Portsall ein ganz besonderer Ort

Portsall ist ein kleiner Ort and der Nordküste der Bretagne der mir aber irgendwie schon immer bekannt war, warum weiß ich nicht. Auch wird es nicht das ganz besondere Ereignis am 18. März 1978 gewesen sein das Portsall binnen Stunden weltbekannt machte da ich es noch früher kannte. Ich mache mich also mit dem Fahrrad auf die Tour und die 25 km nach Portsall sollte ich mit meinem mitlerweile schon wieder ganz im takten Fuß locker zurücklegen können. Der Weg führt über die beiden „Aber“ Mündungen, Aber Benoit und Aber Wrac’h und bietet so also ein sehr abwechslungsreiches Bild. Es ist ein herrlicher Tag und ich muss mich vom ewigen anhalten und Fotografieren förmlich zurückreißen. Irgendwann so um die Mittagszeit komme ich also endlich in Portsall am Hafen an und ein Hinweisschild, „Ancre de Amoco Cadiz“, bringt mich schnell an mein auserwähltes Ziel. Ja es ist ein Anker und 20 Tonnen soll er wiegen und er gehörte zu dem Öltanker Amoco Cadiz der hier, vor der Küste Portsalls 1978, auseinanderbrach und 230.000 Tonnen Öl über 300 km bretonische Küste verteilte. Endlich stehe ich vor ihm und betrachte das monströse Teil mit Ehrfurcht und Respekt. Denn auch wenn wir Menschen so etwas riesiges bauen können so ist es doch nichts im Vergleich zur Natur geschweige denn des Universums. Den Anker und das Gedenken an diese katastrophale Ölpest lasse ich also wieder langsam und nachdenklich hinter mir. Warum sich der Name des Örtchens Portsall sich aber so bei mir festgesetzt hat habe ich nicht heraus bekommen. Ich belasse es jetzt auch so.
Es war eine ausgesprochen schöne Fahrradtour die mit genau 60 km und 709 Höhenmeter enden soll. Ja, die Bretagne hat es in sich, es geht immer rauf und wieder runter, für uns Hinterdeichler aus dem Norden eine ganz schöne Herausforderung 🙂

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