Bitteres Wasser und Ziegengebimmel

AguaArmaga010

Ein typischer Brunnen

Wir sind in einem kleinen Örtchen, Agua Amarga, bitteres Wasser soll die Übersetzung sein, aber den Grund warum es so heißt ist mir entflogen. Ich meine es mal irgendwo gelesen zu haben. Aber egal, das Wasser ist nicht bitter, warum auch, es ist salzig, jedenfalls das Wasser da draußen, mit den Wellen und  den Booten. Wir stehen inmitten vieler Wohnmobilisten die hier den Winter überbrücken.
Ein herrlicher Fußmarsch steht an, zu erst zum Plaja de Enmedio und dann weiter zum Plomo. Es ist ein wunderbarer Wanderweg und am Vormittag trifft man hier kaum eine Seele. Es geht einen Wanderweg mit der Schwierigkeitsstufe „Mittel“ entlang. Man muss also schon aufpassen wo man hinlatscht ohne sich die Knochen zu verbiegen. Wenn man erst einmal oben angekommen ist, denn es geht gleich zu Anfang steil bergan, dann überblickt man eine weite Hochebene aus denen einzelne Hügel herausragen, alle in den gleichen blassen und staubigen Grün-grau-Tönen. Der Strand Enmedio verschlägt einem im wahrsten Sinne die Worte. Hohe ausgewaschene Kreidefelsen steigen senkrecht in die Höhe und ganz oben bilden sie eine Art Dach. Hier ist irgendwie eine andere Welt. Am Plomo stehen auch viele Wohnmobile und die Stimmung scheint auf einem Höhepunkt zu sein. Ganz außergewöhnlich ist das letzte Stück Piste bis zum Strand, sie ist saftig grün als wenn sie bewässert wird. Nachmittags machen wir noch einmal eine Radtour, ich fahre einmal ganz die Rambla bis zur Plomopiste durch, aber es ist sehr schwer mit einem normalen Rad zu fahren, denn der Weg ist sandig und sehr rumplig. Äußerst sehenswert ist sie aber und sehr einsam. Heike findet an der Straße ihre Lieblingstiere, die Ziegen nebst ihren Hirten. Sie meint die Ziegen würden besser auf ihn hören wie unsere Paula je auf uns gehört hatte.
Jetzt ist es wieder dunkel und wir sind hundemüde.

 

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