Soulac sur Mer – Was uns bewegt

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Der bunte Bunker und das einsame Hotel

Wir sind jetzt schon fast schon wieder eine Woche zu Hause und die Erinnerungen an die vergangenen Wochen fließen ständig an uns vorbei und ein kleines Teilchen fehlt noch in unserem Blog.
Soulac sur Mer war im zweiten Weltkrieg ein strategisch wichtiger Ort, da an der Garonnemündung gelegen, und das sieht man natürlich auch heute noch an den ganzen Bunkern die willkürlich, so scheint es, in der Gegend herum liegen.

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Nicht mehr lange….

Teilweise sind sie schon weit im Wasser, halb die Dünen herabgerutscht oder noch mitten im Land. Diese „meisterhaften“ Baudenkmäler finden wir ja an der gesamten Atlantikküste Europas.

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Er hat den Boden unter den Füßen verloren

So langsam machen sich diese Betonklötze aber auch aus dem Staub, sie machen sich auf ihre letzte Reise in das Meer um in den Tiefen zu verschwinden. Gerade hier in Soulac sur Mer scheint dieser Vorgang besonders schnell von statten zu gehen. Überall sehen wir enorme Schäden an den Dünen und die Menschen bäumen sich mit enormen Mitteln gegen diesen Vorgang auf und versuchen mit Felsen und Spundwänden den Landverlust zu stoppen, zumindest an ein paar wichtigen Stellen wie den Campingplatz oder den nächsten Strandort.

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Spundwände und Felsen gegen das Meer

Die gesamte Küste gegen die Wellen zu schützen ist wohl unmöglich. Mir kam eben als erstes das Wort „Wellenraub“ in den Sinn aber ist es wirklich ein Raub? Nein es ist ein Ausgleich, es ist der Ausgleich der Natur der immer und ewig statt gefunden hat und statt finden wird auf unserem Planeten. Genau wie mit den Bunkern. Damals hatten sie die Aufgabe die Küste gegen die Alliierten zu verteidigen, heutzutage dienen sie den Touristen als Attraktion und die Graffity-Riege hat tolle Flächen um ihre Botschaften in die Welt hinaus zu tragen. Irgendwann werden sie versunken sein.  Aber nicht nur die Bunker machen sich davon, nein auch modernere Bauten wie das „hübsche“ Hotel im Hintergrund des ersten Bildes werden bald Legende sein, denn es steht bereits leer. Viele Scheiben sind zertrümmert und ein Bauzaun soll weitere Randalierer und Neugierige abhalten. Wer weiß ob es nächstes Jahr noch auf das Meer hinaus blickt.

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Treibgut

Es ist egal ob es der Klimawandel ist, ein paar verrückte Wetterjahre oder der Lauf der Zeit. Alles ist im steten Wandel und nichts wird so sein wie es war!

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