Gold!

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Wir kennen das edle Metall beim Ehering, als Goldbarren (zumindest aus Filmen), aber wer meint man brauche nur nach Rodalquilar zu fahren um Goldklumpen zu finden der irrt.

In Rodalquilar wurde bis 1966 und von 1989 bis 1990 Gold gewonnen, aber zu einem hohen Preis, denn das edle Metall liegt hier nicht einfach herum, wie in Western gerne gezeigt wird, es ist sehr verstreut im Mineral gebunden. Deshalb mussten Massen an Gestein abgebaut und verarbeitet werden um an das Gold heran zu kommen, so etwa 10 bis 20 Gramm pro Tonne Rohmaterial. Das Gestein wurde in den Bergen hinter Rodalquilar in Stollen und im Tagebau abgebaut und zur Planta Denver Anlage transportiert, wo der Verarbeitungsprozess statt fand. Die Ruinen der Anlage stehen noch heute oberhalb des Ortes und zerfallen zusehends, genau so wie die Häuser und Wohnungen der 1400 Arbeiter. Jetzt leben hier gerade noch 195 Menschen.

Es wurde durch die Nationalparkverwaltung versucht den Ort touristisch zu beleben, doch so langsam verkommt es hier wieder, der Campingplatz ödet seit Jahren vor sich her und in der Gärtnerei scheint auch nichts mehr zu laufen.

Sehenswert ist das Geotouristische Zentrum, das eine ständige Ausstellung über die geologischen Verhältnisse und natürlich auch über den Bergbau beherbergt. Weiterhin sehr schön ist der botanische Garten, der die Vegetation des Nationalparks Cabo de Gata Nijar beschreibt.

Die Bilder versuchen zu zeigen das hier einmal richtig was los war und aber auch wie schnell es wieder vergessen werden kann. Im nächsten Beitrag versuche ich euch die Dimensionen des Abbaus bei den Minen näher zu bringen. Allerdings kann man das gigantische Gewühle und Gegrabe in Bildern nur zu einem kleinen Teil zeigen. Den Mund bekommt man nicht mehr zu wenn man selber vor Ort ist und dann nur noch staunt.

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