Brest

Fischerboote in Brest
Fischerboote in Brest

Warum wir nach Brest gefahren sind wissen wir gar nicht nmehr so genau, wahrscheinlich weil es dort einen Irischen Laden, den Le Comptoir Irlandais gibt, unsere Quelle für den leckeren Barry’s Tea

Wir kommen von Norden in die Stadt und wollen direkt an den Hafen, dort wo wir vor vielen Jahren schon einmal standen und es klappte sogar. Unser Parkplatz, ein unbebautes Grundstück gibt es zum Glück noch.

Es sind also nur ein paar Meter bis wir an der Kaimauer stehen und die Erinnerungen kommen dann auch sofort wieder. Wir wollen nur hier am Hafen bleiben denn die Stadt selber gibt uns nichts und seit dem Ar Bed Keltiek, ein Geschäft mit keltischen, bretonischen Büchern und CD’s, nicht mehr da ist gibt es wirklich keinen Grund mehr für einen Innenstadt-bummel.

Der Hafen ist sowieso mehr unser Ding, die Sonne scheint und lockt für eine ausgiebige Erkundungstour. Als erstes stürmen wir den
Comptoir Irlandais und versorgen uns mit reichlich irischem Tee. Nebenbei können wir auch mal den echten Harris Tweed befingern, zwar nicht unser Geschmack aber schon etwas Besonderes, very scottish sozusagen. Ich schau auch mal auf die Preisschilder der Kilts.. o.k. stolze Preise, aber die sind wohl auch gerechtfertigt.
Wir schnappen also unseren Tee, die Ginger Marmelade, das Paar Donegal Socken und die Tin Whistle in D Dur, in der Hoffnung das ich da mal wenigstens ein Stück drauf spielen kann.

In den Industriehafen kommt man leider nicht mehr rein aber wir kommen am kleinen Fischerhafen vorbei, an den Lotsenbooten und Schleppern und am letzten zugänglichen Kai liegt die Abeille Bourbon und der Traditionssegler La Recouvrance.
Wir kommen einen Tag zu spät denn bis Sonntag konnte man die Abeille Bourbon besichtigen und auch alle anderen Rundfahrten mit Ausflugsschiffen sind in die Winterstarre verfallen. In der Beziehung sind die Franzosen ganz schön verpennt, denn auch hier öffnen sich die Vor- und Nachsaison.

So bleibt uns nur der Fußmarsch auf die Mole. Von hier aus haben wir einen tollen Blick auf das gegenüberliegende Ufer, das Pointe de Espagnols und den Militärhafen in dem das Aufklärungsschiff A601, die Monge liegt. Es ist ein High-Tech Aufklärer der ganz untypisch für Marinefahrzeuge ganz in weiß gehalten ist. Der weiße Anstrich soll die Oberflächentemperatur so weit wie möglich verringern. Im Hintergrund ist auch der U-Bootbunker auszumachen. Anders als in Saint Nazaire oder Lorient ist dieser Bunker aber nicht zugänglich. Der ganze westliche Hafenbereich ist militärisches Gebiet und verdammt gut abgeriegelt. Von hier aus fährt auch regelmäßig eine Fähre zur Ile Longue, dem Atom U-Boot Stützpunkt der französischen Marine rüber. Natürlich nur für Marinepersonal. Uns bleibt ein sehnsüchtiger Blick an des gegenüberliegende Ufer. Im Hafenbecken tummeln sich friedlich haufenweise stattliche Meeräschen.

Zum Übernachten fahren wir zum Océanopoplis, dort gibt es einen offiziellen Übernachtungsplatz für Wohnmobile. Hier können wir prima und in absoluter Ruhe schlafen bevor die Reise weiter geht.

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