Ödnis?

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Ebrodelta

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Weiter unendlicher Strand

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Keiner schaukelt mit mir!

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Strandidylle

Die Dämmerung ist bereits weit fortgeschritten. Wir blicken auf das wundervolle Meer. Nicht weit ab sehen wir die weißen Schaumkronen der Wellen die sich am Strand gegen den Wind stemmen um schließlich in lautem tosen zu brechen. Es regnet seit ein paar Minuten. Wir haben die Regenwolken schon eine ganze Weile, oder besser gesagt seit dem wir hier stehen, beobachtet. Jetzt haben sie uns doch tatsächlich noch eingeholt, aber wir sitzen im warmen kuscheligen Wohnmobil.
Hier ist eine unwirtliche Gegend, einige würden vielleicht sagen: „In einer Gottverlassenen Ödnis“. Gerade diese Ödnis hat ihren ganz besonderen Reiz. Es ist vollkommen eben, ein Bewässerungsgraben folgt dem nächsten und weite Anbauflächen sind überflutet. Hier ist die größte Reisanbaufläche Spaniens, wir sind im Ebrodelta, also in einer Gegend die der Camargue sehr ähnlich ist.
Wir haben natürlich einen ausgiebigen Spaziergang entlang der Straße unternommen, zum Glück kommen hier nur wenig Autos und wir können ganz entspannt schlendern. Die die hier jetzt an den Strand kommen sind meist Angler oder die die mal nach dem Rechten schauen. Wir sind über die ganzen Kanäle und Kanälchen erstaunt und überall fließt Wasser hierhin und dorthin, alles geleitet von Menschenhand. Wir biegen in einen Schotterweg ein und machen uns auf zu einer gewaltigen Beregnungsanlage die wir schon aus der Ferne erspäht haben. Dort angelangt schauen wir recht baff, denn es wird augenscheinlich Rollrasen angebaut. Jetzt sind wir zu Frieden und um eine Erkenntnis schlauer und machen uns auf den Heimweg.
Unser Gehör ist jetzt noch mehr geschärft weil es kaum etwas zu hören gibt außer dem Wind und den vielen verschiedenen Vögeln die sich hier munter vergnügen.
Wir freuen uns auf einen schönen Abend in Ruhe mit dem Wind, den Wellen des Meeres und der Dunkelheit die fast nicht durch künstliches Licht gestört wird.
Unser Womo schaukelt wieder im Wind.

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