Platja d’Oliva, Santa Pola und Puerto de Mazarron

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Platja d’Oliva wie es ursprünglich einmal war

Wie überall an der Mittelmeerküste Spaniens prallt eine alte auf die Neue völlig überheblich wirkende neue Welt, also auch in Platja d’Oliva. Unweit des Campingplatzes ist eine Welt für Golfer und die es vielleicht einmal werden will entstanden. Na ja, nicht so richtig, mehr im Entstehen, obwohl das auch nicht richtig ist, es ist ein abgewürgtes Entstehen. Überschwängliche Straßen enden in der Pampa, abgeschnitten wie eine Dörrwurst, verlassen, verwaist und immer mehr verkommend. Die Fenster der mondänen Bettenburgen weisen nicht auf wohlgepflegte Parks sondern auf mit Schilfbewachsene Kanäle an denen aus Planken zusammegezimmerte Untekünfte für Angler spalier stehen. Cola und Fitnessgetränkedosen kullern einträchtig neben dahinwehende Plastiktüten über die Wege und verfangen sich an irgendetwas um vielleicht vom nächsten Auto plattgefahren zu werden. Wir genießen das Alte, die engen Gassen der kleinen Strandhäuschen in denen wenigstens noch ständig Menschen leben. Wir lieben das riesige Schilf, wie es im Wind raschelt und wir lieben die Angler die stundenlang ihre Würmer baden und scheinbar alle Zeit der Welt haben.
Wir verabschieden uns von dem Campingplatz in Platja d’Oliva und fahren gemütlich nach Santa Pola auf den Stellplatz im Gewerbegebiet. Die Geschichte die es zu Santa Pola zu erzählen gibt ist eine Traurige und wir hoffen das sie trotzdem gut zu Ende geht. Das Wetter ist prima in Santa Pola und wir bleiben einen zweiten Tag, denn danach sollen wir Regen bekommen.
Diesen Regen haben wir jetzt in Mazarron auf einem Strandparkplatz. Wenn der Verkehr der nahen Straße eingeschlafen ist wird es hier auch ruhig werden und wir werden nur das rauschen der Wellen vernehmen können, die uns in den Schlaf wiegen werden.

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