Brest

Brest ist eine nicht wirklich schöne Stadt. Fast alles was Alt war ist dem zweiten Weltkrieg zum Opfer gefallen. Nach dem Krieg wurde die Stadt nach einem modernen Plan wieder neu aufgebaut.
Aber trotzdem hat Brest seine Reize, vor allem der Hafen ist für uns sehr interessant.
Seit dem es den bretonischen Medienladen Ar Bed Keltiek nicht mehr gibt, hatten wir Brest nicht mehr besucht. Um so spannender war es in 2018 mal wieder rein zu schauen und wir waren positiv überrascht, jedenfalls das was den Hafen betrifft.
Leider verkehren ab Mitte September keine Ausflugsschiffe mehr, nicht einmal die Fährverbindung nach Le Fret auf der Crozon Halbinsel wird bedient. Dafür konnte man den Hochseeschlepper Abeille Bourbon bestaunen aber auch hier hatten wir Pech denn ein Tag vor unserer Ankunft in Brest endete die öffentliche Besichtigungswoche.
Dafür liegt direkt hinter dem Schlepper die La Recouvrance, der Nachbau eines wunderschönen Toppsegelschoners.
Von der Mole des Segelhafens aus kann man einen Blick auf einen Teil der Flotte der französischen Marine werfen. Weiter kommt man auch nicht in westliche Richtung da der ganze Bereich, auch der U-Bootbunker aus dem zweiten Weltkrieg, der Marine untersteht. Am auffälligsten ist dort die A601 mit dem Namen Monge. Es ist ein mit Elektronik vollgestopftes Aufklärungsschiff, das im Gegensatz zu den meisten Militärschiffen nicht grau, sondern weiß gestrichen ist um die Oberflächentemperatur durch die Sonneneinstrahlung zu reduzieren. Aus dem Militärbereich heraus ist auch ein reger Fährverkehr zur Île longue auf der Halbinsel Crozon zu beobachten, leider nur für die Marine. Auf der Île Longe ist die Atom U-Bootbasis der französischen Marine.

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