Sommerwetter, ordentlich was los hier

AguaAmarga024

Die ehemals bewohnte Höhle an dem Via Verde nach Lucainena

Ja genau, die Sonne scheint von Morgens bis Abends und die Temperaturen sind mehr als angenehm, nicht zu kalt und nicht zu warm, na ja ab Mittags ziehen wir uns dann doch diskret zurück weil zu viel Sonne ja bekanntlich die Hirnmasse brodeln lässt.
Heute Morgen bin ich als erstes zur alten Erzverladestation rauf, ich möchte dort den via verde (Grüner Weg) erkunden. Als grüne Wege werden in Europa stillgelegte und zu Fahrrad oder Wanderwegen umgebaute Bahnstrecken bezeichnet. Hier, oberhalb von Agua Amarga endete ja die Erzbahn, die von Lucainena aus herführt. Sie ist teilweise befahrbar, so auch von hier aus bis zur Autobahn. Auf einem Schild am Beginn des Weges erfahre ich das hier sogar ein Rundweg markiert ist und wohl durch die große Rambla mit dem alten Olivenbaum zurück führt. 8 km, ideal also, weil ich zwei Kilometer bereits hinter mir habe. Der Weg ist so wie ich es mir dachte mit einem normalen Fahrrad schwer befahrbar weil dort viel grober Schotter liegt. Zu Fuß ist der Weg absolut kein Problem. Die Aussicht auf den hinteren Teil des Nationalparks ist toll, aber schwer mit Foto einzufangen weil es so endlose Weiten sind. Aber unterwegs treffe ich auf eine nette alte, ehemals bewohnte Höhle die man hier öfter finden kann. Hier kann ich mir auch vorstellen mal ein paar Monate ganz alleine zu verbringen. Der Rückweg führt tatsächlich durch die Rambla. Bei dem alten Olivenbaum ist gerade eine Wandertruppe eingetroffen und ich mache mich schnell aus dem Staub weil mir das laute Geschnater mir auf die Nerven geht. Eindrucksvoll ist die große Kehre in der Rambla in die sich das Wasser wie in einer Schlucht den Weg gefressen hat. Bald bin ich dann auch wieder zu Hause, gerade rechtzeitig zur Mittagsstunde. Heike finde ich am Wasser wo sie das Strandleben genießt und ich setze mich einen Augenblick dazu bevor wir zur Mittagsstunde schreiten.
Nachmittags ist Strand angesagt, nichts tun, aufs Wasser guggen und baden, ausgiebig schwimmen, es ist herrlich. Danach gehe ich einen Pfad der vom Strand aus sichtbar ist. Er führt in Richtung alte Erzverladestation, aber nach unten zum Wasser. Ich hatte ja schon einmal versucht dort runter zu kommen, fand aber keinen Weg herunter. Vor mir spazierte schon ein alter Herr mit seiner Spiegelreflexkamera dort lang, ich also hinter her. Der Ausblick ist grandios, obwohl nur auf viertel Höhe des Küstenmassivs. Der Weg ist für mich schon recht heftig weil rechts gleich der Abgrund ist, aber es scheint so das ich mich dran gewöhne und es geht immer besser. Eine Strecke hinter dem kleinen Bunker, den ich durchqueren muss komme ich nicht weiter oder besser traue ich mich nicht weiter, ich seh nicht mal mehr einen Pfad. Der Herr vor mir muss dort aber weiter gekommen sein, denn ich sehe ihn etwas später noch auf einer Plattform. Nun gut, ich kehere lieber wieder um, denn den leckeren grünen Spargel, die Kartoffeln und den Tomatenteller möchte ich doch noch genießen können. Auf dem Platz hier wird es auch langsam ruhiger. Heike hat vorhin mal durchgezählt, es sind 52 Wohnmobile hier. Zum Glück ist der Platz groß!
Wisst ihr was? Heike hat heute beim Orstansässigen KomoKomo Markt Eis gekauft, das werden wir gleich gnüsslich wegmüffeln. 🙂

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