Hector, Mercedes 207

Hector
Mercedes 207 D

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In Les Saintes Maries de la Mer

Die erste große Reise ging mit zwei Kajaks auf dem Dach zum Nordkapp. Dort erlebten wir wundervolle Wochen. Wir haben die Mitternachtssonne gesehen, Rentiere beobachtet und haben mit den Kayaks in den Gletscherseen im eiskalten Wasser zwischen Eisschollen gepaddelt und mindestens zwei mal im Jahr waren wir in Dänemark, entweder am Nissum oder am Ringkøbingfjord.

Hector war eigentlich das richtige Surfmobil. Jede freie Minute haben wir uns irgendwo am Wasser herumgetrieben. Je nach Windrichtung haben wir Schleswig Holstein unsicher gemacht, Fehmarn, Großenbrode, Heiligenhafen, Rettin, Niendorf und Meldorf. Es war eine Pionierzeit. Die meisten waren mit Bullis unterwegs und die Surfbretter wurden noch selber gebaut und die “Sucht” machte auch nicht vor dem Winter halt. Im nachhinein eigentlich die schönste Zeit.

Am meisten Spaß hatte das Surfen in Les Saintes Maries de la Mer (Camargue) gemacht. Mistral, warmer ablandiger kräftiger Wind. 30 km Strand bis mir die Arme weh taten, Halse und zurückdonnern parallel zu den Wellen, den ganzen Tag und am Ende die Pelle von der Sonne ordentlich verbrannt. Ein Traum!

Hector hatten wir im Winter immer abgemeldet und in einer Halle untergebracht. Das war eine entbehrungsreiche Zeit und wir sehnten uns immer wieder danach mit Ihm unterwegs zu sein. Kaum war er draußen, wurde an ihm rumgebastelt. Neues Surfbrett bedeutete Dachgepäckträger umbauen, irgendwie mußte der ganze Krempel ja untergebracht werden, das bringt das Surfen eben mit sich und in solch einem kleinen Fahrzeug ist das nicht gerade einfach.

Hector war schon ein toller “Freund”. Mit ihm haben wir die ersten Erfahrungen beim Ausbauen gehabt, in einer Zeit als es kaum “Plastikbomber” (gekaufte Reisemobile) gab.
Heutzutage sehen wir immer weniger Selbstausgebaute. Es ist richtig langweilig geworden. Wir vermissen den Individualismus!

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