Das Wollknäuel

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Das Wollknäuel

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Wieder bei Mama

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An der Milchbar „schrauben“

Wir schlendern ganz gemütlich den „Olivenweg“ hier in Orgiva hoch und genießen das Vogelgezwitscher, die blühenden Orangenbäume und natürlich die uralten Olivenbäume.
Ein paar Hunde lümmeln auf der Straße rum, was ja nichts besonderes ist, und beäugen uns misstrauisch. Dann hören wir ein fiepen aus der trockenen Acequia, einem Wasserkanal zum bewässern der  Felder. Da guggen uns doch zwei hilflose Augen an! Ein brauner, plüschiger Welpe. Die Vorderpfoten sind oben und der Rest kommt unter hundischen Anstrengungen nicht mehr hinterher. Ich befreie das arme Tier aus der misslichen Lage und werde dabei genau von der Mutter beäugt, die sich in einem gewissen Abstand hält. Der kleine Kerl saust sofort zur Mutter und bedient sich erst mal an der Milchbar.
Heike sagt gleich „komisch, nur ein Welpe, die anderen…..“.
Jedenfalls sind alle zufrieden und als wir weiter gehen steppt das Wollknäuel doch, wie sollte es auch anders sein, hinter uns her. Auch nachdem wir die Geschwindigkeit anziehen klebt er an unseren Fersen. Wir reden auf ihn ein das er sich doch wieder zu seiner vierbeinigen Milchbar begeben möchten, vergessen dabei aber wohl das er kein deutsch kann. Zum Glück kommen gerade in dem Moment zwei Radfahrer um die Ecke und die scheinen viel interessanter zu sein. Er saust hinter den Beiden hinterher, genau in die Richtung der Milchbar.
Wir hoffen das es ihm einmal gut ergeht und das er sein kleines Leben mitten auf dem Weg lange genießen kann.

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