Auf an das Ende der Welt!

Der Wetterbericht steht für Montag auf viele dunkle Wolken und Regen satt, also typisches Bretagnewetter. Da wir aber sowieso fahren wollen trifft uns das nicht so dolle. Wir brechen also erst recht spät auf weil wir lange in der Falle gelegen und rumgedaddelt haben. Es geht nach Le Diben nahe Roscoff, 206 km, also ein angenehmer Tagesritt. Zur Mittagszeit, nach zwei Stunden Fahrzeit hatten wir keine Lust mehr und haben uns in ein Industriegebeiet nahe der Schnellstraße verkrümelt, etwas gefuttert und unseren heiligen Mittagsschlaf gehalten. Der Regen ist in dieser Zeit am heftigsten. Vor Le Diben macht Heike den Vorschlag erst mal auf den Wohnmobilstellplatz zu schauen bevor wir auf den Camping rollen. Die Aussicht an der Kaimauer ist klasse, aber belegt, natürlich im Kuschelcampingstil, bedeutet Womotür an Womotür. O.k. Wir hätten noch gegenüber, aber irgendwie ist das nicht unser Ding mit Gewalt irgendwo zu stehen. Also bewegen wir uns auf den Campingpaltz Camping de Kerven und wir sehen auch sofort die kleine Fourgonnette (Kastenwagen) von Linda die wir aus Orgiva in Südspanien kennen. Tja, jetzt haben wir uns schon gut eingelebt, genießen den familiären 1 Sterne Campingplatzflair und lassen den Abend auf uns zu kommen. Ehrlich gesagt fand ich früher, mit dem Wohnmobil auf einem Campingplatz zu stehen, äußerst spießig, aber mitlerweile ist es eine sehr gute Alternative zu den hoffnungslos überfüllten Stellplätzen und wir tun auch etwas für den Erhalt der kleinen Campings in Frankreich die leider immer seltener werden.
Ach ja, wieso lautet die Überschrift: Auf an das Ende der Welt? Ganz einfach, weil hier oben im 29er Departement, Finistere, das Ende der Welt ist. Finistere kommt von Finis terrae

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