Wandern am Rivière du Sac’h

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Haus und Schiffsgerippe am Rivière du Sac’h

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Schiffsgrippe am Ria d’Étel

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Nicht der gerade Weg scheint oft der richtige zu sein

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Eicheln gibt es massenweise dieses Jahr, es scheint ein harter Winter zu werden!

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Die roten Beeren der Stechpalme leuchten verführerisch

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Auch die Schlehenbüsche sind voller Früchte

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Am nördlichsten Zipfel

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Eine alte Waschstelle

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Die Sonne lacht zu Hause wieder!

Der Rivière du Sac’h ist ein kleiner Fluss der nördlich von Étel in den Ria d’Étel einmündet. Entlang des Flüsschens, der wie alle Flüsse in Mündungsnähe Gezeitengeprägt ist, schlängelt sich ein wunderschöner Wanderweg und gibt den Blick frei auf alte Bootsgerippe die hier im Schlamm ihrer letzten Tage harren. Es müssen einmal stolze Boote gewesen sein, denn sie waren nicht klein und vielleicht sogar größer als die Kutter bei uns zu Hause. Ich schätze mal das sie vergleichbar waren mit den KFK-Kuttern. Ich denke sie kommen aus den Zeiten als hier noch richtig Thunfischfang praktiziert wurde.
Es ist ein typischer bretonischer Küstenwanderweg der zwischen der Felsküste auf und ab geht und sich wie ein Aal windet. Oft sehe ich ein Haus, aber plötzlich stehe ich vor einem Nebenarm des Flüsschens und ich muss ellenlang um ihn herumlaufen. Es ist still hier, unglaublich still, nur ab und an höre ich die Möwen krächzen und die Vögel auf der bewaldeten Halbinsel sowieso. Ich komme an vielen Häusern die versteckt direkt an der Küste liegen. Auf dem Weg liegen Massen von Eicheln, die roten Beeren der Stechpalme locken verführerisch und die dunkelblauen Schlehen hängen jetzt fast alleine an den Büschen, denn die Blätter verlassen sie so langsam zum Winter hin. Am Westende, also auf der Seite des Étel’s wird der traditionellen Muschelzucht nachgegangen, meistens wohl Austern, obwohl einer auch Palourds (kleine schmackhafte Muscheln) verkauft. Der Blick öffnet sich schließlich zur Ria d’Étel und ich habe den grandiosen Blick frei zur einzigen Brücke in der Nähe. Jetzt verlasse ich die Küste, denn der Weg den ich einschlage führt durch den Wald wieder zurück zum Ausgangspunkt. Es ist ein wundervoller Mischwald und mir begegnen nur ein paar Pilzsammler. Ich wundere mich wie schnell ich diesen direkten Weg zurücklege ohne die ganzen kleinen Umwege und Kürvchen. Es geht wieder zurück an der alten Windmühle vorbei, dann über den Damm der Wassermühle und bleibe jetzt aber auf dem Wanderweg wenn ich die Straße nach Étel überquere. Er führt ein kleines Stück an dem Rivière du Sac’h, vorbei an einem alten Waschhaus. Dann geht es leider fast überwiegend auf der Straße bis zum Campingplatz zurück. Als ich am Wohnmobil ankomme reißt doch tatsächlich der Himmel auf und ein paar Sonnenstrahlen versüßen uns den tollen Nachmittag.

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