Zurück zu den Wurzeln?

Konica Minolta Dynax 7D mit 50 mm 1:1,7 Objektiv

Große Kamera kleines Objektiv

Andre Bonsch hat mich mal wieder mit einem Blogartikel über seine Fotografie mit dem 50 mm Objektiv inspiriert.

Die 50 mm Festbrennweite ist eigentlich die Urform, der Standard der Kleinbildfotografie. So hatte ich bei meiner ersten Spiegelreflexkamera, einer Praktika L in einem Komplettpaket das 50 mm, ein 35 mm Weitwinkel und ein 128 mm Teleobjektiv. Zoomobjektive gab es damals glaube ich noch nicht so richtig und wenn hätte ich als Schüler sicher nicht das nötige Kleingeld dafür gehabt.

Bei dem bekannten Auktionshaus habe ich mir vor ein paar Tagen ein original Konica Minolta 50 mm 1:1,7 Objektiv ergattert. Ich war erstaunt wie sich bei den Auktionen die Preise in die Höhe schaukelten. Anscheinend ist ein richtiger 50 mm Trend ausgebrochen.

Herbstzeit
Herbstzeit

Ich will jetzt gar nicht weiter auf die Technik eingehen, die hat Andre schon sehr gut in seinem Blogartikel beschrieben.

Mir geht es vielmehr um das zurück zu den Wurzeln, zurück zur Einfachheit, zum Bewussten, nicht nur in der Fotografie, sondern auch im ganzen Leben.

Wir leben im digitalen Zeitalter und was die Fotografie betrifft wird hemmungslos drauf los geknipst. Dagegen ist ja nichts einzuwenden, aber mal ehrlich, so richtig beschäftigen tut sich doch kaum noch jemand mit dem Motiv. Die ganzen Fotos landen irgendwo auf einer Speicherkarte, einer Festplatte oder auf Facebook in der Timeline und finden später kaum noch Beachtung.

Herbslicht
Herbstlicht

Es ist einfach zu viel, nicht nur in der Fotografie sondern in unserem ganzen Leben. Es wird uns immer wieder versprochen das das Leben durch die Technik und dem Fortschritt einfacher würde aber das stimmt nicht, es wird voller denn das was einerseits gewonnen wird wird sofort wieder mit etwas Neuem gestopft.

Herbstfarben
Herbstfarben

So langsam merken aber immer mehr, vor allem auch junge Menschen, das unser Hochtechnologieleben, so wie die Masse es lebt, nicht mehr richtig Lebenswert ist. Es beschäftigen sich immer mehr mit den grundsätzlichen Fragen des Lebens und so stellt man dann natürlich fest das es auch andere Wege geben kann, geben wird und geben muss. Wege die uns unabhängiger machen und unser Leben auch auf die einfache Art bereichern und glücklich und zufrieden machen.

Das ist aber ein Prozess den jeder für sich selber rechtzeitig anstoßen muß und vor allem nicht erst wenn schon das Kind in den Brunnen gefallen ist.

Der Weg zu unserem Herzen ist kurz aber wir sind von ihm abgekommen.

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