Meditativer Spaziergang und alte Seilbahn

Orgiva057

Orgiva von Oben aus

Von unserem Campingplatz aus können wir sie sehen, fünf Maste oben auf dem Berg. Strommaste sind es nicht, auch keine Alten. Die Antwort hatte ich ja schon Gestern bekommen als ich einen Weg dorthin suchte. Auf einer Infotafel steht etwas von alter Mine. Aha, es war eine Seilbahn die bis nach Los Tablones herunter führte. Ich gehe allein auf den Weg, da es für Heike einfach zu herbe ist. Sie geht dafür einen kleinen Weg, entlang vieler Fincas und Gärten. Zuerst führt ihr Weg zum Rio Guadalfeo um dann aber nach Orgiva abzubiegen. Es geht an alten Olivenhainen entlang und der Duft der vielen Orangen und Zitronenbäumen erfrischt die Sinne. Im Moment ist so viel in Blüte das es eine Augenweide ist. Anders auf meinem Weg der erst einmal an der Straße entlang geht und dann in eine Schleife der alten Straße übergeht. Hier steht auch das Schild von der Seilbahn und ein kleiner Pfad ist zu erkennen. Aber nicht mehr lange und ich kämpfe mich durch ein spärliches Kiefernwäldchen an einem arg steilen Hang der mir den Schweiß aus den Poren treibt. Irgendwann komme ich oben bei dem ersten Seilbahnmast mit zerschundenen Beinen an. Ich genieße die tolle Aussicht, vom Stausee über Orgiva, den Blick über die Sierra Nevada bis hin nach Los Cigarrones wo der Rio Guadalfeo in einer Kehre aus meinem Blick verschwindet. Ich stapfe weiter, mal über Geröllfelder mal durch dichtes Gestrüpp bis ich auf einen Weg stoße. Als ich zur Orientierung in Google Maps rein schaue sehe ich das von dieser Fahrspur ein weiterer Weg abgeht der sich weiter in ein Tal herunterwindet um westlich der Orgivabrücke auf die Hauptstraße zu stoßen. Es ist ein wunderschöner Weg mit grandiosen Aussichten und Felsformationen. Der Weg weiter unten ist ein Teil der Routa de los Mineros, ein Rundweg zur alten Mine. Der Weg steht dann nächstes Jahr auf dem Programm. Insgesamt bin ich 10,5 Kilometer gelatscht, bei 550 Metern rauf und 520 Metern runter. Ich bin froh das ich um 13:00 Uhr zu Hause eintrudel, denn die Sonne knallt erbarmungslos und wir haben heute wohl die 30° Marke geknackt. Nachmittags tobe ich noch mal Richtung Orgiva, denn an der Straße verkauft ein altes Mütterchen Orangen, ein Beutel für zwei Euro, und die schmecken! hmmmmmm

 

Dieser Beitrag wurde unter Spanien 2014 veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.