Wandertag

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Am Strand El Playazo

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Ausblick auf den Nationalpark Cabo de Gata bei Rodalquilar

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Das Tal Cortijo del Fraile, die Sierra Nevada und die Sierra Alhamila

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Stollen über Stollen

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Stolleneingang

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Einer von den Hauptstollen

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Löcher in die Tiefe

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Gewölbe über mir

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Die alte Straße zur Goldmine

Er fällt mir wieder ein, der Hinweis auf einem Schild in Rodalquilar auf einen zehn Kilometer Wanderweg, der Minenwanderweg. Wir stehen aber in Las Negras und mir juckt es in den Füßen. Fünf Stunden soll man für den Weg gebrauchen, etwas viel aber man weiß ja nicht wie der Weg ist. Ich schaue in OpenStreetmap nach und mir kommt die Idee von Las Negras aus los zu laufen. Gedacht getan, früh morgens schnapp ich mir zwei Apfelsinen, einen Apfel, Wasser und los geht’s. Der erste Abschnitt geht an der Küste zu dem wunderschönen Strand El Playazo und dann quer durch den eingebrochenen Krater des ehemaligen Vulkans an Rodalquilar vorbei direkt in den Berg. Der Weg schraubt sich auf knapp dreihundert Meter aber weit und breit ist von Bergwerksstollen nichts zu finden, außer das der Wanderweg in eine Piste übergegangen ist. Was sie dort sollte ist mir schleierhaft, aber sinnlose Wege um Berge herum findet man massig in Spanien. Nach Südwesten habe ich einen wundervollen Ausblick auf das Tal Cortijo del Fraile. Im Hintergrund erkenne ich die verschneiten Sierra Nevada und ein Stück weiter rechts die Sierra Alahmila. Ich genieße diesen Ausblick und die Ruhe die ich hier oben habe, bisher bin ich hier nur einer Ziegen/Schafherde begegnet die meinen Weg kreuzt. Um die nächste Ecke herum stoße ich auf die Stollen! Der Erste geht nur ein paar Meter tief rein aber der Nächste ist schon richtig was. Jedenfalls laufe ich nicht weiter als das letzte Licht des Eingangs verblasst ist und weil es überall Nebenstollen gibt. Ich habe keine Lust mich im Berg zu verlaufen oder in ein Loch zu plumpsen. Der Hammer sind dann die letzten Stollen. Ich bin jetzt wohl am Punkt der damaligen Hauptaktivitäten. Ein Harzer Käse ist ein Dreck gegen diese ausgehölten Berge. Es geht tief in den Berg hinein, es geht abwärts in dunkle Löcher und über mir sind riesige Gewölbe die andere Ebenen miteinander verbinden. Auch hier laufe ich nur so weit wie ich noch etwas Licht vom Ausgang sehe. Meine kleine LED Taschenlampe ist zwar super, aber wenn sie aus gehen sollte ist’s zu duster.
Leider finde ich keine Edelsteine, keinen Amethysten und erst recht keine Goldbarren. 😉 Aber ich habe Steine gefunden die eine  blaue glitzernde Schicht haben. Ich weiß jetzt noch nicht was für ein Mineral sein könnte. Irgendetwas mit Kupfer vermute ich.
Diese Ecke hat mir schlicht die Stimme versachlagen es ist großartig dort! Der Rückweg wird so richtig pustig und der angekündigte Sturm macht sich bemerkbar. Teilweise muß ich mich gegen die ätzenden Böen gegenanstemmen wenn sie das schmale Tal herunterdonnern. Knapp 25 Kilometer ist die Strecke und wunderschön! Ich werde sie sicher noch einmal laufen.

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