Eine ganz andere Landschaft

Alcossebre007

Wir und der Himmel

Das Ebrodelta ist platt wie Ostfriesland, das höchste sind die Leuchttürme (in Ostfriesland mitlerweile die Windkraftanlagen). Nur die Berge im Hintergrund des Ebrodeltas sagen uns das hier nicht Ostfriesland ist. Wir schielen auf die Berge und fragen unas ob die hellen Flecken Schnee oder nackter Fels ist. Als die Sonne aber so richtig ihre Fühler aussendet kommen wir zu dem Schluss das es wohl Schnee sein wird, na ja, bei 1400 Meter kann das wohl schon mal vorkommen. Was uns wundert ist das fast alle Kanäle und Kanälchen im Ebrodelta wasserlos sind. Letztes Jahr floss überall das kostbare Nass, und jetzt so gut wie nichts, komisch.
Wir brechen auf, machen einen Monstereinkauf in Deltrebe und fahren schnurstracks nach Westen. Wir bummeln so mit unserer Lieblingsgeschwindigkeit 73-75 kmh vor uns hin und ich merke das ich mal Gas geben muss, da kommt aber fast nichts mehr. Die Geschwindigkeitkeht geht auf knapp unter 60 kmh zurück und stabilisiert sich kurz vor dem runterschalten. Ich gugg mal in den Rückspiegel ob da was aus den Bremstrommeln qualmt nein, wir haben aber mal wieder die stürmische Stunde erwischt, es bläst aus allen Kübeln und die Kiste gipt alle PS die sie noch hat her. Die Tage an denen wir unterwegs waren hatten wir bisher nur Sturm, es ist der Hammer!
Jetzt sind wir in Alcossebre und stehen mit dem Heck fast im Mittelmeer und die Kieselsteine rollen in der Dünung. Vorher standen wir abseits der Straße in der Wallachei aber da der Wetterbericht für heute Nacht und Morgen Regen angesagt hat sind wir da lieber abgehauen weil der Untegrund, wenn er nass ist kaum befahrbar ist. Unser zweiter Tagesspaziergang führt uns durch diese seltsame Gegend die geprägt ist durch verfallene Häuser, abgestorbene Palmen und aufgegebene Orangen.- und Olivenhaine. Der Grund ist das hier mal eine riesige Golfanlage mit allem Schnickschnack entstehen sollte. Das ist erst mal durch die Krise abgeblockt und wird hoffentlich niemals verwirklicht werden. Jetzt stehen wir zwar neben einer Straße, aber direkt am Mittelmeer, haben den Sonnenuntergang und den Mondaufgang genossen und freuen uns auf unser Kuschelbett.

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