Zum greifen nah: England

Wir stehen in Calais! Nie im Leben wäre ich auf die Idee gekommen nach Calais rein zu fahren, außer wir würden mit der Fähre mal nach England rüber. Nun waren wir doch da, obwohl wir nicht auf Städte stehen. Na ja, der Wohnmobilstellplatz ist ja auch außerhalb, an der Mole, dort wo die Fährschiffe nach Dover rüber fahren. Es ist eine ganz besondere Atmosphäre hier, irgendwie Aufbruchstimmung durch die ganzen Engländer die hier rüber kommen und das stete Motorengebrumme der Fähren, das fast immer zu hören ist. Nur ganz selten und dann auch nur recht kurze Zeit ist es mal ganz ruhig wenn keine Fähre im Hafenbecken liegt. Das ist aber die Ausnahme. Zum Glück ist der Fährverkehr nachts eingestellt (oder ich habe so tief und fest geschlafen) Allerdings hat uns heute Nacht ein Bagger genervt der rund dreihundert Meter entfernt irgndewie rumbaggerte, die ganze Nacht durch. Leider wurde auch gestern Abend die eine Hälfte des Platzes wieder den PKW’s übergeben so daß der Wohnmobilplatz brechend voll wurde und dieses ekelhafte Kuschelcamping angesagt war. Dafür haben wir aber auch nette Menschen kennen gelernt. Das bekannte Cap Blanc Nez haben wir mit dem Fahrrad besucht, na ja, nicht ganz dorthin weil das tourimäßig komplett überlaufen ist. Aber oberhalb von einem Funkturm haben wir den herrlichen Ausblich auf den Ärmelkanal und die Küste Englands genossen. Heute Morgen haben wir uns dann vom Acker gemacht und sind bei herrlichem Wetter noch ein Stückchen die Küstenstraße gefahren und stehen jetzt direkt an der Seine auf einem wundervollen Platz in La Mailleraye-sur-Seine, haben Wildkräuter gesammelt und den Schiffen zugesehen die zwischen Le Havre und Rouen unterwegs sind.

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