Saint Nazaire im Dezember, zwischen Werften, Bunkern und Weihnachtsmännern

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Die Brücke über die Loire und die alte Bunkerschleuse von Adolf &Co

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Kreuzfahrerneubau in der Werft

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Der Briefkasten für den Weihnachtsmann

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coole Weihnachtsbeleuchtung

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Hubschrauberträger Wladiwostok

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Eine richtig alte Drogerie

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Heike auf Shoppingtour

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Am Stadtstrand von Saint Nazaire

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Cabane an der Loire

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Der U-Bootbunker von Saint Nazaire

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Die Loirebrücke von Saint Nazaire

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Oben rechts der ehemalige Radardom aus Berlin auf dem alten U-Bootbunker. Ein Zeichen der Freundschaft zwischen Frankreich und Deutschland

Es ist schon lustig im Dezember in Saint Nazaire zu sein. Es ist etwas bizarr hier unten am Hafen zwischen den großen Kränen, Silos, den Kriegsschiffen und den ollen U-Bootbunkern. Ein paar Straßen weiter glitzert die kitschige Weihnachtbeleuchtung und die Kinder stehen mit großen Kulleraugen vor dem Briefkasten für Père Noél (Weihnachtsmann). Ach ja, Vorweihnachtszeit. Ich hab ja nie so viel davon gehalten aber so schön wie bei uns ist sie nicht, keine netten Buden in denen es leckere Sachen oder Kunsthandwerk gibt, keine und keine Weihnachtsmusik. Flensburg oder Lübeck ist wirklich richtig toll! Schaun wir mal was uns auf der Île d’Oleron bei den Cabanen zum Weihnachtsmarkt am 12 und 13. 12. erwartet. 😉 Das Wetter tut auch sein bestes um nicht weihnachtlich zu wirken. Heute Nacht war mir ausnahmsweise mal nicht zu warm. Heike meint ja das ich in den Wechseljahren bin aber das kann gar nicht sein!!
Zurück zu Saint Nazaire. Flußaufwärts erwarten einen ausgedehnte Werftgelände auf denen noch richtig gehämmert und geschraubt wird. Leider kann man vor lauter Zäunen und Hallen nicht allzu viel sehen und so bin ich auch nicht wirklich dicht an den Kreuzfahrer herangekommen. Aber die beiden Hubschrauberträger, die eigentlich für Russland gedacht waren aber wegen des Ukrainekonflikts nicht ausgeliefert werden, kann man fast anfassen. Frankreich und Russland haben sich übrigens geeinigt und die Franzosen bezahlen an die Russen einen batzen Geld als Ausgleich. Nach letzten Nachrichten sollen die beiden Kriegsschiffe nach Saudi Arabien verhökert werden. Hauptsache es findet sich ein Abnehmer und die Finanzen stimmen einigermaßen! Flußabwärts erwartet uns ein ganz anderes Bild. Eine lange Promenade mit einem eigenen Radweg zieht sich ein paar Kilometer zum Meer hin. Hier werden wir von hübschen alten Villen begleitet und die Wellen brechen sich am goldenen Sandstrand. Hier tauchen auch das erste mal die Cabanen auf Stelzen auf. Sie stehen im Wasser und von dort aus werden Senknetze herabgelassen. Wir haben herrliches Dezemberlicht und die tiefstehende Sonne verwöhnt uns mit ihren goldenen Strahlen. Schon außerhalb der Stadt bleiben wir eine Zeit lang an einer wunderschönen Bucht und genießen das rauschen der Wellen das wir hier in der Stadt natürlich vermissen.
Es ist jetzt schon lange dunkel und einer der letzten Busse rollen in das Busdepot das direkt an den Wohnmobilstellplatz grenzt. Der Stellplatz ist erst im Oktober eingerichtet worden. Man konnte bisher umsonst parken. Jetzt wird einem 7 Euro pro Tag von der Kreditkarte runtergelutscht. Allerdings mit 6 A sauberstem Atomstrom. Man steht aber vergleichsweise sehr ruhig und ist mitten im Geschehen. Ach ja, 24h umsonst kann man noch auf dem angrenzenden Parkplatz stehen. 🙂

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