, wir backen unsere Brote und Brötchen alle selber. Brotaufstriche und Frischkäse kommen auch aus eigenen Töpfen. Leider haben wir keinen eigenen Garten aber unsere Kräuterbeete, die wild wachsenden Kräuter und selbst gezogene Sprossen runden unsere Mahlzeiten auf. Wir experimentieren mit alternativem Sauerteig, Wildhefe und fermentieren Gemüse. Die Inspirationen bietet uns dafür das Internet, denn das Rad muss man ja nicht immer wieder neu erfinden.

Wir sind dabei aber auch nicht total verbissen. Bei uns gibt es auch mal ein Eis, eine Fertigpizza oder meine geliebte Currywurst Pommes. Nur nicht ständig. Es ist auch viel schöner wenn man sich dann mal so richtig auf etwas freut.

Eine Sache möchte ich noch los werden!
Es wird heutzutage ja gerne sofort gegen etwas los gepoltert, geschimpft und gewettert, meist ohne richtiges Hintergrundwissen. Nehmen wir einmal das Beispiel Glyphosat in der Landwirtschaft. Es vergeht kaum ein Tag an dem nicht mit einer Petition geworben wird das Zeugs zu verbieten. Ich finde den Einsatz von diesen Giften auch total daneben, aber den Landwirt als Buhmann hinzustellen finde ich gelinde gesagt zum k….. Müssen wir uns nicht als Verbraucher selber an die Nase fassen? Sind wir nicht selber die Buhmänner wenn wir es mit uns machen lassen? Nur wir haben es in der Hand an diesem Kreislauf teil zu nehmen oder aus zu steigen. Wir selber müssen unser Konsumverhalten ändern damit auch ein Wandel statt finden kann! Kommt mir jetzt nicht mit dem Argument das es zu teuer ist auch muß man kein Vegetarier oder Veganer werden, aber wenn Jeder etwas an seinem Konsumverhalten ändert dann ist das doch schon ein guter Schritt in die richtige Richtung!

 

Jetzt habt ihr einmal einen kleinen Einblick in unser neues Leben gewonnen, auch wenn es nur den Part der Ernährung betrifft, wir sind noch auf anderen Ebenen aktiv, aber darüber mehr.
Bis zum nächsten mal. 😊

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