Ein „fast“ Hotel, ein Tunnel und eine traurige Geschichte

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Das Illegale Hotel El Algarrobico

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Langsam bröckelt die Fassade (Heike)

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Strandsteine am Playa El Algarrobico (Heike)

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Der Tunnel

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Die Rambla de la Granatilla

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Die Gedenktafel

Wir sind sehr im Rückstand aber eine schöpferische Pause muss auch mal sein 😉
Wir gehen zum 25. Februar zurück, es ist Donnerstag und unser letzter Markttag in Carboneras. Wir nehmen Abschied von unseren lieben Freunden Mariangeles, Sira, Sirius und Pedro und steuern zum Illegalen Hotel hin. Ja, es steht noch, obwohl es abgerissen werden sollte weil es halt illegal im Naturpark gebaut wurde. Gerade diesen Monat ist wiedermal ein Gerichtsurteil gefällt worden das besagt das es illegal sei. Wiedereinmal, weil solche Gerichtsbeschlüsse gibt es glaube ich schon mehrere. Mal sehen an welcher Schraube sie jetzt drehen werden. Immerhin ist schon mal einer der vier Baukräne abgebaut worden, der der Straße am nächsten stand. Die haben wohl Angst bekommen das er mal auf ein paar Autos kippt. Immerhin stehen sie seit 2006 sinnlos in der Gegend rum. Ach ja, die Gemeinde und viele Bewohner möchten das es trotzdem gebaut wird. Kann man ja auch verstehen, bringt ja Kohle und wenn man arbeitslos ist vielleicht auch die Hoffnung auf einen Job. Mal sehen was die Zukunft bringt.
Wir genießen wenigstens die Ruhe hier am wundervollen Strand und bewundern die tollen Strandsteine von denen wir am liebsten säckeweise wegschleppen könnten weil sie so schön sind.
Ich mach mich mal wieder auf Entdeckungstour und folge dem weiß-blauen Wanderweg der die Küste entlang Richtung Mojacar führt. Der Pfad geht ein ganzes Ende direkt am Wasser lang und endet dann aber in weißer Gischt. Wenn es hier einmal weiter ging dann muß das lange her sein! Außerdem seh ich weit und breit keine Merkierung mehr. Aber wo soll der Weg denn hin abbiegen? Es gibt zwei Schluchten, die eine geht in einer Stahlröhre unter der Straße durch und verliert sich im Gestrüpp und die andere Schlucht bin ich noch nicht rein gelaufen. Es zweigt tatsächlich ein Trampelpfad ab der den blau-weißen Markierungen folgt. Die Schlucht wird immer enger und ich kann nicht glauben das es irgendwo zur Passstraße hinauf geht, es ist viel zu steil! Plötzlich kommen mir vier Wanderer entgegen, wie aus dem Nichts! Wo die wohl her kommen? Ich kann es kaum fassen bis ich plötzlich vor einem begehbaren Tunnel stehe der mitten durch den Berg geht, genau, der Berg mit der tollen Aussicht 😉 Auf der anderen Seite finde ich mich in der befahrbaren Rambla de la Granatilla wieder, die von Sopalmo her zum Meer verläuft. Am Strand finde ich dann eine kleine geschmückte Gedenktafel für ein Mädchen das hier beim Campen verunglückt ist als die Wassermassen die Rambla herunter gedonnert sind. Man kann an solchen Orten ganz wunderbar campen, aber das Wetter muss man unbedingt im Auge behalten. Selbst wenn es dort trocken ist, aber im Hinterland regnet wird es sehr gefährlich. Ich habe lange überlegt ob ich das Foto hier veröffentlichen soll. Da es dort vor Ort auch jedem zugänglich ist und auch warnen soll habe ich mich entschlossen es hier zu zeigen.

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