Sturm kündigt sich an

Plouharnel046_001Wenn wir etwas erleben wollen müssen wir nicht groß etwas unternehmen, auch im Kleinen ist das Leben so wundervoll lebenswert.
Unser Wetterbericht sagt düstere Zeiten voraus und so planen wir diese Woche etwas mehr als sonst. Wir kaufen in Carnac beim Lidl und in Plouharnel beim Super U ein. Beim Lidl natürlich Brötchen, irgendwelche Papiertücher und ich ergatter zwei Pakete Akkus für Taschenlampe, Garmin und Co. Im Super U gönnen wir uns zwei Scheiben Rinderleber, etwas Käse zum drüberstreuen und, ach ich hab’s vergessen, ist ja auch nicht wichtig. Vorher haben wir aber schon das zum Supermarkt gehörige Waschcenter erobert und es rackert sich eine große Waschmaschine für uns ab. Als wir die Einkäufe erledigt haben schleudert sie schon munter vor sich hin. Anschließend wandert das Zeugs in zwei Trockner. Jetzt haben wir zehn Minuten Zeit und Heike legt ein flottes Tänzchen auf das Parkett vor den Trocknern hin. Der Waschsalon ist klasse, sauber, gute Maschinen und  hat ein ordentliches Parkett für einen Tango 🙂

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Die Côte Sauvage

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Die Spitze am „Fozo“

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Das Schloß Turpault nach dem Sturm

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Die Wellen brechen sich am Tag nach dem Sturm an der Kaimauer

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Strandspaziergang

Anschließend fahren wir nach Portivy und parken vor dem im Winter geschlossenen Dünenmarkt. Die letzte Möglichkeit in der Nähe des Port Blanc zu parken hat die dusselige Gemeinde mit einer Höhenbegrenzung versehen. Wir denken aber mal das das angrenzende WC Häuschen zu sehr durch die Camper, die möglichst alles umsonst haben wollen, ausgenutzt wurde. Egal, zur Küste ist es ein Katzensprung und wir wandern auf unseren alten Pfaden. Nach zwei Nächten haben wir die Nase voll und wir beide haben das Gefühl das wir hier jetzt verschwinden sollten. Also ziehen wir um und landen wieder bei unserem Freund auf dem Parkplatz.
Das Wetter hat sich halbiert, was heißen soll, es scheint die Sonne oder es regnet. Also prima Wetter! Zum Wochenende hat sich ein Sturm angemeldet und wir verpieseln uns auf den Windgeschützten Parkplatz am Bahnhof von Quiberon. Im Winter kräht hier kein Hanhn nach. Wir sind hier schnell zu Fuß in der City, am Hafen und wir hören die Tröte wenn die Fähre von der Belle Île einläuft. Es ist recht angenehm und der Verkehr tagsüber nervt nicht und Nachts ist hier eh tote Hose.
In der Nacht von Samstag auf Sonntag hat er uns beglückt, der Sturm. Die Platzwahl ist optimal, wir stehen in Windrichtung und bekommen vom Sturm kaum etwas mit. Ich mache mich vor Mitternacht auf den Weg zum Hafen und merke wie der Wind jeden Schritt Richtung Wasser zu nimmt. Am Stadtstrand, der an den Hafen angrenzt, ist die Hölle los. Ich wollte eigentlich ganz runter, aber der Sand knallt mir so in das Gesicht und in die Augen, das ist einfach zu viel, geschweige denn das ich eh nicht gegen den Wind ankomme. Dieser Abschnitt scheint wie ein enger Kanal zu wirken, der die Windgeschwindigkeit noch weiter nach oben treibt. Am Fähranlieger ist es etwas besser, da er ja von der Kaimauer geschützt ist. Es ist dunkel, die Straßenbeleuchtung ist ausgefallen und ich bin patternaß und so mach ich mich wieder auf den Heimweg. Das war schon ein tolles Erlebnis.
Jetzt stehen wir wieder am Sable Blanc auf dem Wohnmobilplatz, puffern unsere Akkus und heizen mit feinstem französichen Atomstrom….. Ein Schauer jagt den Anderen, gefolgt von wundervollem Sonnenschein. So macht der Herbst richtig Spaß!

 

 

 

Am Tag danach (Video, externer Link zu YouTube):

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