Oliva, Denia, Finca-Caravana

Sonnenaufgang am Strand von Oliva. Im Hintergrund der Montgo

Wir stehen schon zehn Tage auf dem Campingplatz in Oliva und jetzt haben wir die Nase voll, wir brauchen endlich mal wieder etwas mehr Freiheit. Der Eurocamping ist ja nicht schlecht, er ist nicht sehr belegt, die Leute sind nett, aber es gibt dort zu viele Bäume, die die Sonne verdecken.
Wir hatten aber tolle Tage mit unserer lieben Freundin Lynda, die sich richtig doll über unseren unvorhergesehenen Besuch gefreut hat.

Mittelmeer und Palmen

Fischkutter im Hafen von Denia

Alleine am Strand

Die Finca-Caravana

In der Rambla

Traumhafter Tagesausklang

Also machen wir uns auf den Weg nach Denia, füllen die Vorratsschränke auf und landen an dem von mir ausgeguggten Platz direkt am Strand, in unmittelbarer Nähe zum Hafen. Wir können so ganz gemütlich den Hafen erkundschaften, mit all den riesigen Yachten und ein paar übriggebliebenen Fischkuttern. Beeindruckend ist auch die große Fähre zu den Balearen, wenn sie in dem doch recht kleinen Hafen liegt.
Die Stadt selbst wirkt im Winter düster, weil die Straßen so eng sind und der Wind frisch ist. Da wir sowieso nicht die Stadtbesucher sind, lassen wir das mit dem Stadtrundgang und das olle Kastell auf dem Hügel wird auch noch weiterhin dort bleiben, auch ohne uns. Abends frischt der Wind mächtig auf und rüttelt an Tir Na N’Og.

Am nächsten Morgen weckt uns die liebe Sonne wieder mit ihren Strahlen. Das Mittelmeer ist immer noch aufgewühlt und die Luft ist unglaublich und herrlich frisch. Es geht weiter in das Innenland in die Nähe des Ortes Yecla, zur Finca-Caravana. Es ist ein privater Wohnmobilstellplatz der irgendwo im Nirgendwo ist. Er ist weithin bekannt für seine Ruhe und Abgeschiedenheit, für seine Gastfreundschaft und für seinen einmaligen Nachthimmel.
Im Moment wird der Stellplatz von Franze dem reisenden Zimmermeister mit seiner Karawane bewirtschaftet. Morgen hat er zum marokkanischen Essen geladen, wir freuen uns schon jetzt mächtig darauf!

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Von der Île d’Oleron bis an das Mittelmeer

Die Cabane unserer Freundin Traudi

Ebbe

Eine Cabane am Hafen

Uns zieht es weiter über Rochefort zur Île d’Oleron, etwas südlich von La Rochelle. Traudi hat auf der Insel eine kleine Cabane und stellt dort selbst hergestellte Tiffanykunst und Wetterhähne aus. Wir nisten uns auf einem Wohnmobilstellplatz unweit der Cabane ein. Zum Glück hat der Stellplatz eine Stromversorgung, denn der Himmel zieht sich mehr und mehr zu und wir bekommen zum Schluß über die Solaranlage so gut wie keinen Strom mehr rein. Klaus, der Traudi hier gerade besucht, hat seine Angeln mitgebracht und so fassen wir den Beschluß uns reichlich mit Fisch ein zu decken. Leider scheitert es bereits an den benötigten Ködern. Wir buddeln an den verschiedensten Stellen nach den Metten und als Klaus fast zur Gänze im Watt versackt wäre beschließen wir im Supermarkt unser Glück. Ja, hier bekommt man Würmer zum Angeln in Gläsern, allerdings wollen die 8 Euro für ein kleines Glas haben. Entrüstet verlassen wir den Laden mit unseren schlammverschmierten Stiefeln. Nicht einmal im Coop Maritime haben sie welche, aber so kann Klaus mir mal den tollen Hafen von La Cotinière zeigen. Im Winter ist der Ort, ich will nicht sagen trostlos, sondern er scheint zu schlafen, bis zur nächsten Saison. Dann möchte ich allerdings nicht hier sein! Der Ausgangspunkt des Wohnmobilplatzes ist ideal, denn wir können zu Fuß nach Chateau d’Oleron laufen, einer alten bewährten Stadt mit einer Zitadelle. Unten am Hafen sind auch eine Menge der kleinen bunten Cabanen in denen sich Künstler nieder gelassen haben.

Weihnachtsflair

Der Winter steht ganz kurz vor der Tür und wir merken es an den eisigen Temperaturen, selbst hier auf der Insel. Wir ziehen also weiter in den Süden, überqueren die Gironde mit der Fähre und bleiben für eine Nacht in Soulac sur Mer. Der kleine Ort liegt richtig am Ende, denn von Royan aus muß man die relativ teure Fähre nehmen und von Bordeaux aus ist es eine ganze Ecke gen Norden. So verwundert es auch nicht das wir hier so gut wie keine Wohnmobile sehen. Der Ort wirkt, wie alle Küstenorte öde und leer und das bisschen Weihnachtsflair das hier verbreitet wird reißt es auch nicht heraus.

Atlantikwellen

Abendstimmung

Eine größere Strecke steht bis nach Souston Plage , schon so weit im Süden das man von hier aus die kantabrischenkantabrischen Berge und die Pyrenäen sehen kann, wenn es nicht so dunstig wäre. Hier gibt es auch Strom aus der Steckdose und so kann uns die fehlende Sonne nicht den Spaß verderben und wir können unser Wohnmobil prima heizen. Wir verbringen das Weihnachtsfest hier, machen lange Spaziergänge am Atlantikstrand, genießen den Ausblick auf die riesigen Wellen, schlendern durch das vor sich hin dösende Küstenkaff, das zwar recht gut besucht ist, aber nichts bietet außer ein paar kleinen Läden die geöffnet haben. Ursprünglich haben wir uns hier mit Facebookfreunden verabredet, aber nachdem es auf dem Platz unangenehm voll wird verpieseln wir uns auf einen Waldparkplatz in Messanges Plage. Wir sind überrascht das hier nur zwei einsame Wohnmobile stehen die anscheinend auch auf Südtour sind. Mit unseren Freunden verbringen wir einen Tag hier, aber leider hat ihre liebe kleine Hündin Bella Kontakt mit einer Kiefernprozessionsspinnerraupe. Sie fahren sofort zum Tierarzt und ihr wird gut geholfen. Diese Raupen sind mittlerweile auch in Deutschland eine richtige Plage und können sogar dem Menschen gefährlich werden. Jetzt wird sich die kleine Bella sicher nicht mehr zu dicht an solch eine Raupe wagen. Wir verbringen aber trotzdem einen tollen gemeinsamen Abend und klönen über Reiseziele.

Am Pilgerweg in Roncesvalles

Die Höhlen von Arguedas

Leider ist der Stellplatz in Capbreton dieses Jahr abgeriegelt und somit nehmen wir direkten Kurs über die Pyrenäen nach Roncenvalles, einem uralten Pilgerweg über die Pyrenäen. Der stahlblaue Himmel lacht uns an und die Sonne hat hier schon mächtig Dampf. Aber wehe sie nähert sich dem Horizont, denn dann sackt das Thermometer ab in den Boden. Am nächsten Tag sind die Pfützen über gefroren aber die Sonne erhebt sich über dem Horizont und wir machen uns weiter auf unseren Weg. Bei Pamplona zieht es sich zu und wir fahren im Nebel bei eisigen Temperaturen und sogar die Standheizung lassen wir hinten im Wohnbereich laufen damit es nicht zu sehr auskühlt. Es wird auch nicht besser als wir in Arguedas auf dem Stellplatz ankommen. Der Platz liegt direkt an einer Felswand in der sich Höhlen befinden, die den Beginn des Nationalparks Bardenas Reales bilden. Diesen Tipp haben wir von „Hermann unterwegs“ und ihr schaut am besten auf deren Homepage wenn ihr etwas über dieses Gebiet erfahren wollt, denn es bleibt auch den nächsten Tag neblig und so kommen wir nicht in den Genuss der Landschaft.

Silvestersonnenuntergang

Es ist der 31.12. und wir entschließen uns kurzerhand die weite Strecke zum Mittelmeer in einem Törn durchzuziehen. Und so verbringen, oder besser verschlafen wir Silvester direkt am Meer. Es war auch irgendwie nichts und als ich um 0:30 von ein paar Raketen geweckt werde ist der Spuk auch wieder vorbei. Entweder da war weiter keine Knallerei oder wir haben tief und fest geschlafen.

Jetzt stehen wir wieder auf dem Eurocamping in Oliva und haben unsere englische Freundin Lynda überrascht, denn eigentlich war es nicht unser Plan hier her zu kommen. Die Freude ist natürlich groß und wir haben uns ganz viel zu erzählen. Der Campingplatz war noch gut mit Spaniern besucht, die sich dann aber fast alle heute am Montag verpieselt haben. Jetzt dominieren hier wieder Deutsche, Holländer und Engländer, Schweizer und ein Däne. Eine witzige aber gewöhnungsbedürftige Zusammenstellung. Der Obstlieferant kam mit seinem kleinen Transporter auch schon vorbei und wir haben uns mit Mandarinen und Apfelsinen reichlich eingedeckt. Die schmecken so saulecker, die die uns zu Hause angeboten werden kann man gelinde gesagt in die Tonne treten.

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Frohe Weihnachten

Wir wünschen allen lieben Menschen auf der ganzen Welt ein wundervolles, friedfertiges, gesundes und, was auch ganz wichtig ist, liebevolles Weihnachtsfest.

Jetzt sind die Tage um zur Ruhe zu kommen, die Festtage und die Tage bis in das neue Jahr.
Wir denken an das Fest der Liebe und lassen das scheidende Jahr revue passieren, mit allem was geschehen ist, das was uns gefordert hat und das was wir gerne angenommen haben.
Wir schauen auch auf das neue Jahr und freuen uns darauf wenn wir unsere Ziele erreichen.
Wir bleiben aber auch wachsam in einer ziemlich turbulenten Zeit und lassen uns nicht aus unserer Mitte und unserer Liebe bringen! Die Liebe, die unseren ganzen Planeten und das ganze Universum erfüllt. Wir brauchen sie nur einzuladen und unsere Herzen weit für sie zu öffnen und das auch der Welt zu zeigen!

Genießt die wundervollen Weihnachtstage
Heike und Hans-Herbert

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Das Pipicaca-Projekt

Jeder der auf Campingtour ist kennt das Pipicaca-Problem. Eigentlich ist es von sich aus kein Problem, so lange es nicht irgendwo aufgefangen werden muß. Diejenigen, die auf Campingplätzen verweilen können auf die fest verbauten Örtchen ausweichen. Will man aber mit einem Wohnmobil frei, oder auf Stellplätzen stehen, wird man diese überdachten Einrichtungen in aller Regel vergeblich suchen. Dafür gibt es die mobile, im Fahrzeug fest verbaute Version, das Porta Potti oder auch Chemietoilette, oder wie Werner es passend ausdrückt die Chemiekloake.  Der große Nachteil dieser Klolösung ist, das man alle paar Tage mit seinem Töpfchen eine Entsorgungsstation anfahren muß.

Es gibt aber auch Alternativen die nur nicht so richtig bei den klassichen Wohnmobilisten verbreitet sind. Deswegen hatten wir uns auch kein fest in das Fahrzeug eingebautes Kassettenklo geleistet, weil wir eigentlich etwas anders suchten, es ist bisher also nur eine gewisse „Zwischenlösung“. Und wie es mit Zwischenlösungen oder Provisorien so ist, es bleibt erst einmal so und Jahrein und Jahraus sage ich mir wir müssten mal. 😉
Jetzt habe ich aber eine simple Idee um das Pipicaca Problem wesentlich zu entschärfen. Die nächsten Wochen bleibt es auch eine Idee, aber wenn wir wieder zu Hause sind geht es zur Sache und das alte Portapotti kann endlich raus fliegen. Es wird auch kein großer Aufwand sein, es ist im Grunde ganz einfach. 🙂

Herzchen

Ich bin in einer Zeit aufgewachsen als es noch die berühmt berüchtigten Plumpsklos, die mit dem Herzchen in der Tür gab. Unseres war nur von außen zugänglich und Licht gab es dort auch nicht, brauchte man auch nicht, da es für die Nacht Pischtöpfe gab.
Das Prinzip ist das gleiche, nur das das Pipi vom Caca getrennt aufgefangen wird. Das ist nämlich der entscheidende Unterschied zum herkömmlichen Camping Kassettenklo. Pipi wird in einem Unterflurtank aufgefangen und Caca wandert in einen, mit einem Beutel ausgeschlagenen Eimer. Das war’s auch schon. Die eigentliche Herausforderung ist das Trennen, aber man bekommt solch einen Trennsitz von der Firma Separett. Einen Tank haben wir noch liegen und eine Holzkiste mit einer Entlüftung ist schnell gezimmert.
Lassen wir uns überraschen.

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An der Barre d’Étel und dann weiter gen Süden

Die Barre d’Étel

Ja, wir sind wieder hier, wie fast jedes Jahr. Dieser Platz macht süchtig, nicht nach mehr, sondern nach weniger. Ich meine einfach hier bleiben und genießen. Der freie Ausblick auf die Flussmündung, die von den Gezeiten geprägt ist, die Ruhe und der wundervolle Nachthimmel sind so genial das wir uns kaum los reißen können. Aber wir wollen weiter! So weit haben wir uns schon mal entschieden. Zumindest bis zur Ile d’Oleron wo unsere Freundin lebt. Allerdings haben wir noch keinen Plan wie es weitergehen danach soll. Möglich ist einfach alles.

Rochefort en Terre

Mit unseren Freunden Ruth und Frank in Rochefort en Terre

In der Schleuse

Das Traumschiff und die Brücke

Eines Morgens, also vor ein paar Tagen geht es dann tatsächlich los, aber nur nicht so weit! So um die 80 km fahren wir, bis wir in Rochefort en Terre einlaufen. Es ist ein altes wundervolles Dorf, und zur Weihnachtszeit soll es besonders schön dekoriert sein, so mit Lichterketten und Weihnachtsbäumen. Außerdem stehen Frank und Ruth aus England schon dort und wir wollen uns treffen.
Es ist wirklich ein traumhafter Ort und die Weihnachtsdekoration ist richtig sehenswert. An Wochenenden sollte man allerdings einen weiten Bogen um das Dorf herum machen, da es nur so überquillt vor Menschen.

Die Nacht ist bitterkalt und als wir am Dienstag los fahren freue ich mich als die Motorheizung endlich eine angenehme Wärme verbreitet. Es ist wieder nicht weit, wohl auch so um die achtzig Kilometer bis nach Saint Nazaire. Der Stellplatz ist vor den alten U-Bootbunkern und prima zentral gelegen. Hier stehen überwiegend alte Wohnmobile, anscheinend von Leuten die in Saint Nazaire arbeiten. Es ist laut in der Stadt und ein Silomief treibt von einer Hühnerfutterfabrik herüber. Aber es ist auszuhalten. Dafür können wir prima in der Stadt bummeln gehen, die Schiffe im Hafen beschauen und die Sonne über dem Meer versinken sehen. Am schönsten ist es auf den Dächern der U-Bootbunker, denn just zu der Zeit geht gerade die Sonne unter und ihre Strahlen reflektieren an einem Traumschiffneubau in der Werft. Blöd ist das uns eine Securitytante von dort oben verjagt, denn um 17 Uhr werden die Dächer verrammelt, richtig blöd, dann wenn es gut wird werden wir verscheucht! Also tapern wir weiter zum Strand. Hier bietet sich uns eine traumhafte Dämmerungsidylle mit einem kleinen Frachter, der auf dem Weg zu irgend einem anderen Hafen ist.

Die Einfahrt zum alten Hafen in La Rochelle

Die legandäre Rennjacht K.VIII in weihnachtlichem Flair

Abendstimmung über dem Segelhafen von La Rochelle

Weihnachtskick

Nach zwei Tagen reicht es und wir brummen wieder weiter, in einem Stück, das sind über 200 Kilometer, direkt nach La Rochelle, auf einen Parkplatz direkt am Segelhafen. Hier stehen wieder die Schlepp, all das was man den Winter über so braucht, oder eigentlich nicht braucht. Sie sind anscheinend auf dem Weg in den Süden, nach Spanien, Portugal oder Marokko, oder bleiben die einfach hier stehen? Zu mindest stimmt das für den Teil in der vorderen Ecke, denn dort brummen allabendlich die Aggregate und ein widerlicher Benzinmuff schlängelt sich um die Wohnmobile. Bei dieser Hochdruckwetterlage kommt das so richtig gut. Zum Glück stehen wir weit genug entfernt.
La Rochelle ist auch eine Stadt die uns sehr gut gefällt. Die Parkmöglichkeit ist o.k., Fahrradfahren ist richtig gut und die Altstadt hat einen schönen Flair. Zum Glück ist sie im 2. Weltkrieg von den Alliierten nicht zerbombt worden, weil sich die deutschen Besatzer ergeben hatten.
Auch der Weihnachtsflair kommt nicht zu kurz, obwohl wie schon erwähnt, es nicht die gemütliche nördliche Ausstrahlung hat. Dafür können wir draußen vor einem Café in der Sonne sitzen, einen Kaffee schlürfen und ein Croissant vermüffeln. Natürlich mit einem wundervollen Ausblick auf den alten Hafen Nur das Saugboot passt nicht so recht in die Vorweihnachtszeit. Es zieht gemütlich seine Runde im Hafen, füllt seinen Bauch mit Schlamm und Schlumms, um zum Verklappen hinaus zu fahren, um dann seine Arbeit hier wieder aufzunehmen.
Abends, oder besser gesagt ab der Dämmerung gehen die Lichter der Stadt an und das sind jetzt verdammt viele. Die Weihnachtsdeko erstrahlt und die tausenden von Lämpchen erhellen die Herzen, vor allem die der Kinder.

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Spuren im Sand – Gedanken zum glücklich sein

Etel048_007Morgens, kurz nach Sonnenaufgang, die Flut geht schlafen und das Meer gibt den Strand wieder frei. Der Sand liegt schier und glatt vor uns und lädt zu einem Spaziergang ein. Wir stapfen los, teils mit schwerem Schritt, dort wo der Sand ganz lose liegt und teils ganz leicht und locker, wo der Sand ganz fest ist. Wir hinterlassen Spuren und die Schatten fallen noch weit in der tief stehenden Sonne.
Etel048_006Auf dem Rückweg begegnen wir immer mehr Menschen, die auch diese gewaltige Freiheit des Meeres und des Strandes erleben wollen. Auch sie hinterlassen Spuren und der schiere Strand des Morgens wirkt am Nachmittag aufgewühlt und vernarbt. Doch dann kommt die Flut und ebnet unser aller Spuren wieder ein. Sie verschlingt das was gewesen ist, um es bei der nächsten Ebbe wieder ganz schier und glatt zu präsentieren. So ist es!

Die Natur, unser Mutterplanet, nein das ganze Universum ist Großartig und wir sind großartig und einzigartig, Du und ich, alle und alles.
Gibt es irgendeinen Grund unser Leben nicht jeden Tag zu feiern?
Gibt nicht irgendeinen Grund jeden Tag mit Liebe zu beginnen?
Was haben wir davon missmutig zu sein,?
Was haben wir davon wenn wir uns ärgern?
Was haben wir davon wenn wir hassen?
Wir vergraben uns bei solchen Gedanken immer tiefer und können uns immer weniger freuen und immer weniger lachen, immer weniger lieben und frei sein.
Sind wir aus diesem Grunde auf die Welt gekommen? Sollen wir den ganzen Tag trübsinnige Gedanken haben? Das ist sicher nicht der Wille unseres Schöpfers. Wenn wir alle das „Leiden“ hinter uns lassen erschaffen wir uns alle zusammen eine viel lebenswertere Welt, einen viel lebenswerteren Planeten und können einander wieder lächelnd in die Augen schauen.
Geht mit offenen Augen und Ohren durch die Welt und glaubt nicht jeden Mist den ihr hört oder lest. Teilt nicht gleich jeden Beitrag in den sozialen Netzwerken ohne ihn kritisch hinterfragt zu haben, denkt bitte daran das ihr durch das Teilen der ganzen Hasspostings nur noch mehr Hass erzeugt, ohne dabei auch nur einen Funken an Konstruktivität bei zu tragen. Kommentiert nicht überschnell und vor allem bleibt mit eurer Wortwahl auf dem Teppich!
Warum über das Wetter schimpfen? Wir können es sowieso nicht ändern und eine „Flucht“ in die Sonnenregion ist und bleibt eine Flucht, denn du stehst alsbald wieder vor der Haustür und so beginnt die Spirale wieder von neuem! Drehe den Spieß einfach um und schaue mal was du Gutes daraus machen kannst! Ja zugegeben, fällt es oft nicht leicht und wir kommen auch oft an unsere Grenzen aber alles Gejammer und Gezeter ändert da nichts, wenn wir selber nicht aktiv werden und handeln, oder eine für uns, schöne Lösung finden.
Warum über den Nachbarn schimpfen wenn er eine schräge Meinung hat? Das bringt nichts! So wirst du den Nachbarn nie ändern können und seine Meinung wirst du dadurch nur festigen. Denke dir doch mal Alternativen aus und lass den Nachbarn mit offenem Mund da stehen wenn du weiter gehst. Werde doch einfach mal kreativ statt aggressiv, das ist eine wundervolle Erfahrung!
Lasst uns gleich heute damit beginnen, meckert nicht über das Wetter, meckert nicht über die Politik, meckert nicht über den Nachbarn, sondern erforscht dabei einmal euer Innerstes wenn ihr all diese destruktiven Gedanken hinter euch lasst. Ihr werdet merken das sich das Leben gleich viel lebenswerter anfühlt. Versucht es doch einmal.

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Stadtleben

Unser Stellplatz an der Scorff

Unser Stellplatz an der Scorff

Wenn wir sehr lange irgendwo abseits unterwegs sind, dann sehnen wir uns auch mal nach einer Stadt. Ich meine so eine richtige Stadt mit Trubel und Leben. Die Bretagne ist ja zwar eine sehr ländliche Region aber es gibt schon ein paar große Städte wie Rennes, Brest, Vannes und eben auch Lorient.
Ja, wir kommen fast jedes Jahr nach Lorient und das hat ein paar Gründe. Zum einen haben wir um 2000 herum hier gerne das interkeltische Festival (Festival interceltique de Lorient) besucht, zum anderen hat unsere Freundin hier bis letztes Jahr ihre Wohnung am Rande der City gehabt. Außerdem können wir hier mit dem Wohnmobil einigermaßen gut übernachten.
Lorient hat die Vielfalt einer mittleren Stadt zu bieten, große Einkaufszentren und eine Innenstadt mit einem gemütlichen Leben, die aber auch die üblichen Probleme mit der Attraktivität hat. Hinzu kommt der maritime Flair mit einem Industriehafen, einem Fischereihafen, einem Segelhafen und einem Fährhafen. Der Segelhafen ist wohl der interessanteste da er sich in dem Gebiet der U-Bootbunker aus den Zeiten des zweiten Weltkrieges befindet. Alte Bausubstanz finden wir hier vergeblich, da Lorient von den Alliierten zerbombt wurde.
Unser erster Anlaufpunkt ist das Gewerbegebiet in Lanester. Lanester ist eine eigene Gemeinde und ist von Lorient durch den Fluß Scorff getrennt. Hier gibt es einen netten Bastelladen, der alles hat, was das Kinder.- und Künstlerherz begehrt, von Ölfarben über Bilderrahmen bis hin zu Glasperlen. Wir finden für uns allerdings nur etwas, um kleine Makrameesachen zu basteln.
Weiter geht es auf die andere Seite von Lorient in Richtung K2. K2 ist ein großer Einkaufspark, wie bei uns. Wir parken direkt an der TGV Linie von Lorient nach Quimper. Die Züge stören nicht, dann sie sind viel leiser als in Deutschland, außerdem haben sie, so kurz hinter dem Bahnhof, noch nicht die volle Geschwindigkeit drauf. Es regnet wie aus Eimern und von daher ist es auch egal wo wir stehen. Im Decathlon, das ist wohl der größte Sportdiscounter, ergattern wir, für unsere Verhältnisse, richtig gute Regenjacken. Ist das vielleicht ein Zeichen das wir hier in der Bretagne bleiben sollen? Am nächsten Tag schlendern wir noch mal zum Boulanger, das ist ein Elektronikfachmarkt, ich dachte ich könnte da einen LTE-Roter abgreifen, aber die haben absolut nix, keine Router, nothing! Aus Frust steppen wir noch durch den Brico Dépot, einen Baumarkt der härteren Version, also für Semiprofis mit toller Auswahl und kommen mit einem LED-Leuchtmittel (LED-Glühbirne) wieder heraus. Nach diesem Einkaufsrausch besuchen wir noch den Biocoop, einen richtig guten Bioladen, oder eher Markt der alles hat was ein richtiger Ökujunkie so braucht.

Unsere Aussicht bei Nacht

Unsere Aussicht bei Nacht

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Kunst am Hafen

Mittags ist umziehen angesagt, wir wollen mehr in die City, und eine gute Parkmöglichkeit gibt es direkt an dem Fluß Scorff, die um diese Uhrzeit auch nicht sonderlich belegt sein sollte. So ist es auch, kein einziger PKW, geschweige denn Wohnmobil stehen hier. Es ist zwar unweit der Straße, aber wir können alles zu Fuß oder mit dem Fahrrad erledigen und haben sogar freie Sicht auf den Fluß. Der Verkehr legt sich dann Abends und schläft während der Nacht ein, nur ab und an braust ein Krankenwagen vorbei, denn es ist der direkte Weg zu dem neuen Krankenhauskomplex, der auf dem ehemaligen Gelände des riesigen Militärgeländes „Arsenal“ entstanden ist.
Wir machen uns mit den Fahrrädern auf den Weg entlang des Scorffs. Der Radweg ist erst in den letzten Jahren, auf Grund des Rückzuges des Militärs aus diesem Gebiet, entstanden. Bei dem neuen Krankenhaus ist dann aber leider Schluß mit Lustig. Der dahinter liegende Teil gehört zur DCNS, eine Werft die sich auf den Rüstungsbau im Marinebereich spezialisiert hat. Das Gelände ist über die Brücke, Pont Geydon, mit der östlichen Seite des Arsenals in Lanester verbunden. Hier befindet sich auch noch sichtbar der so genannte Scorff-Bunker aus den Zeiten der deutschen Besetzung. Zwischen einer hohen Mauer und Wohnhäusern geht es eine kleine Straße weiter, um schließlich auf einem großen Platz zu landen, der wie ein Exerzierplatz aus sieht. Letztes Jahr klaffte hier noch ein riesiges Loch, es wurde ein unterirdischer Parkplatz gebaut. Auf dem ehemaligen Arsenalgelände geht es weiter zwischen typischen alten Militärgebäuden, einer alte Windmühle und dem Turm de la Découvert, einem alten Leuchtturm, der bereits 1737 konstruiert wurde . Außerdem halten sich hier hartnäckig ein paar alternative Künstler in kleinen Baracken in Sichtweite des gläsernen Neubaus, dem „Maison de l’Agglomération„. Plötzlich sind wir an der Einfahrt zum Yachthafen und jetzt steuern wir wieder auf die Innenstadt zu, Heike verliert sich bei H&M und ich schleich mich zu fnac (Elektronikfachmarkt,CD’s und Bücher) und schaue dort vergeblich nach irgendwelchen Routern. Auf der Busspur, die gleichzeitig Radweg ist, geht es schnell wieder am Bahnhof vorbei, zu unserer Behausung.
lorient047_005Am Samstag ist Markttag und wir müssen dort natürlich auch hin! Für unsere Verhältnisse aus Bad Oldesloe ist es ein Traum. Annähernd 10 Ökobauernhöker vertreiben hier ihr leckeres Gemüse. Ganz toll sind die Biokiwis aus Caudan. Ja richtig, in der Bretagne wachsen Kiwis, das ist ein weiteres Indiz für das besonders milde Klima. Auch unseren alten Stellplatz wollen wir besuchen, aber der ist jetzt abgesperrt, wie das gesamte Hafengelände, schade. Wir fahren einmal zur Spitze wo der Fischereihafen beginnt um dann die Avenue de la Perrière wieder hoch zu radeln. Es ist eine alte seemännisch geprägte Straße mit sehr vielen kleinen Spelunken. Hier schauen wir regelmäßig beim Comptoir Irlandais rein. Es ist ein kleiner Laden mit typisch irischem Zeugs, vom Hut über Pullover, Tee, cakes, teapots, Whiskey und Briketts. Ja Briketts, es war 2000 der einzige Laden weit und breit in dem wir Briketts für unseren Ofen ergattern konnten. Bei dem Fährbahnhof zur Île de Groix entdeckt Heike das man dort im Café einen netten Ausblick auf den Hafen hat und so genießen wir endlich einmal einen guten café du lait (Milchkaffee), der sogar heiß ist und nur knapp über einen Euro kostet. In Quiberon wird man für einen kalten Café gleich über drei Euro los und hat nicht so eine nette Aussicht. Na ja, im Sommer ist es sicher viel zu quirlig hier, wenn die ganzen Reisenden auf die Fähre warten.

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Die Basilique de Notre Dame du Paradis

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Nacht in Hennebont

Am Samstag Nachmittag ziehen wir dann nach Hennebont um und beziehen ein lauschiges Plätzchen an der Blavet. Lauschig ist etwas übertrieben, denn am Wochenende ist es ein bevorzugter Startpunkt für Wanderungen an der Blavet bis nach Inzinzac Lochrist. Ein Auto nach dem anderen kommt und geht und endet erst spät nach Einbruch der Dunkelheit. Hennebont ist einen Abstecher wert und wer nicht an der Blavet wandern möchte der schaut sich eben die alte Innenstadt an, in dessen Zentrum die mächtige Basilique Notre-Dame du Paradis steht. Leider enttäuscht das Innere der Kirche.

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Die Sonne verabschiedet sich über der Barre d’Étel

Am Montag Vormittag brechen wir dann erneut auf, die Akkus brauchen auf jeden Fall mal wieder eine Volladung und das schaffen wir bei den kurzen Fahrstrecken und dem kurzen Sonnenschein nur mit Landstrom. Aber wir hatten sowieso vor nach Étel auf den Womoplatz zu fahren. Der Scheckkartenautomat geht für deutsche Karten immer noch nicht und so greift Heike sich den Gemeindearbeiter der auf dem Platz umbauten am Sanitärgebäude macht. Er macht uns die Schranke auf und kommt heute Morgen mit einer Kollegin vorbei um das Parkgeld zu kassieren. So freundliche Menschen wie die beiden haben wir ganz selten in unserem Leben getroffen! Und so hat eine nicht funktionierende Technik auch seine Vorteile. Hoffentlich bleibt das so, denn wir kommen ja wieder.
Die erste Nacht war verdammt kalt, es war wohl nur knapp über dem Gefrierpunkt. Dafür haben wir den ganzen Tag strahlend blauen Himmel und diese wundervollen kräftigen Herbstfarben. Es ist wie in einem wundervollen Traum, nur das uns der steife und eiskalte Wind in die Realität zurück holt.

Moules St. Jaques

Moules St. Jaques

Heute war hier in Étel Wochenmarkt und wir kaufen unter anderem frischen Spinat von der Ferme du Sac’h. Im Fischladen greifen wir sechs Noix de Saint Jaques¹ ab, die wir heute abend gemeinsam, mit Kartoffelpü und Spinat und Salat zubereitet haben. Es ist eine wirkliche Delikatesse. Nur die Kobolde meinten das es absolut nicht magenfüllend wäre, aber das ist eine ganz andere Geschichte.

¹Die Moule Saint Jaques wird ab Herbst geerntet. Als Symbol wird die Muschel für die Pilgerwege nach Santiago de Compostella verwendet.

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Sturm kündigt sich an

Plouharnel046_001Wenn wir etwas erleben wollen müssen wir nicht groß etwas unternehmen, auch im Kleinen ist das Leben so wundervoll lebenswert.
Unser Wetterbericht sagt düstere Zeiten voraus und so planen wir diese Woche etwas mehr als sonst. Wir kaufen in Carnac beim Lidl und in Plouharnel beim Super U ein. Beim Lidl natürlich Brötchen, irgendwelche Papiertücher und ich ergatter zwei Pakete Akkus für Taschenlampe, Garmin und Co. Im Super U gönnen wir uns zwei Scheiben Rinderleber, etwas Käse zum drüberstreuen und, ach ich hab’s vergessen, ist ja auch nicht wichtig. Vorher haben wir aber schon das zum Supermarkt gehörige Waschcenter erobert und es rackert sich eine große Waschmaschine für uns ab. Als wir die Einkäufe erledigt haben schleudert sie schon munter vor sich hin. Anschließend wandert das Zeugs in zwei Trockner. Jetzt haben wir zehn Minuten Zeit und Heike legt ein flottes Tänzchen auf das Parkett vor den Trocknern hin. Der Waschsalon ist klasse, sauber, gute Maschinen und  hat ein ordentliches Parkett für einen Tango 🙂

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Die Côte Sauvage

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Die Spitze am „Fozo“

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Das Schloß Turpault nach dem Sturm

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Die Wellen brechen sich am Tag nach dem Sturm an der Kaimauer

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Strandspaziergang

Anschließend fahren wir nach Portivy und parken vor dem im Winter geschlossenen Dünenmarkt. Die letzte Möglichkeit in der Nähe des Port Blanc zu parken hat die dusselige Gemeinde mit einer Höhenbegrenzung versehen. Wir denken aber mal das das angrenzende WC Häuschen zu sehr durch die Camper, die möglichst alles umsonst haben wollen, ausgenutzt wurde. Egal, zur Küste ist es ein Katzensprung und wir wandern auf unseren alten Pfaden. Nach zwei Nächten haben wir die Nase voll und wir beide haben das Gefühl das wir hier jetzt verschwinden sollten. Also ziehen wir um und landen wieder bei unserem Freund auf dem Parkplatz.
Das Wetter hat sich halbiert, was heißen soll, es scheint die Sonne oder es regnet. Also prima Wetter! Zum Wochenende hat sich ein Sturm angemeldet und wir verpieseln uns auf den Windgeschützten Parkplatz am Bahnhof von Quiberon. Im Winter kräht hier kein Hanhn nach. Wir sind hier schnell zu Fuß in der City, am Hafen und wir hören die Tröte wenn die Fähre von der Belle Île einläuft. Es ist recht angenehm und der Verkehr tagsüber nervt nicht und Nachts ist hier eh tote Hose.
In der Nacht von Samstag auf Sonntag hat er uns beglückt, der Sturm. Die Platzwahl ist optimal, wir stehen in Windrichtung und bekommen vom Sturm kaum etwas mit. Ich mache mich vor Mitternacht auf den Weg zum Hafen und merke wie der Wind jeden Schritt Richtung Wasser zu nimmt. Am Stadtstrand, der an den Hafen angrenzt, ist die Hölle los. Ich wollte eigentlich ganz runter, aber der Sand knallt mir so in das Gesicht und in die Augen, das ist einfach zu viel, geschweige denn das ich eh nicht gegen den Wind ankomme. Dieser Abschnitt scheint wie ein enger Kanal zu wirken, der die Windgeschwindigkeit noch weiter nach oben treibt. Am Fähranlieger ist es etwas besser, da er ja von der Kaimauer geschützt ist. Es ist dunkel, die Straßenbeleuchtung ist ausgefallen und ich bin patternaß und so mach ich mich wieder auf den Heimweg. Das war schon ein tolles Erlebnis.
Jetzt stehen wir wieder am Sable Blanc auf dem Wohnmobilplatz, puffern unsere Akkus und heizen mit feinstem französichen Atomstrom….. Ein Schauer jagt den Anderen, gefolgt von wundervollem Sonnenschein. So macht der Herbst richtig Spaß!

 

 

 

Am Tag danach (Video, externer Link zu YouTube):

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Zeitraffer

Klicke auf das Bild um das Video zu starten (externer Link zu YouTube)

Zeitraffer, auch unter Time Lapse bekannt, hatte mich nie so richtig interessiert, weil ich die technischen Voraussetzungen einfach nicht hatte. Als Jürgen Reinert dann aber einen Platz in der Bretagne suchte, bei dem er Zeitrafferaufnahmen von dem Tidenhub machen will, dachte ich auch mal darüber nach. Auf die Idee es mit dem Smartphone zu machen war ich bis da nicht gekommen. Da wir in Plouharnel mit unserem Schlafzimmerfenster direkt Aussicht auf ein „Schlammloch“haben wäre das die passende Gelegenheit! Noch dazu haben wir Springtide, Grand Marée.
Auf dem Smartphone habe ich die hervorragende App openCamera installiert, die ich jedem nur empfehlen kann. Kurz gesucht und gefunden, mit openCamera kann man Zeitlupenaufnahmen machen! Zum testen habe ich mal ein Aufnahmeintervall von 5 Minuten eingegeben und das Smartphone in das Schlafzimmerfenster gestellt. Klasse, es läuft bestens! Zur Mittagszeit kommen von unserer Radtour zurück, und da ist unser Schlammloch genauso wasserlos wie Morgens. Macht nichts, es kommt ja bald, laut Tidekalender. Wir begeben uns also zum Mittagsschlaf in die Koje und wollen eine Runde ab pofen. Klick! alle paar Minuten. Es ist fast wie Folter, dieser Klick! Kein Problem denke ich, und stelle alles auf Lautlos was die Kiste so her gibt. Klick! Verdammt, wo ist dieser besch…. Schalter um den Klick! aus zu stellen….? Klick! Also Vadder Google gefragt und der sagt mir das es nicht ganz so einfach wäre und das in Asien irgendwo in irgendeinem Land ein Gesetz gibt, bei dem die Kamera Klick! machen muß, wegen Privatsphäre oder so. Es gäbe wohl aber die Möglichkeit, allerdings muß man das Smartphone rooten…. pffft, ich will nur den blöde Klick! weg haben. Zum Schluß hatte ich den Gedanken verworfen und es wird sich auch ganz gut ohne Zeitrafferaufnahme vom Tidenhub bei Supermond in Plouharnel leben können. Heute Morgen beim Frühstücken kam mir dann doch die rettende Idee das es vielleicht eine spezielle App für Zeitraffer gibt, natürlich ohne Klick! Es gibt sie, sie heißt „TimeLapse Video Recorder“ und das Resultat lässt sich schon bei der ersten Probe sehen. Jetzt ist Hänschen glücklich und zufrieden! 😉

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Magische Momente

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Alles verschwimmt in einem grauen Meer
Es ist als will es sich mir verbergen
in einem Meer aus grauem fahlen Licht
Die Farben schwinden in eine andere Welt
und Ruhe kehrt ein
Eine Ruhe wie die Ewigkeit
formlos und farblos
Einfach nur Ruhe
um plötzlich in leuchtende Farbenfreude zu explodieren

Alle Bilder von Heike und Hans-Herbert
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