Sechs Uhr Sonnenaufgangsmeditation

Als ich ein Kind war und scheinbar ein unlösbares Problem hatte, sagte meine Mutter zu mir, ich solle erst einmal eine Nacht darüber schlafen und morgen sehe die Welt wieder ganz anders aus.
Das hört sich auf den ersten Blick etwas einfach an, aber ich finde, bei vielen Dingen ist es wirklich so.

In der Bretagne, im Herbst ist es für uns ganz leicht die aufgehende Sonne über dem Meer zu begrüßen, wir gehen einfach aus dem Wohnmobil heraus und schauen auf das Meer und die Sonne. Meistens ist das zu unserer Frühstückszeit, denn in der Bretagne geht die Sonne eine Stunde später als bei uns auf.

Heute aber haben wir uns in einer kleinen Gruppe mit tollen Menschen am Süderhafen von Nordstrand schon um sechs Uhr morgens zu einer Sonnenaufgangsmeditation mit Pfarrer Jens Schmidt von der Altkatholischen Kirche getroffen.
Ruhig werden,
schon auf dem Weg zum Meditationsplatz,
ankommen und sich verankern,
mit den Füßen auf dem Boden,
bewusst auf den Atem achten
und wahrnehmen was ist,
mit allen Sinnen
die Gedanken ziehen lassen
die Geräusche wahr nehmen
und den immer heller werdenden Himmel betrachten
bis die Sonne leuchtend rot auf geht.
Der Tag ist geboren!
Was für ein Geschenk!
Welch eine Freude!
Zum Dank haben wir ein Begrüßungslied für die Sonne gesungen.
Für mich war diese Meditation ein besonderes Erlebnis.

Beendet haben wir unser frühmorgendliches Treffen mit einem gemütlichen und superleckeren Frühstück in der Natur mit dem Blick auf die Sonne, dem Wattenmeer, den Salzwiesen und den Schafen.

Frühstück nach Sonnenaufgang

Ein neuer wundervoller Tag ist wiedergeboren worden und die Probleme von Gestern sind nicht mehr so wichtig.

Die Morgensonne bewundern
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