Kein Feuer mehr und doch noch bleiben

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Feuer bei Almeria

Über Nacht hat der Wind nachgelassen, ach nein, er hat seinen Dienst fast komplett eingestellt und das hat dann auch wohl dem Buschbrand bei Almeria die Puste hat ausgehen lassen. Wir haben uns ein leckeres Frühstück reingezogen und wollen eigentlich danach auf die Piste, wir sind uns aber uneinig wohin. Also beschließen wir heute noch hier zu bleiben, weil es so schön windstill ist. Unser Futtervorrat ist auch noch nicht erschöpft und zur Not bekommen wir auch im Ort im kleinen Tante Emma Laden was zu knabbern.
Heike hat mal rumgegoogelt und mit der Übersetzerfunktion haben wir etwas über das Feuer herausbekommen. Ein paar Bauernhöfe mussten evakuiert werden und es waren so um die 150 Einstzkräfte tätig. Es war dann wohl schon ein nicht kleines Feuer.
Zum Leuchtturm ist das Motto heute, mit dem Fahrrad versteht sich, aber nicht ganz hin, nur bis zum Pass, das reicht dann wegen der Steigungen. Es ist herrlich leer auf der schnurgeraden Straße und wir können meistens nebeneinander herfahren. Die Brandung ist nach dem heftigen Wind der letzten Tage, in Böen 7 Bft, gewaltig und es macht riesigen Spaß locker dahinzutreten und die Wellen donnern zu hören. Solch eine schnurgerade Straße, die über etwa 7 Kilometer direkt an der Küste dahin führt, gibt es selten. In La Fabriquila beginnt dann die Steigung und wir schieben die Fahrräder ein kleines Stück, beschließen dann aber sie an einem Verkehrsschild an einer Ausweichstelle anzubinden und solo weiter zu gehen.Von hier oben aus haben wir wieder eine grandiose Sicht auf die Küste vor Almeria. Unten wieder in La Fabriquila angekommen fahren wir einen Seitenweg rein der ein kleines Stück an der Küste unterhalb der Passtraße verläuft. Hier machen wir eine kleine Rast, stärken uns ein klein wenig und genießen die salzige, gischtgeschwängert Seeluft. Der Heimweg wird nicht so ganz schön, denn der Wind ist wieder aufgewacht, bläst aber von der Seite mit zunehmender Tendenz. Genau zur Mittagszeit trudeln wir wieder ein und der Sand und der Staub wirbeln uns um die Ohren. Aus den Wohnmobilfenstern wird die Aussicht immer getrübter von einer salzigen Staubschicht die sich auch im Auto absetzt.
Tja und jetzt? Eis ist alle, es soll aber noch Yoghurt mit Früchten geben, es ist dunkel und wir sind so langsam müde vom anstrengenden Tag!

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