Im Schatten ist es frisch

Orgiva072

Die zweite Staustufe

Tagsüber haben wir so um 30°C und Nachts ist es mit 9°C angenehm kühl. Toll so können wir richtig erholt pennen. Aber heute Morgen dann an der Straße und weiter zum Wanderweg ist es nur im T-Shirt noch etwas frisch. Vor allem liegt die Schlucht des Wanderweges im Schatten. Wir schlendern also ein gutes Stück hinein, haben dann aber irgendwann keine Lust mehr und kehren um. Auf dem Rückweg wollen wir nicht auf der Straße laufen sondern nehmen einen ausgetretenen Pfad daneben. Er führt bis zum Rio Guadalfeo runter. Leider ist das letzte Ende nicht so ganz einfach und es endet mehr in eine Art kraxelei. Den Ziegen die hier rumlaufen macht es nichts aus, erstaunlich gelenkig die Viecher! Als wir zu Hause ankommen ist es schon 11:45 und ich bin erstaunt das es schon so spät ist. Tja, wir hatten in der Schlucht auch viel zu bewundern, die Pflanzen und Bäume und die Berge, es ist einfach ein tolles Schauspiel.
Am Nachmittag mache ich mich mit dem Fahrrad auf bis zu dem Punkt wo der Rio Guadalfeo nach Norden hin abbiegt und das Tal in einer Schlucht verlässt. Der Tip ist von Linda, einer Engländerin die hier auf dem Campingplatz verweilt. Ich fahre also erst einmal eine Piste zum Rio Guadalfeo herunter, überquere die Rambla des Rio Seco und fahre dann in der Barranco de Correas nach Norden bis ich auf eine Straße stoße auf der ich nach Osten abbiege. Links liegen die Häuser an dem Berg angeschmiegt und rechts sind ganz viele Orangen und Olivenplantagen. Am Ende der Straße führt ein kleiner Weg zum Rio herunter. Auf meiner Seite ist kein Pfad zu erkennen und weiter komme ich hier auch nicht, also muss ich rüber auf die andere Flussseite. Das erweist sich als schwieriger als ich dachte aber bei dem dritten Versuch klappt es dann. Ich kann das Fahrrad gerade noch so in der Strömung halten und mir geht das Wasser bis über die Knie. Ich komme aber frisch und munter an. Links sehe ich eine Staustufe zu der ich erst einmal ran fahre. Das Fahrrad muss ich aber weit vorher wegen dem Geröll stehen lassen. Als ich auf der Staustufe stehe sehe ich weiter hinten eine Zweite und einen Tunneleingang der vergittert ist aber eine offen stehende Tür besitzt. Da bin ich natürlich durch und komme zur zweiten Staustufe. Der Tunnel scheint zu einem Bewässerungssystem zu gehören, weiß der Himmel wie das funktioniert. Den Rückweg fahre ich am Rio Guadalfeo entlang und komme so auch wieder bei den Hippies in Los Cigarrones vorbei und über Los Tablones auf die Hauptstraße. Hier finde ich auch den Pfad zu dem Berg mit der Seilbahn. Hätte ich den schon früher gefunden hätte ich mir gestern eine schöne kraxelei ersparen können. 🙂
Heute Abend gibt es einen reichlichen bunten Salatteller, mit ganz frischem Bio-Olivenöl von dem Sohn unseres Campingnachbarn. Wir haben hier schon tolle Menschen kennen gelernt!

 

Dieser Beitrag wurde unter Spanien 2014 veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.