Den richtigen Weg finden

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Die kleine Bucht von Agua Amarga

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Ganz links sieht man den Pfad bei genauem hinschauen

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Der Weg zurück

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Welch wundervolle Farben!

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Die Erzverladestation in siebzig Metern Höhe

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Die Küste von der untersten Plattform aus

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Ein traumhafter fleckchen Erde

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Himmel, Erde, Wasser und Einsamkeit

In meinem Leben bin ich viele Wege gegangen und die meisten haben mich auch weit nach vorne gebracht. Einen einmal eingelegten Weg musste sehr selten abbrechen um wieder von vorne anzufangen.
In Agua Amarga, einem kleinen verträumten Küstenörtchen in Andalusien existiert solch ein Weg, ein realer Weg zum laufen. Es ist ein wundervoller Pfad mit einer atemberaubenden Aussicht auf die Küste und das Mittelmeer. Er schlängelt sich an den Kalkwänden die steil in das Meer herabfallen entlang. Der Weg führt zu der alten verlassenen Erzverladestation die ebenso atemberaubend angelegt ist wie dieser kleine Pfad den ich einschlage, bis zu der Stelle an der ich letztes Jahr nicht weiter gegangen bin weil er mir viel zu schmal ist und in 45 Metern Tiefe die Wellen an die Küste donnern. Auch dieses Jahr habe ich mich nicht getraut, wenngleich ich schon einen Fuß vorgesetzt habe. Die Vernunft hat letztendlich die Oberhand gewonnen und ich habe den Rückweg angetreten.
Das ist aber noch nicht das Ende der Geschichte. Hinter dem Pfad habe ich mir eigentlich den Zuweg zur untersten Plattform, dort wo eine Rampe für die Schiffe in das Meer gewesen sein soll, erwartet. Von Oben herunter hatte ich den Weg bisher noch nicht gefunden. Also klettere ich zu der Erzverladestation rauf und finde dort tatsächlich eine fast verschüttete Treppe die mich nach unten führt. Zwischendurch komme ich natürlich auch an der Stelle vorbei die mich die nicht mal zehn Meter von meinem ersten Weg trennt. Schließlich komme ich endlich auf der unteren Plattform an und freue mich wie ein kleines Kind!
Wenn man einen Weg aufgibt bedeutet es noch lange nicht das Ziel aufzugeben!

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