Meldorfer Speicherkoog

Meldorf012

Scha(r)fe Gegend

Von Lunden aus brechen wir direkt nach Flensburg auf da das Wetter schlechter werden soll. Es schüttet auch tatsächlich wie aus Eimern, wobei Flensburg durch die nordöstliche Lage noch recht gut davon kommt. Dithmarschen hat wohl am meisten abbekommen weil die Konvergenzlinie (Übergang von der warmen auf die kalte Seite) direkt an der Küste entlangläuft. Endlich zeigt sich

das Regenradar gnädig und wir machen uns auf den Weg nach Husum. Der Hochsommer hat die graue Stadt am Meer voll im Griff und wir haben beide das Gefühl das wir hier weg müssen und so landen wir heute wieder im Meldorfer Speicherkoog. Es ist zwar ungewöhnlich voll hier auf dem Platz aber es verläuft sich irgendwie und alle sind gut drauf und genießen den herrlichen Sonnenschein und die sommerlichen Temperaturen. Der Tag neigt sich mit einem traumhaften Sonnenuntergang dem Ende zu.
Warum heißt es eigentlich Speicherkoog? In den 70er Jahren wurde, angeregt durch die Hamburger Sturmflut 1962, die Deichlinie hier vor Meldorf erheblich verkürzt und man sparte sich so die aufwendige Sanierung der alten und längeren Deichlinie. Außerdem schaffte man ein riesiges Gebiet als Wasserspeicher denn früher konnte das Wasser aus dem Binnenland bei Sturmfluten nicht ins das Meer ablaufen. Das Hinterland versoff also nicht durch das Meer sondern durch das Regenwasser was nicht abfließen konnte. Es sind so einzigartige Naturräume für die lokale Pflanzenwelt und die Tierwelt entstanden. Jetzt brauch man sich nicht mehr über so seltsame Namen wie „Alter Meldorfer Hafen“ oder den „Wöhrdener Hafen“ wundern, denn Wöhrden  liegt gar nicht mehr an der Küste und es jetzt einen „Neuen Meldorfer Hafen“ gibt.

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