Cap Fréhel und Fort La Latte

Phare du Cap Fréhel
Phare du Cap Fréhel

Das Cap Frehel und das Fort La Latte gehört einfach zu jeder Bretagnereise. Die gewaltige Küste, die Weite, die Heidelandschaft und diese unbeschreiblich schönen Farben des Lichtes machen regelrecht süchtig.

Cap Frehel und der Campingplatz
Cap Frehel und der Campingplatz

Wir stehen wieder auf unserem Lieblingscampingplatz Camping municipal de Cap Fréhel. Es ist ein kleiner süßer Gemeindecampingplatz wie er in Frankreich noch üblich ist, mit einfacher Ausstattung und unschlagbar günstigen Preisen. Hier haben wir zwar keinen Meerblick aber einmal über die Küstenstraße rüber und der Strand liegt vor uns. Je weiter wir zur Spitze des Caps kommen desto steiler und höher wird die Küste und man kommt gar nicht mehr an das Wasser herunter. Der Wanderweg schlängelt sich um jede Bucht, es geht herauf und runter und der Weg an der Straße wäre schneller aber wir haben es ja nicht eilig. Am Cap angekommen fühlt man sich wie am Ende der Welt, es geht nicht weiter , nur noch Abgründe, das Meer, die Vögel und der Leuchtturm. Es geht weiter auf dem Küstenwanderweg GR34, der an der gesamten Küste entlang läuft. Es ist ein schmaler Pfad mit immer neuen Eindrücken. Zuerst haben wir noch freie Sicht über wundervoll blühendes Heidekraut aber bald ist es zum Land hin verbuscht und voller Farnkraut. Brombeeren wechseln sich mit Schlehenbüschen ab und ab und an zeigt sich sogar mal ein Lorbeerbusch. Es geht wieder rauf und runter und immer entlang der tiefen Einschnitte der Küste. So wird der Weg richtig lang, denn wenn man dem Auge folgen könnte wäre es sicher nur ein Drittel so weit. Von Rechts kommt ein Feldweg an dem ein PKW parkt. Hier muß man genau aufpassen und einen Pfad suchen der herunter führt. Die meisten Wanderer bemerken ihn gar nicht und wenn er nicht gerade frisch frei geschnitten wäre hätten wir sicher richtig Probleme ihn zu finden. Es geht steil abwärts, es ist eng und dornig und wir müssen aufpassen wohin wir treten. Doch plötzlich sind wir unten angelangt, an einem verwunschenen Ort der aussieht wie ein kleiner Hafen. Hier liegen auch ein paar Plastiknußschalen und ein paar Hütten gibt es auch noch. Ich erinnere mich noch an vor etwa 25 Jahren als hier noch Leben war. Nebenerwerbsfischer gingen ihrem gemächlichen Geschäft nach. Heute ist dort nur ein verirrter Tourist und in der Bucht liegen zwei Segelyachten vor Anker. Alles wirkt verlassen und auch etwas verfallen.

Fort La Latte
Fort La Latte

Unser Ziel ist aber das Fort de La Latte und von Oben können wir es schon sehen. Direkt vor der Zuwegung zum Fort ist ein großer Parkplatz der die Touristenmassen aufnehmen muß und von hier aus ist es noch ein gutes Stück des Weges. Es kostet Eintritt und der Herr an der Kasse lässt auch nur eine gewisse Anzahl an Besuchern durch, weil es sonst auf der Burg wohl zum Kollaps kommen würde. Das Fort ist wirklich liebevoll restauriert und hat sich seit unserem letzten Besuch, der schon viele Jahre zurück liegt wirklich positiv verändert. Hier bleiben wir eine Zeit lang und genießen die traumhafte Aussicht.
Zurück geht es über Feld- und Wanderwege direkt zum Campingplatz „nach Hause“

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