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Die Anse de Pen-Hir

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Das Meer tobt

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Am Pointe de Pen-Hir

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Der Stellplatz in Le Fret

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Le Fret wirkt verlassen

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Meerblick in Morgat

Wir haben noch einen wundervollen Vormittag auf dem Pointe de Pen-Hir verbracht, haben uns den Sturm um die Ohren hauen gelassen und die Strahlen der Novembersonne genossen, die unsere Herzen gewärmt haben. Wie magisch erscheinen die Farben an diesem Cap der Halbinsel Crozon, tiefgehend, harmonisch und friedvoll obwohl die See tobt und mit aller Gewalt mit ihren mächtigen Brechern gegen die Felsen trommelt. Die Möewen stehen im Wind und ab und zu fällt das Gehen schwer als wolle der Sturm uns aufhalten. Es ist für uns einer der schönsten Tage des Jahres.
Wir machen uns aber auf nach Le Fret, einem kleinen Kaff neben der Île Longue gegenüber der Hafenstadt Brest. Am Ende der alten Bahnlinie, die jetzt ein Voie Vert (grüner Weg/Radweg/Wanderweg) ist halten wir auf dem Wohnmobilplatz. Im Sommer fahren von Le Fret Fähren nach Brest in den Hafen und zum Meeresmuseeum Oceanapolis. Jetzt ist hier tote Hose und die Sportboote stehen im Trockenen auf der Kaimauer und nur ein Restaurant und die kleine Epicerie (Lebensmittelladen) lockern die Leere irgendwie kaum auf.
Gestern Vormittag haben wir eine Einkaufstour nach Crozon gemacht, denn der Kühlschrank sah innen traurig leer aus. Frisch eingedeckt sind wir dann runter nach Morgat zum Wohnmobilstellplatz gefahren. Morgat hat anscheinend eine lange Touristentradition. Die vielen alten prachtvollen Häuser und Villen zeugen davon, aber auch hier ist es herbstlich ruhig. Im Hafenbereich wurden auch hier die größeren Freizeitboote auf dem Hafenparkplatz zur Winterruhe abgestellt und warten sehnsüchtig auf die nächste Saison, ebenso wie die meisten Häuser in Strandnähe. Sie sind aller verrammelt, unbewohnt und schauen traurig auf das Meer. Nur ein paar Restaurants, Crêperien und der kleine Supermarkt haben jetzt noch auf. Die Ausflugsfahrten in die zahlreichen Grotten kann man aber erst im Frühjahr genießen.
Heute Nacht begann es wie vorhergesagt zu regnen und so es zog sich auch den ganzen Tag dahin. Jetzt aber, um 19:00 Uhr ist es trocken geworden, wir stehen in Lorient auf einem kleinen Parkplatz mit Blick auf die vom Verkehr geschwängerten Straße und den Fluss Scorff, keine 200 Schritt von einem Lidl Supermarkt entfernt. Wir besuchen hier unsere Freunde Traudi und Klaus und sind jetzt erst einmal platt vom Kuchen essen.
Ach ja, es ist kälter geworden, wir haben noch gerade mal 10 Grad und es soll die kommenden Nächte sogar etwas Bodenfrost geben. Der Ofen bollert.

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